Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn – den Winter.
Kälte und Schnee können Rückzug, Ruhe und Geborgenheit bedeuten – aber auch Frieren, Bedürftigkeit und Einsamkeit.
Er ist da, der Winter, was hilft es, wenn wir uns vom Blues herunterziehen lassen?
Unsere Entscheidung, was wir daraus machen: Betrachten wir uns als Opfer der Gegebenheiten oder können wir uns auf die andere Seite wagen und dem Ganzen etwas Gutes abgewinnen?
Klirrend kalt Kahler Wald. Scharfer Wind Weinendes Kind. Strahlende Sonne Trauer statt Wonne. Weißer Schnee Alles tut weh.
Klirrend kalt Schützender Wald. Scharfer Wind Jauchzendes Kind. Strahlende Sonne Freude und Wonne. Weißer Schnee Nichts tut mehr weh.
Früh am Morgen steh ich auf - zum Hundelauf. Die Sonne gleißt im Schnee - mir tun die Augen weh. Es bellt der Hund - tut Freude kund. Ich bell zurück - kleines Winterglück.
Nach einem milden November wurde es im Dezember doch kälter und lange Zeit war der Himmel trüb und verhangen. Das hatte sich auch auf meine Stimmung ausgewirkt. Kaum schien die Sonne, schnappte ich mir Rusty und machte einen langen Spaziergang. Gut, dass ich wasserundurchlässige Schuhe habe, denn die Wiesen sind recht feucht. Rusty war voller Lebensfreude, besonders als ich noch das eine oder andere Äpfelchen warf. Zwischendurch wälzte er sich im Gras und knatterte vor sich hin. Und ehrlich, am liebsten hätte ich es ihm nachgetan. Hab‘ mich aber gerade noch beherrschen können. Auch ohne, dass ich mich auf dem Boden gewälzt habe, tat mir die Natur sehr gut. Ich war rundum zufrieden.
Er kann so schön guggen, aber fürs Foto schaut er weg.Das Feuchtbiotop wird hier „Bombenloch“ genannt. Mein Bruder brachte von hier Salamander, Froschlaich, Sichtungen und Molche für sein Außen-Terrarium mit. Das war in den 70ern.Blick in den TaunusEin riesiger Vogel, seine Spannweite beträgt geschätzte 1,50 m. Sieht aus wie ein Flugsaurier … wird wohl ein Reiher sein.Bahnlinie zwischen Nieder-Rosbach und RodheimUnsere Tour startete Ecke Kreuzweg am Rand von Rodheim in Richtung des Beinarzwaldes/Rosbach. Später liefen wir über Feld- und Wiesenwege Richtung Köppern/Taunus und machten einen Bogen entlang des Beinarzes zurück und stießen auf den geteerten Feldweg parallel zu den Bahnschienen. Der Spaziergang dauerte knappe zwei Stunden.
Hab Sonne im Herzen...
Hab Sonne im Herzen, ob’s stürmt oder schneit, ob der Himmel voll Wolken, die Erde voll Streit.
Hab Sonne im Herzen, dann komme was mag: das leuchtet voll Licht dir den dunkelsten Tag!
Hab ein Lied auf den Lippen mit fröhlichem Klang, und macht auch des Alltags Gedränge dich bang hab ein Lied auf den Lippen, dann komme was mag: das hilft dir verwinden den einsamsten Tag!
Hab ein Wort auch für andre in Sorg und in Pein und sag, was dich selber so frohgemut lässt sein: Hab ein Lied auf den Lippen, verlier nie den Mut, hab Sonne im Herzen, und alles wird gut!
Wenn ich es schaffe, gehe ich raus an die frische Luft. Besonders in der dunklen Jahreszeit hilft ein Spaziergang gegen trübe Gedanken, auch wenn die Sonne nicht scheint.
Die Tage war ich unten am Main und habe ein paar Eindrücke gesammelt:
Keine Champignons Feder = Engelsbotschaft 👼 FrauenhainEicheWeideMainuferweg Alte Kirche in Maintal-Dörnigheim
Fluss des Lebens
Wie schön Du bist, Du Fluss des Lebens. Ruhig, tief und wild bist Du im Kern des Wesens.
Hier reißt Dein Strudel herunter, da plätscherst Du fröhlich und munter.
Dein Wasser trüb oder klar - in Dir lauert manchmal Gefahr.
Auch nährst Du Tiere und Pflanzen und Menschen am Ufer tanzen.
So tauch' ich ins Wasser und geb' mich dahin - Du Fluss des Lebens erweist mir Gewinn.
Selbstbemächtigung = Leben fließen lassen
Die Bilder sind in Maintal-Dörnigheim entstanden und die Texte entstammen meiner Feder.
Einfach herrlich! Kennt Ihr das Gefühl, wenn man durch Wiesen und Felder läuft? Ich möchte mich ganz mit der Natur verbinden und habe das Gefühl, mich jetzt auf die Erde legen zu müssen. Mach‘ ich aber nicht. Warum eigentlich?
Blätter rascheln unter meinem Gewicht und Wind fegt frisch in mein Gesicht.
Ein kurzer Sonnenstrahl erhellt des Himmels Blau. Ich knie mich hin, bin Schöpferin, bin Frau.
Hinter dem Tor ein Garten
Ich kann kaum erwarten
Bis ich die letzten Früchte seh'.
Am kahlen Baum noch rote Beeren, darunter brauner Klee.
In der Luft ein Hauch von Schnee.
Auf der Wiese springen Ziegen fröhlich hin und her.
Leben ist leicht - nicht schwer.
Wege geh'ich gern allein im Wind und Regen, im Sonnenschein.
Gehe meinen Rhythmus bleibe stehn, muss mir die Welt ansehn.
Die Fesseln im Kopf, sie reißen entzwei, egal, was von außen kommt, bin innen doch frei.
Selbstbemächtigung = Leben im Rhythmus
Die Fotos sind in Rodheim entstanden und die Texte in meiner Küche.
Seit ich erfuhr, dass Wolf-Dieter Storl einen Vortrag in Memmingen hält, hatte ich den Wunsch, dabei zu sein. „Aber es ist ja so weit weg, also kann ich nicht hin!“ Aber, aber, aber … Irgendwann wurde mir bewusst, dass ich ja trotzdem hingehen kann. Ich musste mich nur dazu entscheiden. Zunächst bestellte ich mir eine Eintrittskarte, dann organisierte ich eine kleine Pension (Pension Erb, mit richtig schönen Zimmern) und zum Schluss die Anreise mit der Bahn und die Abreise mit Blablacar. Die Anreise hat schon mal super geklappt.
Zunächst besichtigte ich die Stadt. Dazu gibt es von der eine kleine Faltkarte mit verschiedenen Rundgängen.
Eines der vielen Stadttore, das WestertorDie evangelische St. Martins Kirche
Dr. Christoph Schappeler, wirkte zur Reformationszeit in der heutigen St. Martinskirche. Hier wurde reformiert, für Menschenrechte gekämpft und das führte zu den Bauernaufständen um 1525, die blutig niedergemetzelt wurden.
Bayrisches Kleinstadtflair
„Der Raum Memmingen ist bereits seit der Jungsteinzeit besiedelt. Erste Bauten wurden aus der römischen Zeit nachgewiesen. Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt fand 1128 statt. Bis 1191 war sie in welfischen, danach in staufischem Besitz, von 1268 bis 1803 Freie Reichsstadt. …“ (Wikipedia)
Immer am Bach entlang z.B. Sankt Martinskirche und das bemalte Steuerhaus.
Memmingen war eine Stadt des Handels, der Zünfte und der Räte. Besonders die feine Memminger Webware war über die Landesgrenzen hinaus begehrt. Im 16. Jahrhundert nahm der Einfluss der katholischen Kirche ab als Folge der Reformation, aber auch als Folge der Weltoffenheit, die der freie Handel mit sich bringt.
Oben links das Rathaus, mittig das Siebendächerhaus der Gerberzunft – hier konnten die Gerbware gut lüften, rechts das Weber-Zunfthaus. Unten mittig der Hexenturm.
Ich bin so froh, dass ich mich zu diesem Minitripp entschied: 1. Ich werde einen Vortrag über die Seele der Pflanzen hören. 2. Ich lasse mich auf öffentliche Verkehrsmittel ein. 3. Ich lerne Memmingen kennen. 4. Ich war/bin auf mich gestellt in Vertrauen auf mich selbst, z.B. beim Kartenlesen was nicht unbedingt meine Stärke ist.
Auf ca. 830 m Seehöhe befindet sich im Nordosten Kretas diese fruchtbare Hochebene, wo seit Jahrhunderten Kartoffeln, Getreide und Obst angebaut wird. Um kein kostbares Ackerland zu vergeuden, kleben die ca. 20 Dörfer am Rand der Ebene an den Berghängen und so kann man eine bequeme Rundreise von Ort zu Ort machen. Es gibt viel Landschaft, und einige Sehenswürdigkeiten, z.B. die Geburtshöhle von Göttervater Zeuss. Wir sind nur durch die Dörfer gegondelt und haben geschaut. Wo die Touri-Massen waren, haben wir uns schön ferngehalten.
Über 4000 Windmühlen förderten einst das Wasser zu den Feldern. Heute übernehmen das meistens Elektropumpen. Glücklicherweise werden viele der teilweise verrotteten Mühlen restauriert.
Malerische Tavernen flankieren den Rundweg am Rande der Hochebene.
Natur, Schafe und der einzige Süßwassersee von Kreta.
Kapelle am Wegesrand
Olivenöl-Manufaktur
Auf dem Weg zur, bzw. von der Hochebene haben wir eine Olivenöl-Manufaktur entdeckt. Es ist ein Familienunternehmen, das ein kleines Museum im Fabrikationsgebäude eingerichtet hat. Ein junger Mann aus der Familie hat uns einiges erklärt, zudem stehen Tafeln mit Erklärungen und kleine Leinwände mit Filmen neben den Geräten.
Auf der einen Seite stehen die modernen Maschinen, die im Winter im Einsatz sind. Und auf der anderen Seite sieht man die traditionellen Geräte.
Früher wie heute: Die Oliven werden im November/Dezember geerntet, gereinigt und mit Kern gepresst. Die Masse wird bis max. 36°/38°C erwärmt und mittels Zentrifugalkraft ausgeschleudert und gesiebt. Das Wasser wird weiter verwendet, die trockene Maische dient als Brennmaterial und das Olivenöl kann genutzt werden – entweder in Reinform oder es findet sich in kosmetischen Produkten wieder.
Natürlich gibt es auch einen Shop. Da wir mit kleinem Gepäck reisen, können wir nicht viel mitnehmen – nur ein paar Oliven und Landwein für abends.😉
Selbstbemächtigung = die Welt staunend betrachten und lernen
Ganz uneigennützig hatte ich meinem Mann einen Wochenend-Urlaub in die Hessenmühle geschenkt.
Wir waren dort und es war einfach nur klasse.
Eine Jukebox ist das Spotify von gestern.
Hier treffen Relikte aus den 70ern und 80ern, Oldtimer, eine schöne Saunaanlage mit Badeteich, Holzhäuser, ein älteres Stammhaus, eine tolle Gastronomie, sehr nette Mitarbeiter, ein herausfordernder Minigolfplatz, Spielplätze und viel Natur aufeinander.
Teiche und üppige Natur
Wir haben jede Minute genossen und das Wetter hat auch noch mitgespielt.
Letztes Jahr weichte ich Weidenruten in einer alten Plastikwanne ein. Das Wasser blieb frisch und algenfrei. Vielleicht lag das an den Salicylaten und Gerbstoffen in den Rinden. Gerne badeten einige Vögelchen darin. Insekten und Nachbarskatze liebten ebenfalls das Vogelwasser. Dieses Jahr gab es keine Weiden und das Wasser kippte ständig um. So beschloß ich, ein kleines Feuchtbiotop zu errichten.
Zunächst bestellte ich 25 Kilo Flußkies für den Grund und einige Wasserpflanzen.
Die ersten Pflanzen kamen gut verpackt und intakt bei mir an.Baby-Seerose, Blutweiderich, Zwergrohrkolben – später kamen noch Pestwurz und Mini-Schachtelhalm hinzu.
Die meisten Wasserpflanzen wirken reinigend und sorgen somit für frisches Wasser.
„Wasser marsch!“
Als Standort wählte ich ein halbschattiges Plätzchen. Bei zu viel Sonne könnte der Teich überhitzen und somit schneller „umkippen“ und das Algenwachstum würde befeuert.
Die Pflanzen bleiben im Container und werden mit Kieselsteinen beschwert. Sie haben verschiedene Bedürfnisse: Die Seerose sollte ihreBlätter schwimmen lassen, Blutweiderich und Pestwurz sind Ufergewächse, daher stehen sie erhöht am Rand. Für unterschiedliche Ebenen sorgen Ziegelsteine und der Kies.
Warum ich das mache? Ich möchte den Tieren, die meinen Garten besuchen, etwas zu trinken anbieten. PROST! Außerdem möchte ich beobachten, welche Kleinstlebewesen sich ansiedeln. Vielleicht hüpft auch mal ein Frosch vorbei?
Nachdem sich das Wasser geklärt hat, installierte ich eine Solarpumpe, die bei Sonne für etwas Umwälzung sorgt.
Als nächstes suche ich nach einem dekorativen Bottich und nach Steinen für eine trockene Insel.
Ein Tagesausflug führte uns dieses Mal nach Rheinland-Pfalz in das Freilichtmuseum Bad Sobernheim. Nachdem wir den Eintritt gezahlt hatten, waren wir ca. 3 Stunden unterwegs und haben längst nicht alles gesehen. Der Eintritt ist übrigens für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei. Mehr Infos auf der Website des Museums: https://www.freilichtmuseum-rlp.de/
Ein kleiner Kräutergarten und viele Gemüse- und Blumenbeete, die neben den Häusern und Gehöften angelegt sindAußenansichtenGefährteBackhausFeuerholzSchreinerei WebstuhlFriseurKaufmannsladenNeueres Gefährt PostUniformenWeinkellerStilles ÖrtchenHandwerk und ArbeitVom Teich zur WassermühleEssenszubereitungDie gute StubeSchlafenKapelleTanz- und TrausaalGaststubeWohnen und Leben
Unterwegs gibt es einige Möglichkeiten zum Einkehren und für Kinder gibt es mindestens einen Spielplatz. Unser Fazit: Ein liebevoll gestaltetes Museum mit Liebe zum Detail, eingebettet in hügeliger Landschaft. Eine klare Empfehlung wenn man in der Nähe ist.
Selbstbemächtigung = sich für die Geschichte unserer Vorfahren interessieren