Das schöne Vorfrühlingswetter lud mich und meine Freundin ein, auf Wanderschaft zu gehen. Diesmal sind wir durch den Wald gelaufen zwischen Rodheim – Okarben und Petterweil. Wir Rodheimer nennen den Wald „Alter Berg“ (= Aale Bersch) und die Karbener sagen „Lilienwald“. Lilien haben wir keine gesehen, dafür aber ganz viel Natur:
Start war in Rodheim MagnolienGanz viel PestwurzVorm WaldNaturschutzgebiet Durch den Wald
Auf der anderen Seite
Eigentlich wollte ich rechtzeitig zum Essen um 18:00 Uhr bei meiner Mutter sein – aber beim Ausruhen und Plauschen auf einer Bank mit Blick auf die Auenlandschaft hatten wir etwas die Zeit vergessen, was einen Rüffel meiner Mutter zur Folge hatte. Der Tag war einfach wunderbar und das anschließende Abendessen mit meiner Mami ebenso.
Selbstbemächtigung = entspannt die Heimat erschließen
Endlich mal wieder ein Kurzurlaub! Reiseziel war ein Hotel in Weißenstadt im Fichtelgebirge. Leider war ich ziemlich erkältet, so konnte ich keine anstrengenden Touren laufen – und doch habe ich einiges gesehen und konnte das genießen.
Das Fichtelgebirge liegt in Nordostbayern in Deutschland und erstreckt sich über die Landkreise Wunsiedel, Bayreuth, Hof und Kulmbach. Das Mittelgebirge grenzt im Norden an das Vogtland, im Osten an das Egerland (Tschechien), im Süden an die Fränkische Schweiz und im Westen an das Obermainische Hügelland. Der höchste Berg ist der Schneeberg (1.051 m). Wichtige Flüsse wie die Saale, Eger, Naab und die Quellflüsse des Mains entspringen hier.
Das Fichtelgebirge ist eine reizvolle Urlaubs- und Erholungsregion mit weitläufigen Fichtenwäldern, markanten Granitbergen mit eindrucksvollen Felstürmen und Steinformationen.
Die Gesteinsblöcke, die überall in den Wäldern zu finden sind, regen zu allerlei Sagen an, z.B. diese:
Die Sage vom Riesen auf dem Schneeberg
Bild: Pixabay
Vor langer Zeit lebte auf dem höchsten Berg des Fichtelgebirges, dem Schneeberg (1.051 m), ein gewaltiger Riese. Er war so groß, dass er mit wenigen Schritten die umliegenden Täler durchqueren konnte.
Obwohl er furchteinflößend aussah, war der Riese gutmütig und tat den Menschen nichts Böses. Doch er hatte eine merkwürdige Angewohnheit: Wenn ihm langweilig war, spielte er mit riesigen Felsbrocken. Er hob sie hoch, warf sie in die Luft oder rollte sie den Berg hinunter ins Tal. Oft donnerte es dann so laut, dass die Menschen glaubten, ein Unwetter ziehe auf.
Eines Tages jedoch übertrieb es der Riese. Ein besonders großer Felsen rollte mit solcher Wucht ins Tal, dass er mehrere Bäume entwurzelte und einen Bach staute. Die Bewohner der umliegenden Dörfer fürchteten sich sehr und baten die Götter um Hilfe.
Daraufhin erschien ein alter, weiser Mann auf dem Schneeberg. Er sprach ein mächtiges Wort und plötzlich erstarrte der Riese. Seine Gestalt verwandelte sich in Felsen und wurde eins mit dem Berg. Bis heute sollen die großen Granitblöcke auf dem Schneeberg Überreste des versteinerten Riesen sein.
Manche Wanderer berichten, dass sie bei starkem Wind manchmal ein tiefes Grollen hören – als ob der Riese im Inneren des Berges noch immer schlafe.
Am Felsenlabyrinth
Die Luisenburg, in der Nähe von Wunsiedel, ist Europas größtes Felsenlabyrinth und Nationales Geotop. Leider konnten wir nicht rein wegen der Winterschließung. Aber auch am Rande konnten wir sehen, welche Kräfte hier gewirkt haben:
Da hat der Riese ganze Arbeit geleistet!Mystisch
Bergbau im Fichtelgebirge
Bereits seit dem frühen Mittelalter betrieb man im Fichtelgebirge Erzbergbau. Abgebaut wurden vor allem Gold, Zinn, Eisen, Minerale, Erden und Steine (Basalt, Braunkohle, Diabas, Granit, Lehm, Speckstein, Ton, Torf). In jüngerer Zeit entdeckte man Uranerzlagerstätten. In Hammerwerken (siehe Ortsnamenendungen mit -hammer) an den Fichtelgebirgsflüssen, in Schmelzöfen und Schmiedebetrieben erfolgte die Weiterverarbeitung der Metalle. Die Wälder des Gebirges lieferten das erforderliche Holz für die Herstellung von Holzkohle. Im 30jährigen Krieg ging der Bergbau danieder, die Erzlagerstätten waren weitgehend ausgebeutet. Alexander v. Humboldt versuchte im 18. Jahrhundert den Bergbau nochmals zu beleben. Viele Städte und Orte (z.B. Wunsiedel, Weißenstadt, Arzberg, Fichtelberg-Neubau, Goldkronach) verdanken ihre Entstehung dem Bergbau.
Quelle: Bayern-Fichtelgebirge.de
Pflanzen und Tiere
Man bezeichnet das Fichtelgebirge als Drehscheibe der Artenvielfalt. Große zusammenhängende Wälder bieten scheuen Waldbewohnern mit weiträumigen Lebensraumansprüchen ausreichend Platz und Ruhe. Hier leben Luchse, Europäische Wildkatzen, Auerhühner, Schwarzstörche, Sperlings- und Raufußkauze, Uhus und Rothirsche. Auch gibt es hier eine Population von Kreuzottern, den einzigen Giftschlangen Deutschlands. Es gibt einige Spinnenarten, Insekten und viele Kleintiere, die hier ihren Rückzugsort gefunden haben. An und in den Gewässern tummeln sich unter anderem Eisvogel, Wasseramsel und Biber. In den sauberen Bächen konnte die Flussperlmuschel überleben, in ihrem Umfeld gibt es Feuersalamander.
Das Fichtelgebirge ist für seine Ureinwohner bekannt. Hier lebt die letzte natürliche Population von Auerhühnern Bayerns außerhalb der Alpen. (Bilder: Pixabay)In den Moorgebieten wachsen Pflanzen, die gut mit saurem Boden klarkommen: Binsen, Preiselbeeren, Heidelbeeren, Fichten uvm.Die Schwarzerle (Alnus glutinosa) gehört zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae) und ist eine Pionierpflanze, die höchstens um die 120 Jahre alt werden kann. Sie ist anderen Laubbäumen auf ausgesprochen nassen, grundwasserbeeinflussten oder zeitweise überschwemmten oder sumpfigen Standorten überlegen und bildet dort auch Reinbestände, wie im Spreewald südlich von Berlin. Im Volksglauben wird sie mit dem Teufel und Hexerei in Verbindung gebracht, da sie an unwirtlichen Standorten gedeiht. Erlenholz ist äußerst beständig im Wasser. Es wurde in der Jungsteinzeit für Pfahlbauten verwendet. Auch Venedig wurde auf Eichen- und Erlenholz errichtet. Heilwirkung: Die Schwarzerlenknospen zeigen eine entzündungshemmende Wirkung. Sie lindern Infektionen im Atem- und Verdauungstrakt und helfen bei Allergien mit Ekzemen. Das Knospen stärken das Immunsystem und beugen so beispielsweise grippalen Infekten vor.Baumschwämme sind Pilze, die sich von Holz ernähren. Sie schädigen zwar gesunde Bäume, sorgen aber auch für den Abbau von toten Bäumen. Ihr Geflecht befindet sich im Innern der Stämme. Sichtbar sind lediglich die Fruchtkörper der Pilze. Dieser Baum ist eine abgestorbene Rotbuche.
Weißenstadt
Im Stadtgebiet von Weißenstadt gibt es noch etwa 200 Felsenkeller. Sie dienten der Lagerung von Feldfrüchten sowie Bier und Eis. Zudem findet man sehr viele Scheunen außerhalb des Weißenstädter Ortkerns. Sie sind eine städtebauliche Besonderheit. Nach dem verheerenden Stadtbrand von 1823 wurden die Scheunen aus der Stadt gelagert. Sie reihen sich am Rande der Altstadt und prägen noch heute das Ortsbild.
Am Fichtelsee
Im März bei 14°C und Sonnenschein ist der See noch gefroren. Ein Rundweg führt um den See.
Über die Jahrhunderte intensiven Torfabbaus schrumpfte das Hochmoor. Im Jahr 1607 wurde ein Damm gebaut – der Fichtelsee entstand. Ein kleiner abgetrennter Teil konnte als Moor erhalten bleiben.
Ente beim Schlittern
Die Bezeichnung „Fichtel“ stammt eher nicht von den vielen Fichten und Nadelbäumen, sondern von der alten Bezeichnung „Vyth“, von der sich später der Name „Vichtelberg“ ableitete und aus dem dann „Fichtel“ wurde. In alten oder regionalen Schreibweisen könnte „Vyth“ eine Variante von „Vith“, „With“ oder „Wyth“ sein, möglicherweise mit Bezug auf Wälder (engl. wood) oder Wasser (wyth in alten Sprachen).
Übergang zum kleinen HochmoorMoorDer alte Damm trennt den See vom Hochmoor.
Mit dem Lift auf den Ochsenkopf (1.024 m ü.NN.)
Mit der Gondel ging es bequem nach oben. Unten links sieht man die Quelle des Weißen Mains.
Der Name Ochsenkopf wird 1495 in Bergwerksakten genannt. Das in Fels eingemeißelte Stierhaupt auf dem Berggipfel in der Nähe eines Stolleneingangs war vermutlich der Namensgeber für den ganzen Berg. Heute gibt es hier zwei Gondellifte und einige Schlepplifte. Etwas unterhalb der Bergstation befindet sich die Quelle des Weißen Mains, der sich bei Kulmbach mit dem Roten Main zum Strom Main (an dem ich lebe) vereint.
Es war ein sonniges und inspirierendes Wochenende, an dem ich viel gesehen und gelernt habe, trotz langer Regenerationspausen. Zunächst wollte ich zuhause bleiben und bin froh, dass ich zu der Reise überredet wurde. Als ich wieder zuhause war, war ich fast wieder auf dem Damm.
Selbstbemächtigung = reisen, lernen, gesund werden
Schwarzkümmelöl wird seit Jahrhunderten in verschiedenen Kulturen sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet. Hier eine Übersicht der traditionellen Anwendungen.
Innere Anwendung
Immunstärkend
Magen-Darm-Beschwerden: verdauungsanregend, lindernd bei Blähungen und anderen Magenbeschwerden
Atemwege: hilft bei Erkältungen, Asthma oder Allergien
Entzündungshemmend
Dosierung: 1–2 Teelöffel täglich, pur oder mit Honig vermischt
Äußere Anwendung
Hautpflege: hilft bei trockener, gereizter, entzündlicher Haut, z. B. bei Neurodermitis oder Akne
Haarpflege: fördert Haarwuchs und reduziert Schuppen
Massageöl: wird wegen seiner wärmende Eigenschaft gerne verwendet
Wundpflege: bei kleinen Hautverletzungen oder Ekzemen
Hagebutten (Rosa canina)
Hagebuttenöl (Wildrosenöl) hat traditionell ebenfalls einen hohen Stellenwert in der Naturheilkunde, sowohl innerlich als auch äußerlich. Hier eine Übersicht:
Innere Anwendung
Gelenkgesundheit: entzündungshemmend bei Arthrose und Rheuma
Immunsystem: hilft freie Radikale abzufangen
Herz-Kreislauf: kann Cholesterin regulieren und somit das Herz schützen
Haut von innen: Verbesserung des Hautbildes, Pflege bei trockener von innen heraus
Äußere Anwendung
Hautregeneration: traditioneller Einsatz bei Narben, Dehnungsstreifen und Pigmentflecken
Anti-Aging: durch ungesättigte Fettsäuren (wie Linolsäure, Linolensäure) und Antioxidantien (wie Vitamin E und Provitamin A) Reduzierung von Falten und Verbesserung der Hautelastizität
Entzündungshemmend/beruhigend: bei Hautproblemen wie Neurodermitis, Schuppenflechte oder Ekzemen
Feuchtigkeit: spendet Feuchtigkeit bei trockener und rissiger Haut
Sonnenschäden: Regeneration nach starker UV-Belastung
Mistel (Viscum album)
Innere Anwendung
Kreislaufregulierend: ausgleichend bei niedrigem oder hohem Blutdruck
Immunsystem stärkend
Krebstherapie: In der anthroposophischen Medizin wird Mistel in Form von Injektionen unterstützend bei Krebserkrankungen verwendet, um das Immunsystem zu stärken und die Lebensqualität zu verbessern.
Nervensystem: wirkt beruhigend bei innerer Unruhe oder nervöser Erschöpfung.
Stoffwechsel: Anwendung als Tee bei leichten Stoffwechselstörungen und zur Entschlackung
Misteltee (aus den Blättern und Zweigen) – wichtig ist hier die kalte Zubereitung, da manche Wirkstoffe hitzeempfindlich sind.
Wichtig: Die Mistel enthält auch giftige Bestandteile, deshalb sollte sie immer mit Vorsicht und bestenfalls nach Rücksprache mit einem Heilpraktiker oder Arzt angewendet werden. Insbesondere frische Beeren und größere Mengen können giftig sein.
Äußere Anwendung
Durchblutungsfördernd: Einsatz von Salben oder Umschläge bei Gelenkbeschwerden, rheumatischen Schmerzen oder Muskelverspannungen
Schmerzlindernd: Wickel oder Kompressen mit Misteltee können die Durchblutung anregen und Schmerzen lindern.
Wundheilung: selten Anwendung bei schlecht heilenden Wunden oder Hautentzündungen
Ölauszüge
Alle Pflanzen werden zu gleichen Teilen mit Olivenöl püriert und im Wasserbad für mindestens 2 Stunden bei 40° bis 70°C ausgezogen. Danach wird das Gemisch gefiltert. Das Hagebuttenöl verwende ich pur und die beiden anderen Ölauszüge werden zu Salben verarbeitet.
Salben herstellen
Mistelsalbe mit ätherischem Lorbeeröl (welches beruhigend, erdend und aufheiternd + antibakteriell, antiviral und pilzbekämpfend wirkt) Schwarzkümmelsalbe mit ätherischem Rosmarinöl (welches beruhigend, entspannend und belebend + entzündungshemmend und schmerzstillend wirkt)
Zur Salbenherstellung wird der Ölauszug erwärmt und darin wird Bienenwachs geschmolzen (10 bis 20 % der Flüssigkeit). Ein Teil des Bienwachses kann mit Kakao- oder Sheabutter ersetzt werden. Die Salbe wird in Döschen gefüllt und beschriftet. Hinzu kommen noch einige Tropfen ätherischer Öle. Diese erhöhen die Haltbarkeit der Salben, duften gut und haben noch eigene Heilwirkungen. Den abgefilterten Trester aller drei Pflanzen verwahre ich in einem Schraubglas auf. Diesen kann man als warme Packung gegen Hautirritationen oder athritische Schmerzen verwenden.
Die Salben sind von mir entwickelt worden, weil einige Bekannte und ich Mittel gegen Hauterkrankungen und Arthritis/Rheuma benötigen. Ich werde über die Wirkung berichten.
Selbstbemächtigung = den Heilungsprozess selbst in die Hand nehmen
Wenn die Sonne scheint, muss ich raus – auch in der kalten Jahreszeit.
Auch wenn ich die Wege schon oft gegangen bin, ist es jedesmal etwas anders: das Licht, die Düfte und die Geräusche. Die Natur berührt tief und erdet mich.
Maintaler Ansichten
Am Dörnigheimer MainuferRichtung Hanau Main-KunstAuf der Hartig bei Hochstadt – in der Mitte das SchützenhäuschenAn den Surfseen in der grünen MitteAm Berger Hang
Wintergedicht
Wintersonne
Grübelnd in Gedanken ich spazier' - ins Gestern und Morgen mich verlier'.
Schützend aber zieht mich Stück für Stück die Natur ins Jetzt zurück:
Kaltes Land im Sonnenlicht, mir den Frühling sanft verspricht.
Magisch zieht der Fluss mich an – Enten schwimmen ihre Bahn.
Kleine Knospen an den Bäumen lassen mich vom Frühjahr träumen.
Erste Kräuter sprießen, die werde ich im Tee genießen.
Fröhlich trällern Vögel ihre Lieder – bringen die Erinnerung wieder.
Sicher und heiter geh' ich stärker meiner Wege weiter.
Monika Rauch
Pflanzenkraft
Im Spätwinter (oder Vorfrühling?) strecken sich die ersten Kräuter und Blüten dem Licht entgegen:
Mein Kräuterherz freut sich: Pimpinelle, Schaumkraut, Vogelmiere, Ehrenpreis – jetzt sprießen sie und sind kleine Vitaminpakete. Sie pimpen bei mir die erste grüne Soße im Jahr auf.Aus Haselkätzchen kann ein vitalisierender Tee bereitet werden. Gänseblümchen liefern ebenfalls viele wertvolle Pflanzenstoffe. Winterjasmin und die ersten Zwiebelblüher erfreuen das Herz.Schneeglöckchen, Krokusse, Winterlinge
Selbstbemächtigung = sich im Sonnenlicht auffüllen
Wanderung von Bergen-Enkheim über den Berger Hang nach Maintal-Bischofsheim, Hochstädter Hartig, bis nach Dörnigheim
Wir (mein Mann und ich) haben beschlossen, unsere Deutschland- bzw. RMV-Tickets intensiver zu nutzen. Also blieb das Auto zuhause und wir fuhren mit den „Öffentlichen“ von Maintal-Dörnigheim nach Bergen-Enkheim Ost und wanderten von dort zurück nach Hause.
Entlang am Hang
Gugg in Richtung Frankfurt
Pflanzen
Samen der ClematisWinterjasminWinterjasmin vom NahenTannenzapfenHaselkätzchen: Pollenlieferant für frühe Bienchen – aus den Kätzchen lässt sich ein Entschlackungstee bereiten.Gänseblümchen Hyazinthen?Winterlinge – ein HahnenfußgewächsHirschkolben-Sumach/Essigbaum– aus dem Samen wird der Sumach hergestellt, das in der orientalischen Küche für saure Würzung sorgt.Ackerrettich als Gründünger von Ackerböden – die Pflanze ist in allen Teilen essbar und hat, je nach Sorte, unterschiedliche Schärfegrade.
An Bischofsheim vorbei in Richtung Hochstadt
Bischemer GartenUnsere Kinder hätte es früher gefreut.Ziegengehege Lecker Essen – ich meine für die Ziegen.Irgendwo zwischen Bischem und Hochstadt
Auf der Hartig
Das Naturschutzgebiet ist gleichzeitig auch ein Maintaler Lärmschutzareal.Hochstadt in Sicht!Es gluckert und rauscht.Beim Bauern Schmidt – ein Hofladen am OrtsrandEisautomat SchweinetrogHochstadt etwas näher
Die meiste Zeit über liefen wir durch die Natur im hellen Sonnenschein. Als wir zuhause waren, taten die Füße zwar etwas weh, aber wir waren hoch zufrieden.
Das Mittagsschläfchen zog sich dann doch bis zum Abend. Schön war’s! Danach gab’s den ersten Tee mit Haselkätzchen:
Inhaltsstoffe von Haselkätzchen sind: Flavonoide – Diese sekundären Pflanzenstoffe wirken antioxidativ und können positive Effekte auf die Gesundheit haben. Tannine – Gerbstoffe, die für einen leicht bitteren Geschmack sorgen und in unterschiedlichen Konzentrationen vorkommen. Ätherische Öle – Sie sind in geringen Mengen vorhanden und verleihen den Haselkätzchen ihr Aroma. Vitamine und Mineralstoffe – Enthalten sind kleine Mengen an Vitaminen wie Vitamin C sowie Mineralstoffe wie Kalium und Kalzium.
Es war ein guter Tag, obwohl wir nur die Wanderschuhe anzogen, Wasser und Bananen einpackten und loszogen. Es war ganz einfach: Die Sonne beleuchtete die Natur, wir bewegten uns und waren ein Teil von ihr.
Sonne, Bewegung und Natur bewirken viel:
Stresslevel sinkt und sorgt für Entspannung.
Stärkung des Immunsystems
Guter Schlaf
Laune verbessert sich
Depressionen lindern sich
Stärkung des Gedächtnisses, der Konzentration und der Orientierung
Mein letzter Beitrag ist schon etwas her. Heute war ich auch in der grünen Mitte unterwegs. Und schaut doch mal wie sich das Licht verändert! Obwohl ich im Dezember zu einer ähnlichen Zeit unterwegs war, ist es heuer viel heller.
KopfweidenOb die kleine Bachschleuse noch funktioniert?HalbgefrorenesBiberalarm!Der Mülleimer sollte nicht mit drauf, ist trotzdem schön!Wohnraum für ZauneidechsenDiesen Teich kannte ich bisher noch nicht.ÜberschwemmungsgebietAm Ausgangspunkt aus einem anderen Winkel fotografiert.
Wenn ich die Bilder anschaue – und sie wirken in mir nach – muss ich an ein Lied aus dem evangelischen Gesangbuch denken:
Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt. Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.
Paul Gerhard um 1650
Ich gehe meiner Wege und werde ruhiger, besonders wenn ich draußen bin. Es klären sich die Gedanken, ich nehme die Schwingung der Natur in mich auf und vertraue darauf: Das, was mir gerade Sorgen bereitet, wird sich klären.
So gehe ich zuversichtlich in die neue Woche mit der Februarsonne im Herzen und der Gewissheit: Alles ist gut so wie es gerade ist.
Ich musste einfach raus, hatte einen regelrechten Lufthunger. Kennt Ihr das auch?
Was ist die Grüne Mitte? Die Grüne Mitte ist ein etwa zwei Quadratkilometer großes Gebiet, das zwischen den Stadtteilen Bischofsheim, Dörnigheim und Hochstadt liegt.
Die Grüne Mitte hat eine wichtige Funktion als Naherholungs- und Freizeitgebiet für die Stadtteile. Sie ist aber auch durch ihre Wegstruktur eine attraktive Verbindung für Radfahrerinnen und Radfahrern und zu Fuß um in die anderen Stadtteile zu gelangen. Die Landwirtschaft nutzt viele Flächen als Weideland oder mäht die Wiesen als Grünfutter. Das Gebiet zeichnet sich durch eine attraktive, abwechslungsreiche Landschaft aus. Es befinden sich dort Streuobstwiesen, eine Flugsanddüne, Feuchtgrünland, Seen, Bachläufe und vieles mehr, außerdem ist sie ist ein Rückzugsgebiet für Vögel und andere Tiere und es wachsen dort seltene Pflanzen.
Schafe transportieren in ihrem Fell und mit dem Kot Samen und Insekten von A nach B.Schafe werden als Fleisch- und Milchlieferant und für die Produktion von Wolle genutzt. Ich mag sie einfach nur, sie haben etwas Friedliches.Viel WasserBiber am Werk – die größten Nagetiere im europäischen Raum bauen mit den gefällten Stämmen, sowie Schlamm und Pflanzenmaterial, Staudämme, um genügend Wassertiefe für ihren Lebensraum zu erhalten.Kleine Schleuse – ob die noch genutzt wird?Die Hagebutten haben viel Vitamin C und dienen Vögeln und Kleintieren als Nahrungsquelle.Strecke Frankfurt-Hanau Maintal-HochstadtAm Bahndamm entlangWieder am Surfsee Baumkreis – da liegt Magie in der Luft.
Nach der Runde fuhr ich nach Hause und legte mich gleich ins Bett – ein Sonntag eben.
Euch wünsche ich einen guten Start in den nächsten Tag oder die nächste Woche oder das nächste Projekt oder so!
Diesmal verschlug es uns über ein langes Wochenende in die Pfalz. Die Sonne kam eher weniger raus, dafür hatten wir ein paar nette Städtchen entdeckt – und natürlich den Wein, der hier vorzüglich gedeiht.
Bad Dürkheim
hat eine nette Innenstadt, einen Kurpark und als Hauptattraktion ein riesiges Weinfass, welches ein Restaurant beherbergt.
Evangelische StadtkircheEtwas düsterHier trank man gegen das schlechte Wetter an.Durch den KurparkVoll „touri“
Deidesheim
Auf dem Weg nach Landau sind wir durch das entzückende Städtchen gefahren und legten spontan einen Stopp ein:
Urige RestaurantsSchlosspark Altes Eichentor
Landau
Nachdem wir Deidesheim erkundet hatten, schauten wir uns das Städtchen Landau an, welches auch sehr hübsch ist, allerdings nicht ganz so beschaulich:
Federweißefest auf dem MarktplatzDas war mal ein echter Trödelladen!Einkehr – der Winzersekt war sowas von lecker!
Erlebnislandschaft Erdekaut
„Das Landschaftsschutzgebiet wurde 1985 eingerichtet. Der Name leitet sich her von der pfälzischen Bezeichnung Kaut für „Grube“ und verweist auf den vormaligen Abbau von Tonerde, der sich über Jahrhunderte zurückverfolgen lässt. In Spitzenzeiten waren 800 Bergleute beschäftigt. ..“ Wikipedia
WanderwegeHier hats viele Weiher.Schade, dass ich mich mit Pilzen nicht auskenne.Pfaffenhütchen
Wir hatten einen schönen, wenn auch trüben, Tag mit viel Natur.
Nachmittags fuhren wir nach Grünstadt und genossen einen guten Tropfen vom Winzer Gaul in der Eckbar.
Kirche von GrünstadtGugg aus dem Hotelfenster in Grünstadt-Asselheim.
Die kleine Herbsttour tat der Seele gut, wir entdeckten einen für uns unbekannten Landstrich und konnten dabei gut entspannen.
Ein Vormittag mit schweren Themen verdüsterte etwas mein Gemüt. Ich hatte das tiefe Bedürfnis, rauszugehen.
So lief ich durch das nahegelegene Naturschutzgebiet und genoss das satte Grün. Der Wind fegte durch meine Kleidung und kurze Schauer prasselten auf meinen Kopf.
Und plötzlich kam – nur für einen winzigen Moment – die Sonne heraus und tauchte die Szenerie in goldenes Licht.
Der gute Moment
Das Grau der Stadt Bedroht, macht matt. Die finsteren Wolken Durchbricht der eine warme Strahl Erhellt das Grün im weiten Tal.
Pass auf, nimm ihn ins Herz – Den einen guten Moment – Er tilgt den Schmerz.
Monika Rauch
Ich hatte nur wenig Zeit und so war der kurze erhellende Moment genau richtig, um mir aufzuzeigen, wie schnell sich etwas klären kann, wenn er beleuchtet wird und man etwas von einem anderen Blickwinkel aus betrachtet.
Osterferien und wir hatten einen Plan! Ab dem 1. April durften wir das Cabriolet aktivieren und loslegen. Die Inspirationen für die Tour holten wir uns aus der Motorrad-Zeitschrift „Ride“.
Unser Reisealltag sah so aus: Übernachtung im Hotel – genauere Planung beim Frühstück – Tour – Snack am Mittag – reichhaltiges Abendessen – Kartenspielen – Schlafen.
Unsere Absicht war, zuerst ins Allgäu zu fahren und als Abschluss wollten wir etwas Wellness in der Rhön (im Sonnentauhotel) machen. Eigentlich. Uneigentlich regnete es die ersten Tage nach Ostern Bindfäden und es war bitterkalt. Wir sind ja flexibel, so kehrten wir die Reiseroute kurzerhand um:
Bei Fladungen (nördlichste bayrische Stadt)
In der Rhön sind wir immer wieder gern. Daher hab ich schon einiges über die Region geschrieben:
Auf der „Hohen Geba“ im ehemaligen innerdeutschen Grenzgebiet kann man wunderbar in die drei Bundesländer der Rhön blicken: Hessen, Bayern und Thüringen.
Memmingen (Westallgäu,Bayern)
Vor einiger Zeit war ich in Memmingen und wollte meinem Mann die schöne Kleinstadt zeigen. Übernachtet haben wir dort wieder in der Pension Erb. In meinem Blog erfahrt ihr mehr über den Ort: https://monika-rauch.com/2022/09/03/memmingen/
Unten rechts ist der Hexenturm mit Wärterhäuschen zu sehen. Die armen Frauen, die dort darben mussten!
Vom Westen ins Ostallgäu (Baden-Württemberg)
Wir sind viele schmale Landstraßen gefahren – die Sonne kam raus und beleuchtete die saftigen Wiesen.Überall Löwenzahn!Zwischenstopp im Glasmacherdorf SchmidsfeldenÜbernachtet haben wir in Akam bei Immenstadt (Hotel zum Lustigen Hirschen, sehr empfehlenswert). Nachmittags fand ich ein ruhiges Plätzchen unter einer Rosskastanie.
Spritztour durch die Alpen in Österreich (Tirol, Vorarlberg) nach Wiggensbach (Westallgäu)
Ab ca. 1700 Höhenmetern waren die Skilifte noch teilweise in Betrieb.
Bergbrennerei und Gasthaus Löwen in Voralberg
Ein uraltes Haus, in dem ein Gasthof mit schönem Garten und hervorragender Küche untergebracht ist.Hier wird destilliert: Gin und verschiedene andere Spirituosen. Im Verkaufsraum darf gerne probiert werden. Nach zwei Kräuterschnaps-Pfützen war ich platt.
Zurück im Allgäu, übernachteten wir in Wiggensbach (Hotel Alpenherz) mit hervorragender Küche, tollem Ambiente, sowie einem kleinem Spa-Bereich.
Ostallgäu — Leukirch -— Blaubeuren — Maintal
Schönes Allgäu
Auf dem Nachhauseweg fuhren wir zur Allgäuer Genussmanufaktur in Leukirch. Das ist ein altes Fabrikgebäude in dem verschiedene Manufakturen untergebracht sind. Mit einem kleinen Eintritt von 3 Euro unterstützt man die Handwerker dort.
In der Kaffeerösterei duftet es wunderbar nach hochwertigem Kaffee, da kann man gleich ein Tässchen genießen, es gibt u.a. zwei Brauereien und eine Gin-Destillle.In der Bibliothek kann man lesen oder an Veranstaltungen teilnehmen. Kaufen kann man hier z. B. Keramik, Kräuterkram, Öle, Silberschmuck und hochwertige Wollartikel.Dorfrundgang durch Leukirch
Stopp in Blaubeuren
Am Rand der Schwäbischen Alb, 20 km westlich von Ulm, liegt Blaubeuren die Perle der Schwäbischen Alb. … Der Blautopf spielt, neben der historischen Altstadt, eine zentrale Rolle: Sei es als Einstieg in ein riesiges Höhlensystem, das sich über 9,5 km unter der Schwäbischen Alb verzweigt. Der Blautopf war ebenso Inspiration und Schauplatz für die Historie der „schönen Lau“ des Lyrikers Eduard Mörike.
Die Stadt ist ein Besuch wert, allerdings möglichst nicht an einem Sonntag. So wie wir, hatten viele hundert anderer Menschen die gleiche Idee. Der Blautopf ist schon sehr sehenswert, allerdings machte mir der Tripp keinen Spaß – zuviel Gedränge, überteuerte Preise (z.B. 1 Kugel Eis = 1,80 Euro) und uns sind einige „muffeligen“ Menschen über den Weg gelaufen.Vielleicht stimmt es doch, was man über die Schwaben und Badenser so sagt? Böse Zungen behaupten nämlich, dass selbst eine Beerdigung in Baden lustiger sei, als der durchorganisierte Pflichthumor auf der schwäbischen „Fasnet“.
Wenn man die Menschenmassen ausklammert, ist es wirklich schön am Blautopf. Der blauschimmernde Teich ist der Einstieg für ein riesiges Unterwasser-Höhlensystem.
Fazit
Wir hatten eine tolle Woche mit Wellness und Sauna, ausschließlich gutem Essen, komfortablen Unterkünften und wunderschönen Landschaften. Bei unserer nächsten Tour werden wir uns mehr bewegen und weniger konsumieren. Also brauchen wir mehr Zeit, um in den Landschaften anzukommen. Die Idee ist, dass wir uns ein Ferienhaus mieten und von dort aus unsere Touren per Pedes und/oder mit dem Auto erkunden. Außerdem können wir uns so versorgen, wie wir Lust haben.
Unser Cabriolet samt meinem persönlichen Fahrer.
Selbstbemächtigung = sich von der Landschaft inspirieren lassen