Wintersonne

Wenn die Sonne scheint,  muss ich raus – auch in der kalten Jahreszeit.

Auch wenn ich die Wege schon oft gegangen bin, ist es jedesmal etwas anders: das Licht, die Düfte und die Geräusche. Die Natur berührt tief und erdet mich.

Maintaler Ansichten

Am Dörnigheimer Mainufer
Richtung Hanau
Main-Kunst
Auf der Hartig bei Hochstadt – in der Mitte das Schützenhäuschen
An den Surfseen in der grünen Mitte
Am Berger Hang

Wintergedicht

Wintersonne

Grübelnd in Gedanken ich spazier' - ins Gestern und Morgen mich verlier'.

Schützend aber zieht mich Stück für Stück die Natur ins Jetzt zurück:

Kaltes Land im Sonnenlicht, mir den Frühling sanft verspricht.

Magisch zieht der Fluss mich an – Enten schwimmen ihre Bahn.

Kleine Knospen an den Bäumen lassen mich vom Frühjahr träumen.

Erste Kräuter sprießen, die werde ich im Tee genießen.

Fröhlich trällern Vögel ihre Lieder – bringen die Erinnerung wieder.

Sicher und heiter geh' ich stärker meiner Wege weiter.

Monika Rauch

Pflanzenkraft

Im Spätwinter (oder  Vorfrühling?) strecken sich die ersten Kräuter und Blüten dem Licht entgegen:

Mein Kräuterherz freut sich: Pimpinelle, Schaumkraut,  Vogelmiere, Ehrenpreis – jetzt sprießen sie und sind kleine Vitaminpakete. Sie pimpen bei mir die erste grüne Soße im Jahr auf.
Aus Haselkätzchen kann ein vitalisierender Tee bereitet werden. Gänseblümchen liefern ebenfalls viele wertvolle Pflanzenstoffe. Winterjasmin und die ersten Zwiebelblüher erfreuen das Herz.
Schneeglöckchen,  Krokusse, Winterlinge

Selbstbemächtigung = sich im Sonnenlicht auffüllen

Einfach loslaufen

Wanderung von Bergen-Enkheim über den Berger Hang nach Maintal-Bischofsheim, Hochstädter Hartig, bis nach Dörnigheim

Wir (mein Mann und ich) haben beschlossen,  unsere Deutschland- bzw. RMV-Tickets intensiver zu nutzen. Also blieb das Auto zuhause und wir fuhren mit den „Öffentlichen“ von Maintal-Dörnigheim nach Bergen-Enkheim Ost und wanderten von dort zurück nach Hause.

Entlang am Hang

Pflanzen

An Bischofsheim vorbei in Richtung Hochstadt

Auf der Hartig

Die meiste Zeit über liefen wir durch die Natur im hellen Sonnenschein. Als wir zuhause waren, taten die Füße zwar etwas weh, aber wir waren hoch zufrieden.

Das Mittagsschläfchen zog sich dann doch bis zum Abend. Schön war’s! Danach gab’s den ersten Tee mit Haselkätzchen:

Inhaltsstoffe von Haselkätzchen sind: Flavonoide – Diese sekundären Pflanzenstoffe wirken antioxidativ und können positive Effekte auf die Gesundheit haben. Tannine – Gerbstoffe, die für einen leicht bitteren Geschmack sorgen und in unterschiedlichen Konzentrationen vorkommen.
Ätherische Öle – Sie sind in geringen Mengen vorhanden und verleihen den Haselkätzchen ihr Aroma.
Vitamine und Mineralstoffe – Enthalten sind kleine Mengen an Vitaminen wie Vitamin C sowie Mineralstoffe wie Kalium und Kalzium.

Es war ein guter Tag, obwohl wir nur die Wanderschuhe anzogen, Wasser und Bananen einpackten und loszogen. Es war ganz einfach: Die Sonne beleuchtete die Natur, wir bewegten uns und waren ein Teil von ihr.

Sonne, Bewegung und Natur bewirken viel:

  • Stresslevel sinkt und sorgt für Entspannung.
  • Stärkung des Immunsystems
  • Guter Schlaf
  • Laune verbessert sich
  • Depressionen lindern  sich
  • Stärkung des Gedächtnisses, der Konzentration und der Orientierung
  • Muskeln werden aufgebaut und Knochen gestärkt.
  • Glückshormone fließen

Selbstbemächtigung = einfach sein

Ich befehle meine Wege

Mein letzter Beitrag ist schon etwas her. Heute war ich auch in der grünen Mitte unterwegs. Und schaut doch mal wie sich das Licht verändert!  Obwohl ich im Dezember zu einer ähnlichen Zeit unterwegs war,  ist es heuer viel heller.

Infos über die Grüne Mitte findet Ihr auch hier: https://monika-rauch.com/2024/12/08/ab-durch-die-gruene-mitte-2/

Wenn ich die Bilder anschaue – und sie wirken  in mir nach –  muss ich an ein Lied aus dem evangelischen Gesangbuch denken:

Befiehl du deine Wege
und was dein Herze kränkt
der allertreusten Pflege
des, der den Himmel lenkt.
Der Wolken, Luft und Winden
gibt Wege, Lauf und Bahn
der wird auch Wege finden,
da dein Fuß gehen kann.

Paul Gerhard um 1650

Ich gehe meiner Wege und werde ruhiger, besonders wenn ich draußen bin. Es klären sich die Gedanken, ich nehme die Schwingung der Natur in mich auf und vertraue darauf: Das, was mir gerade Sorgen bereitet, wird sich klären.

So gehe ich zuversichtlich in die neue Woche mit der Februarsonne im Herzen und der Gewissheit: Alles ist gut so wie es gerade ist.

Selbstbemächtigung

Ab durch die (grüne) Mitte

Ein Spaziergang in der Wintersonne

Ich musste einfach raus,  hatte einen regelrechten Lufthunger. Kennt Ihr das auch?

Was ist die Grüne Mitte?
Die Grüne Mitte ist ein etwa zwei Quadratkilometer großes Gebiet, das zwischen den Stadtteilen Bischofsheim, Dörnigheim und Hochstadt liegt.

Die Grüne Mitte hat eine wichtige Funktion als Naherholungs- und Freizeitgebiet für die Stadtteile. Sie ist aber auch durch ihre Wegstruktur eine attraktive Verbindung für Radfahrerinnen und Radfahrern und zu Fuß um in die anderen Stadtteile zu gelangen. Die Landwirtschaft nutzt viele Flächen als Weideland oder mäht die Wiesen als Grünfutter. Das Gebiet zeichnet sich durch eine attraktive, abwechslungsreiche Landschaft aus. Es befinden sich dort Streuobstwiesen, eine Flugsanddüne, Feuchtgrünland, Seen, Bachläufe und vieles mehr, außerdem ist sie ist ein Rückzugsgebiet für Vögel und andere Tiere und es wachsen dort seltene Pflanzen.

Quelle: http://www.maintal.de

Schaut selbst:

Nach der Runde fuhr ich nach Hause  und legte mich gleich ins Bett – ein Sonntag eben.

Euch wünsche ich einen guten Start in den nächsten Tag oder die nächste Woche oder das nächste Projekt oder so!

Selbstbemächtigung =  draußen sein

Dunkle Zeit

Die Tage werden kürzer und eigentlich will ich mich ins Haus verkriechen. Und uneigentlich überwinde ich mich manchmal und werde damit belohnt, dass meine Stimmung friedlich wird. 

Eine kurze Runde am Dörnigheimer Mainufer

Das ist der Reigen der Natur: Pflanzen sterben ab und werfen ihren Samen aus. Oder sie ziehen ihre Kraft in die Wurzel, damit sie sich im Frühling wieder voll entfalten können. Tiere fressen sich eine Schutzschicht an, ziehen in den Süden oder gehen in den Winterschlaf.

Nur wir Menschen gehen mit aller Gewalt unseren „Geschäften“ nach, ohne auch nur einen Moment inne zu halten und zu schauen, ob uns das entspricht,  was wir da so treiben. Gerade jetzt beginnt sie wieder, die besinnliche Weihnachtszeit. Da wird gefeiert, gefressen und gekauft – wie im Rausch. Und mal ehrlich, richtig zufrieden macht das auch nicht immer. Im Innern aber treibt uns der Wunsch nach Gemeinsamkeit, Ruhe und Erholung. Das Genießen möchte ich auch nicht verdammen, es macht ja durchaus Spaß, etwas Leckeres zu essen und über Weihnachtsmärkte zu schlendern. Kennen wir unsere tiefsten Bedürfnisse?Stülpen wir uns den Konsum über, um nicht ins tiefe Gefühl zu kommen?

Was wir als Kinder gerne gemacht haben,  passt  anscheinend nicht in unsere Zeit: Vielleicht sollten wir wieder singen, uns Geschichten erzählen, rausgehen, um ein Feuer tanzen, Plätzchen backen, uns einkuscheln, lesen, die Ernte verarbeiten, Tagebuch schreiben und Gedichte, in die Sauna gehen und mit lieben Menschen zusammen sein?

Diese Dinge galten viele Jahrhunderte, wahrscheinlich Jahrtausende als richtig. Seit der Industrialisierung und der Aufklärung aber, haben wir uns „denaturalisiert“. Wir vertrauen der Forschung mehr als unserem Gefühl und folgen anscheinend anderen Gesetzen. Trotzdem sind wir, was wir sind: Naturwesen. Eine tiefe Sehnsucht nach unserer wahren Natur erfasst immer mehr Menschen. Das sieht man auch in den sozialen Netzwerken: Einfaches Leben, Upcycling, draußen sein, spirituelle Anschauungen, kochen mit gesunden Lebensmitteln etc. spricht immer mehr Menschen (Follower) an.

Eigentlich brauchen wir wenig: Ein Dach über dem Kopf, Wärme im Winter, genügend gute Nahrung, sauberes Wasser, frische Luft, Bewegung, Musik,  Freunde, Familie, Tiere – Natur eben. Jeder sollte seinen Begabungen nachgehen dürfen, um ein sinnerfülltes Leben zu haben.

Dunkle Zeit

Wenn bunt die Blätter flattern
und leis' Kastanien plattern.
Die Beeren am Strauch sind für Vögelchens Bauch.

Der Tisch so reich gedeckt,vom Igelchen entdeckt.
Die Nuss versteckt das Eichhorn gut, wenn es die nur finden tut!

Die Rüben am Rand vom Feld bringen Zucker für wenig Geld.
Im Keller lagern Äpfel fein, sie werden bald im Kuchen sein.

Dann bläst der Wind die Blätter fort. Nass und kalt wirds an manchem Ort.
Sanft legt sich übers Land Nebel mit ruhiger Hand.

Nach innen ziehen wir uns ein Stück  in uns selbst zurück.
Langsam geht die Welt zur Ruh und Schnee decket die Landschaft zu.

Drinnen im Haus  knistert das Feuer und 
versteckt sich die Maus.
Alt und Jung sind ohne Hast, von den Schultern fällt die Last.

Die glänzende Weihnachtszeit macht die Herzen weit.
Unterm Weihnachtsbaum erfüllt sich mancher Traum.

Kalt und kälter in den rauen Nächten schwirren Wesen, uns zu knechten.
Vorräte sich zu Ende neigen - es herrscht tiefes Schweigen.

Endlich zum Jahresende kommt die Sonnenwende. 
Klirrende Kälte und Sonnenschein bringen Bewegung hinein.

Bei der Fassenacht wird Radau gemacht. Und mit müden Knochen wird ans Licht gekrochen.

Langsam erwacht das Leben, alles sprießt dem Licht entgegen.
So die helle Zeit beginnt, die dunkle aber – verrinnt.

Monika Rauch

Ich wünsche Euch allen eine sinnbringende, erfüllende und ruhige dunkle Zeit, damit Ihr mit voller Kraft im Hellen erwachen könnt.

Selbstbemächtigung = sich de Natur hingeben

Monika

Fotos: Monika Rauch und Pixabay

Wund- und Schmerzsalbe

mit Fichtenharz und Weide

Beim Laufen entdeckte ich eine Fichte mit vor Harz triefenden Zapfen. Zwei davon erntete ich vorsichtig, zerkleinerte sie und ließ sie einige Stunden in heißem Olivenöl aus. Normalerweise erntet man das Harz von Bäumen, indem man es vorsichtig von der Rinde abschabt. Bäume produzieren Harz um Wunden zu verschließen. Das Harz schützt vor Pilzen, Bakterien und Viren. Es legt sich wie eine zweite Haut über die Wunde und schützt sie dadurch. Beim Sammeln muss man darauf achten, dass man keine alten Wunden aufreißt.

Fichte (Picea)

Das Harz der Fichte wirkt u.a. antiseptisch, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend und krampfmildernd.

Links ein Bild der Blaufichte, die früher oft als Weihnachtsbaum verwendet wurde. Heute nimmt man eher Tannen, denn diese haben weichere Nadeln und rieseln weniger. „Die Fichte sticht – die Tanne nicht.“ Ein weiteres Merkmal der Fichte ist, dass die Zapfen hängen. Bei Tannen stehen die Zapfen wie Kerzen am Baum und zerbröseln, wenn sie abfallen. Fichten und Tannen sind eng miteinander verwandt und haben ähnliche heilwirksame Inhaltsstoffe.

Weide (Salix)

Weide (Salix) – es gibt verschiedene Weidenarten, die ähnlich in ihren Heilwirkungen sind. Das linke Foto zeigt eine Trauerweide.

Das darin enthaltene Salicin besitzt schmerzlindernde und entzündungshemmende  Eigenschaften und dient als sanfte Alternative zu Salicylsäure. Tatsächlich wurde Salicin im 19. Jahrhundert zur Entwicklung von Aspirin verwendet. Weide scheint die Schmerzen langsamer zu lindern als Aspirin, aber ihre Wirkung kann länger anhalten. Zum warmen Harz-Öl gebe ich noch getrocknete Ästchen und Blätter der Weide hinzu und lasse es für einige Stunden mit ausziehen. Danach wird  das Öl gefiltert bis alle Rückstände entfernt sind.

Zusätzlich kann man noch Kaffeepulver mit ins Öl geben, ich habe mich diesmal dagegen entschieden. Kaffee wirkt u.a. Haut stimulierend.

Zubereitung Schmerzsalbe

Der Ölauszug aus Weide und Fichtenharz wird mit Bienenwachs, Kakaobutter, etwas Lanolin (insgesamt 15 – 20 % Festmasse im Verhältnis zum Öl) erwärmt. Wenn sich die festen Bestandteile aufgelöst haben, kommen einige Tropfen ätherische Öle hinzu (ca. 15 Tropfen auf 100 ml). Diesmal entschied ich mich für Fichte und Strohblume. Die Strohblume wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und fördert die Hautheilung. Die noch flüssige Salbe wird in Tigel abgefüllt. Nach dem Abkühlen werden die Döschen verschlossen und beschriftet.

Anwendung

Die Salbe lindert  Spannungsschmerzen (z.B. bei Rückenproblemen), Muskelkater, blaue Flecke … In nordischen Ländern (z.B. im finnischen Lappland) wird seit Jahrhunderten eine Fichtenharzsalbe zur Behandlung von akut und chronisch infizierten Wunden, Geschwüren, Druckgeschwüren, kleinen Abszessen, eiternden Verbrennungen, Nagelpilz und Nagelbettentzündungen verwendet. Ich werde testen, ob meine (teilweise aufgekratzte) Neurodermitis am Handgelenk darauf anspricht. Bei offenen Wunden würde ich mich vorsichtig herantasten.

Selbstbemächtigung = alte Wunden heilen lassen

Fotos: Monika Rauch und Pixabay

Mildes Salbei-Deodorant selbst herstellen

Mein Deo kommt mit wenigen Zutaten aus, ist schnell hergestellt, wirkt zuverlässig, ist hautfreundlich, erfrischt und riecht gut.

Zutaten

  • Frischer (oder getrockneter) Salbei
  • Wasser
  • Natron
  • Speisestärke
  • Ätherische Öle (hier Salbei und Lavendel)
  • Leere Deobehälter

Arbeitsschritte

  • Zunächst sammle ich ausgediente Deoroller und Sprühflaschen.
  • Diese reinige ich gründlich und desinfiziere sie, indem ich sie auskoche bzw. mit Alkohol auswische.
  • Frischer Salbei wird kleingeschnitten und in Wasser kurz aufgekocht.
  • Das Gemisch zieht für einige Stunden und wird abgesiebt.
  • Speisestärke (ca. 1 Teelöffel pro 200 ml) wird  mit etwas Wasser glattgerührt und in das köchelnde Salbeiwasser eingerührt.
  • Nachdem das Gemisch etwas abgekühlt ist, kommt Natron dazu: 1 Teelöffel auf 100 ml Flüssigkeit. VORSICHT, es schäumt! Verrühren, bist alles gebunden ist.
  • Ätherische Öle (Salbei und Lavendel) hinzufügen – insgesamt ca. 20 – 30 Tropfen auf 100 ml.
  • Das Deo in die Behälter füllen und verschließen.
  • Vor Gebrauch empfiehlt es sich zu schütteln, falls sich die Feststoffe absetzen.

Salbei (Salvia officinalis)

Fotos: Pixabay – vielen Dank!

Salbei hat u.a.  schweißmindernde, blutstillende, keimhemmende und verdauungsfördernde Eigenschaften. Da es astringierend (zusammenziehend) wirkt, kann man es gut als Grundlage für Deos verwenden.

Natron – (NaHCO₃ – Natriumhydrogencarbonat)

Foto: Pixabay – vielen Dank!

Natron ist ein weißes Pulver, das an feines Salz erinnert.

Es ist vielseitig einsetzbar. Im Deodorant verhindert es, dass Schweiß unangenehm riecht. Durch seine antibakterielle Wirkung  verhindert es, dass die Bakterien auf der Haut den Schweiß zersetzen.

Ätherische Öle

Fotos: Pixabay – vielen Dank!

In seiner ursprünglichen Bedeutung steht das Wort „ätherisch“ für das Himmlische. Der Kern dieses Gedankens findet sich auch im heutigen Verständnis des Wortes wieder: ätherisch bedeutet vergeistigt, flüchtig. Ätherische Öle sind also flüchtige Stoffe. Sie werden vor allem in den Blättern, Blüten und Schalen von Pflanzen produziert und im Gewebe gespeichert. Die ätherischen Öle prägen den Duft einer Pflanze, locken so Insekten an oder wehren Parasiten ab. (aus: Kneipp.de)

Ätherisches Lavendelöl wirkt hautpflegend. Salbeiöl hat die oben beschriebe Wirkung. Darüber hinaus duften beide Öle sehr angenehm.

Deodorant versus Antitranspirant

Ein Deodorant dient dazu, das Auftreten von unangenehmen Schweißgerüchen zu überdecken oder zu verhindern, indem es dank seiner Inhaltsstoffe (Talkum, Kaolin, Magnesit…) Feuchtigkeit absorbiert und  unangenehme Gerüche verhindert, indem es die Bakterien auf der Hautoberfläche abtötet. Das Parfüm darin übertüncht zudem unangenehme Gerüche.

Ein Antitranspirant verhindert die Bildung von Schweiß (meist mittels Aluminiumsalze). Abgestorbene Hautschüppchen verbinden sich mit den Salzen und bilden Pfropfen, die die Hautporen verstopfen. Zudem wirken die Salze bakterizid.

Ein Deo ist für den Körper sicherlich die bessere Wahl. Wenn ich es bedenke, ist das Salbei-Natron-Gemisch das optimale „Zwischending“ zwischen Deo und Antitranspirant.

Selbstbemächtigung = erkennen, dass für alles ein Kraut gewachsen ist

Samhain – ein altes Fest im November

Samhain markiert in der Nacht auf den 1. November den Beginn der dunklen Jahreszeit und den Abschluss der Erntezeit. Samhain ist ein Mondfest und fällt eigentlich auf Dunkelmond-Neumond rund um den Novemberanfang. Der Neumond ist hier wichtig, da das neue Jahr in der Dunkelheit anfängt. Das Wort Samhain beinhaltet den Wortstamm „sam“, was  auf das Sammeln der Vögel für den Flug in Richtung Süden hinweisen könnte. Ebenso weist es auf das Versammeln/Zurückziehen nach innen/ins Haus. Das Wort könnte man auch mit „Vereinigung“ (nämlich der Lebenden mit den Toten) übersetzen. In der keltischen Überlieferung sind die Tage um Samhain den Ahnen und der Ungeborenen gewidmet. In  christlich geprägten Gesellschaften gedenkt man ebenso im November der Toten, z.B. am 1. „Allerheiligen/Allerseelen“, am 2. „El dia del muertos“ in Mexiko oder am 24.  „Ewigkeitssonntag“. Am 31. Oktober feiert die evangelische Kirche den Reformationstag. Da geht es um die Erneuerung der alten Kirchenstruktur, die Martin Luther mit dem Anschlag seiner 95 Thesen angestoßen hat. Und auch das Thema Erneuerung  passt wunderbar in diese Zeit.

Es heißt, an diesen Tagen seien die Schleier zur Anderswelt besonders dünn, so dass unser Gedenken und Wünschen besser   ankommt. Aber auch die guten und bösen Geister, Feen und Trolle können leichter ihr Unwesen treiben. Daher entzündeten unsere Vorfahren große Feuer, die von den Druiden gesegnet wurden. Von den Feuern konnte sich jeder etwas der Glut mit in seine Heimstatt nehmen um sicherer zu sein. Auch sollen Verkleidungen, Weissagungen und Opfergaben zu den alten Traditionen gehört haben.

In Halloween findet das Fest seine moderne Fortsetzung. Kinder vertreiben sich den Herbsttag mit der Forderung nach Süßem, sonst gibt es „Saures“ – mit den Süßigkeiten können sie sich einen Vorrat für die dunkle Jahreszeit anlegen.

Wie können wir diese mystische Zeit für uns nutzen?

Zunächst können wir unserer Vorfahren gedenken, und uns im Stillen bei Ihnen bedanken oder versuchen unseren Frieden mit Ihnen zu schließen, wenn es Streit gab.

Ich sitze gerne draußen und entfache ein kleines Feuer oder zünde eine Kerze an. Ich lasse das Jahr Revue passieren und überlege mir, was ich gerne ändern möchte und welche Ziele ich mir für die Zukunft stecke. Das, was ich in diesem Jahr erreicht, erfahren und gelernt habe, würdige ich, indem ich mich dafür bedanke.

Schön ist es auch, kleine Zettel zu schreiben mit Wünschen oder mit dem, was man loslassen möchte. Wenn man die Zettel verbrennt, kann die Wirkung sehr befreiend sein.

Das Räuchern von aromatischen Kräutern ist eine alte Tradition: Geister mögen den Geruch nicht und werden von Haus und Hof vertrieben, auch mittels Zaubersprüche.

Es ist Zeit, Frieden zu schließen mit der Vergangenheit und zu verzeihen. Das Alte hat so keine Macht mehr über uns und wir können uns getrost in unser Sein zurückziehen – wie die Pflanzen, die Ihre Kraft jetzt in die Wurzeln stecken.

Unsere Ahnen sind unsere Wurzeln, denn sie haben uns geprägt,  d.h. ihre Gene an uns weitergegeben und manche haben uns auch ein Stück auf unserem Weg begleitet. Wenn wir Ihrer gedenken, würdigen wir gleichzeitig auch unsere Geschichte.

Samhain läutet nicht nur die dunkle Zeit ein, das Fest mahnt uns, wachsam zu sein und im übertragenen Sinn die alten Geister ziehen zu lassen.

Selbstbemächtigung =  die dunkle Jahreszeit als Chance sehen

Bilder: Pixabay, herzlichen Dank!

Tour de Pfalz

Pfälzische Weinstraße

Diesmal verschlug es uns über ein langes Wochenende in die Pfalz. Die Sonne kam eher weniger raus, dafür hatten wir ein paar nette Städtchen entdeckt – und natürlich den Wein, der hier vorzüglich gedeiht.

Bad Dürkheim

hat eine nette Innenstadt, einen Kurpark und als Hauptattraktion ein riesiges Weinfass, welches ein Restaurant beherbergt.

Deidesheim

Auf dem Weg nach Landau sind wir durch das entzückende Städtchen gefahren und legten spontan einen Stopp ein:

Landau

Nachdem wir Deidesheim erkundet hatten, schauten wir uns das Städtchen Landau an,  welches auch sehr hübsch ist, allerdings nicht ganz so beschaulich:

Erlebnislandschaft Erdekaut

„Das Landschaftsschutzgebiet wurde 1985 eingerichtet. Der Name leitet sich her von der pfälzischen Bezeichnung Kaut für „Grube“ und verweist auf den vormaligen Abbau von Tonerde, der sich über Jahrhunderte zurückverfolgen lässt. In Spitzenzeiten waren 800 Bergleute beschäftigt. ..“ Wikipedia

Wir hatten einen schönen, wenn auch trüben, Tag mit viel Natur.

Nachmittags fuhren wir nach Grünstadt und genossen einen guten Tropfen vom Winzer Gaul in der Eckbar.

Die kleine Herbsttour tat der Seele gut, wir entdeckten einen für uns unbekannten Landstrich und konnten dabei gut entspannen.

Selbstbemächtigung = auf Entdeckungsreise gehen

Körperpeeling selber machen

Wir gehen gerne in die Sauna oder ins Dampfbad und manchmal wird ein Salzpeeling zur Verfügung gestellt, was uns sehr gut gefällt.

Ein Salzpeeling wirkt mechanisch auf die Haut  und entfernt Hautschuppen und Verschmutzungen, es kurbelt die Durchblutung an und macht die Haut rosig. Die Mineralien dringen tief in die Haut ein und liefern ihr Nähr- und Aufbaustoffe. Besonders bei Neurodermitis kann es positiv unterstützen. Das Öl pflegt und liefert ebenso Nährstoffe. Weidenrinde im Öl lindert Schmerzen, gut, z.B. wenn man „Rücken“ hat. Die ätherischen Öle regen alleine durch ihren Duft an und haben unterstützende Wirkungen. Bei empfindlicher Haut vorsichtig herausfinden, wie viel Peeling gut tut.

Als Geburtstagsgeschenk wollte ich meinem Mann ein solches Peeling kaufen … eine 400 g-Dose kostet um die 13 Euro.

Aber ich bin ja die #kräutermoni … sowas kann man bestimmt leicht selber machen.

Zutaten:

  • Grobes Meersalz
  • Olivenöl (ich hatte noch einen Rest Weidenrindenöl)
  • Einige Tropfen ätherische Öle (z.B. Zitrone, Orange, Grapefruit)

… mischen und in ein dekoratives Glas füllen.

Mein Mann freute sich sehr und meine Söhne haben gleich eine Bestellung aufgegeben:

Diesmal habe ich getrocknete Ringelblüten beigemischt – sie sind gut zur Beruhigung der Haut und hemmen Entzündungen.



Selbstbemächtigung = mischen possible