Durch Zufall habe ich riesige Hecken wildwachsender Brombeeren entdeckt und bin dann mal auf Beutezug gegangen:
Selbstbemächtigung = die Fülle der Natur annehmen
… bildet eine Gattung innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).
Weitere Namen Löwenschwanz, Herzgold, Herzkräutel, Mutterwurz oder Wolfstrapp
In meinem Garten blüht wieder das Herzgespann. Das Kraut wirkt positiv auf Herz, Lunge und Magen. So wird die Pflanze bei Herzproblemen, wie Herzrasen, Herzenge, Bluthochdruck, zudem bei Schilddrüsenüberfunktion und bei Magendrücken, angewendet. In der traditionellen chinesischen Medizin wird die Pflanze beim Geburtsvorgang eingesetzt.
Wissenschaftliche Untersuchungen siehe https://idw-online.de/de/news220919
Heilwirkung
blutdrucksenkend, beruhigend
durchblutungsfördernd,
krampflösend, herzstärkend, wehenfördernd.

Inhaltsstoffe Flavonoide (Apigin z.B. kann den Östrogenhaushalt beeinflussen), Bitterstoffe, Betaine (Ammoniumverbindungen, die vor Verkalkung schützen), Gerbstoffe, Herzglykoside, Alkaloide. Das Gesamtpaket der Inhaltsstoffe aktiviert das vegetative Nervensystem, (Parasympatikus). Die Bitter- und Gerbstoffe wirken zudem positiv auf Magen Darm, Galle und Leber.
Blüten, Stengel und Blätter können als Tee oder Tinktur verwendet werden. Aber … man sollte sich auf einen ziemlich bitteren Geschmack einlassen. Mit etwas Zitrone und Honig wird es erträglicher.
Herzgespann wächst auf trockenen und nährstoffreichen Böden, auf Schuttplätzen, Brachland und Gräben.
Hergespann gehört zu den gefährdeten Pflanzen und darf wildwachsend nicht gepflückt werden. Deshalb habe ich mir eine Pflanze aus dem Gartenfachhandel bestellt und kultiviert.
Energetisch zwingt das Herzgespann zum Innehalten, zur Ruhe und zur Überprüfung des eingeschlagenen Lebensweges. Es kann heftig wie ein lebensrettender Defibrilator wirken.
Selbstbemächtigung = auf allen Ebenen das Herz entspannen
Morgens ist die Welt noch frisch und unberührt und es lohnt sich, die Umgebung zu erkunden. So viele Eindrücke: Wasserplätschern und seichter Wind, Vogelgezwitscher und Bienensummen, weiße, gelbe und violette Farbtupfer im linden Grün und duftende Blüten – herrlich! Unterwegs traf ich noch einen alten Bekannten auf ein Schwätzchen. So konnte der Tag gut starten.

„Die Grüne Mitte ist ein etwa zwei Quadratkilometer großes Gebiet, das zwischen den Maintaler Stadtteilen Bischofsheim, Dörnigheim und Hochstadt liegt. Die Grüne Mitte hat eine wichtige Funktion als Naherholungs- und Freizeitgebiet für die Stadtteile. Sie ist aber auch durch ihre Wegstruktur eine attraktive Verbindung für Radfahrerinnen und Radfahrern und zu Fuß um in die anderen Stadtteile zu gelangen. Die Landwirtschaft nutzt viele Flächen als Weideland oder mäht die Wiesen als Grünfutter. Das Gebiet zeichnet sich durch eine attraktive, abwechslungsreiche Landschaft aus. Es befinden sich dort Streuobstwiesen, eine Flugsanddüne, Feuchtgrünland, Seen, Bachläufe und vieles mehr, außerdem ist sie ist ein Rückzugsgebiet für Vögel und andere Tiere und es wachsen dort seltene Pflanzen. …“
https://www.maintal.de/seite/419014/arbeitsgemeinschaft-gr%C3%BCne-mitte.html




















Selbstbemächtigung = Natur wirken lassen
Oberhalb des Städtchens Maintal-Hochstadt lohnt sich ein Spaziergang im Naherholungsgebiet Hartig. Hier hat’s einen sagenhaften Blick auf die Skyline von Frankfurt. Und gerade ist die Apfelblüte in vollem Gange. Anschließend kann man im Café Pearson & Puppe (meine Empfehlung) oder in einem der vielen Restaurants auf der Hauptstraße für’s „leibliche Wohl“ sorgen.
Wenn Ihr noch ein paar Bilder von Hochstadt haben wollt, schaut mal auf meine anderen Blogs:
https://monika-rauch.com/2021/12/08/alleine-raus/
https://monika-rauch.com/2021/04/25/immer-wieder-gerne-auf-der-hartig/
https://monika-rauch.com/2023/02/03/wie-urlaub/
Selbstbemächtigung = sich nah erholen
Unser Kurzurlaub führte uns nach Fladungen. Das ist die nördlichste Stadt Bayerns, bzw. Frankens. Von unserem Hotel aus hatten wir einen schönen Gugg auf das Örtchen. Näher betrachtet sieht es so dort aus:



Fladungen hat einiges Interessantes zu bieten, z.B. gibt es noch ein altes Backhaus, in dem regelmäßig gebacken wird. Es hat hier, neben einigen historischenGebäuden, ein Heimatmuseum und etwas außerhalb ein Freilandmuseum. Unterwegs trafen wir einen älteren Herren, der uns mit Fladunger Geschichten unterhielt. Er erzählte zum Beispiel, warum Fladunger auch heute noch Stadtrechte hätte: Stadturkunden wurden üblicherweise von anderen Urkunden kopiert und dabei wurden nur Namen, Gemarkungen usw. ausgetauscht. Für Fladungen wählte man den Wortlaut der Gelnhäuser Stadtrechte und auch den Wortlaut „für immer“. So hat Fladungen auch heute noch Stadtrechte, obwohl es mit den eingemeindet Orten nur 2300 Einwohner hat.


Viel Fachwerk und Brunnen
Fladungen ist eine Stadt im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld, der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Fladungen und ein staatlich anerkannter Erholungsort. … Im Jahre 789 wurde Fladungen in einer Urkunde des Klosters Fulda erstmals erwähnt. Während der Zeit der Stammesherzogtümer lag der Ort im Herzogtum Franken. 1335 verlieh Kaiser Ludwig der Bayer das Stadtrecht. … Der Besitz der Stadt war zwischen dem Würzburger Bischof und dem Fürstabt von Fulda umstritten. Seit den Verträgen von Paris (1814) gehören der Ort Fladungen und die Umgebung endgültig zu Bayern. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde. …
wikipedia.de
Selbstbemächtigung = in Geschichte/n eintauchen.
Urlaub! Die paar freie Tage nutzen wir für einen Wellness-Aufenthalt in der Rhön. Hier ist’s klimatechnisch etwas rauer als bei uns im Rhein-Main-Gebiet – es gefällt uns, wenn der Wind die Köpfe freibläst. Wir haben ein nettes Hotel mit einem schönen Wellnessbereich. Also gehen wir nachmittags in die Sauna und vormittags geht’s auf Wanderschaft.
Mir persönlich dient dieser Urlaub, meinen Rhythmus zu finden. D.h. ich entschleunige und versuche, eine Strategie zu entwickeln, die mir im normalen Alltag weiterhilft. Bewegung und Natur unterstützen mich dabei.
Selbstbemächtigung = Unterstützung in der Natur finden
Es wurde Zeit für einen ausgedehnten Spaziergang mit meiner Freundin und unserem Lieblingshund. Diesmal ging es zum Alten Berg, dem kleinen Waldstück zwischen Nieder Wöllstadt und Petterweil. Wir starteten in Rodheim bei der Feuerwehr und hielten uns links parallel zur Landstraße nach Wöllstadt. Vorbei an einem Bauernhof, an Gärten, furchterregenden Wachhunden, neugierigen Ziegen und fruchtbaren Feldern, gelangten wir schließlich an unser Ziel. Während des Laufens unterhielten wir uns angeregt und bewunderten die üppige Natur. Wir sahen ein großes Rudel Rehe über die Felder flitzen, Gänse, Hasen und einen Gabelweiher. Und in den Feldern zwitscherten die Lerchen. Es war erhebend. Nach dem Spaziergang war das Engegefühl, was ich in letzter Zeit öfter im Brustbereich habe, verschwunden. Ich fühlte mich locker und frei.
Selbstbemächtigung = sich von der Natur heilen lassen
Drei Dinge wollte ich: Laufen, Kräuter sammeln und neues Terrain erkunden. Das Örtchen Büdesheim gehört seit der Gebietsreform 1970 zur Gemeinde Schöneck und somit dem Main-Kinzig-Kreis an. Geografisch gehört Büdesheim zur Heldenberger Wetterau. Es hat hier u.a. ein altes Schloß und ein neues, zwei Kirchen und eine Mühle. An eben dieser stellte ich mein Auto ab und lief den geteerten Weg zwischen dem Erlenbach und den Bahnschienen. Nach ca. einem Kilometer zweigte ein Feldweg links in Richtung des Baches ab. Dort erwarteten mich überschwemmte Wiesen mit Schwänen, Enten, Gänsen und Störchen. Über mir kreisten Milane und in Bäumen und Büschen zwitscherten die Singvögel.

















Beim Laufen war ich total „geflasht“. Die Natur bot mir wesentlich mehr an, als ich erwartete: Ich sah, hörte, roch, schmeckte und spürte und zugleich bewegte ich mich.
Und ein paar Kräutlein boten sich mir auch, hier die genießbaren;




Und die, die man lieber stehen läßt, weil sie giftig oder unbekannt sind:




Diese kleine Exkursion war ein richtiges „Erlebnis“. Dazu brauchte es gar nicht viel, ich hab lediglich die Natur in mein Herz gelassen. Und weit weg von zuhause war ich auch nicht.
Selbstbemächtigung: Natur erleben

Beim Kartoffelschälen ist mir eingefallen, dass meine Fußsalbe aufgebraucht ist. Also trocknete ich die Schalen über Nacht auf der Heizung und rührte abends mein Sälbchen. Mehr Infos: https://monika-rauch.com/2022/04/04/kartoffelsalbe/

Einen Artikel über meine Fußsalbe hatte ich ja bereits geschrieben (s.o.). Dabei ist mir „aufgegangen“, welche Bedeutung unsere Füße haben. Nur werden sie häufig gar nicht beachtet oder missachtet. Also habe ich recherchiert:
Unsere Füße verbinden uns mit der Erde. Wenn man mit „beiden Beinen auf dem Boden steht“ bedeutet es, dass man weiß, wo es lang geht im Leben. Mit den Füßen ist man „geerdet“.
Füße weisen in die Richtung, in die man geht. So geht man z.B. mit großen oder kleinen Schritten voran.
Autsch! Füße können weh tun. Neben körperlichen Ursachen weisen Fußprobleme auf „Verbindungsstörungen“ zum Boden hin und auf Blockaden im Vorankommen (z.B. durch Zukunftsängste). Wenn wir Fußbeschwerden haben, könnte es auf eine bestimmte „Thematik“ hinweisen. Daraus leiten sich Fragen ab:
Bei langanhaltenden körperlichen Problemen rate ich, diese unbedingt ärztlich abklären zu lassen. Unterstützend dazu würde ich mir Gedanken machen, welche seelischen Ursachen betrachtet werden wollen.
Es gibt so viele Aussagen über Füße! Das zeigt, welche grundlegende Bedeutungen sie haben. Einige Beispiele:
Die Füße tragen uns durchs Leben. So verdienen sie unsere (Hoch-)Achtung, Anerkennung und Pflege:
Spätestens wenn wir Schmerzen bekommen, wird es Zeit, uns noch stärker mit ihnen zu befassen. Goethe hat nicht Unrecht, wenn er uns letztendlich auffordert, zu erforschen, was uns antreibt und weiterbringt:
"Wer sich nicht nach der Decke streckt, dem bleiben die Füße unbedeckt." (Johann Wolfgang von Goethe)
Vielleicht helfen auch uralte Segens- und Zaubersprüche?
"Heil, heil und Segen
Drei Tage Regen
Drei Tage Schnee
Fuß tut nicht mehr weh." (Volkslied aus Ostpreußen "Heile, Heile Gänschen")
"Knochen zu Knochen, Blut zu Blut, Glied zu Glied! So seien sie zusammengefügt!" (Merseburger Sprüche - 10. Jahrhundert)
Selbstbemächtigung = den Füßen Bedeutung geben