So oft bin ich schon diese Wege gelaufen. Und trotzdem erscheinen die Motive jedesmal in einem anderen Licht. Eine andere Tageszeit, Jahreszeit, das Wetter, ein veränderter Blickwinkel … und schon betrachtet man eine Sache in „einem anderen Licht“.
Rausgehen, sich bewegen, die Farben einwirken lassen, das Licht,Wind, der mich umstreicht … das alles ist Balsam für meine Seele. So bin ich froh, dass ich meinen „Leih-Hund“ habe, der mich zwingt, zu verharren, die Welt zu erschnuppern, zu schauen und langsam zu tun. Letztendlich lehrt er mich, geduldig zu sein.
WalnussbaumGemeine GartenenteFür alle Bedürfnisse ist gesorgt. Apfelbaum Weiden vom Weitem„Komm schon!“Wetterauer BodenwelleBlick nach WestenAlter Kirchturm
Kleine Schmuseeinheiten mit Rusty und zwei Stunden in der Natur – was für ein toller Start ins Wochenende!
Eigentlich wollte ich zuhause bleiben. Uneigentlich bin ich nach Rodheim gefahren. Dort habe ich mir Rusty geschnappt und bin eine ausgedehnte Runde gelaufen. Das tat uns allen gut: Meine Mutter freute sich, dass der Hund mehr Auslauf bekam und wir beide bewegten uns ordentlich und ließen uns die Sonne auf den Pelz scheinen. Anschließend gab es Leckerlis für alle: Kaffee und Kreppel für die Großen und Hundegutzies für Rusty. 😋
Taunus und Wetterau treffen sich hier.Streuobstwiesen – Misteln wachsen gerne auf Apfelbäumen und können diese sehr schwächen. Die vergangenen Orkane leisteten ganze Arbeit.Blick nach Rodheim mit dem alten Kirchturm und der neueren ev. Kirche
Fotografiert in Rodheim v.d.Höhe/Wetterau, Februar 2022, unter einem Walnussbaum
Winterlinge(Eranthis hyemalis) sind giftigeHahnenfußgewächse. Sie wachsen aus Knollen, das sind verdickte und fleischige Stängel- oder Wurzelteile (wie die Kartoffel, sie ist auch ein Knollengewächs).
Winterlinge sind Frühblüher und kommen ungefähr zeitgleich mit den Schneeglöckchen aus der Erde. Die Blüte beginnt ab Mitte Februar, je nach Region. Winterlinge sind Trachtpflanzen für Bienen, die bei mildem Wetter ihre ersten Sammelflüge starten.
Ursprünglich stammen die gelben Blüher aus Südeuropa. Bei uns wurden sie im 16. Jahrhundert kultiviert.
Ihre Lieblingsstandorte sind feuchte Laubwälder, in Gebüschen, in Weinbergen, unter Bäumen.
Ich freue mich einfach nur, wenn ich die gelben Farbtupfer sehe.
Einige zarte und junge Blättchen der Wildkräuter kann man bereits im Januar in den Speiseplan mit einbauen. Besonders gut geht das mit der Vogelmiere, sie duftet frisch und schmeckt sehr fein. Die anderen Kräutlein dosiere ich eher sparsam, sie haben eine leicht bittere Note, was ja gut für Leber und Galle ist.
Für das Wildkräuter-Pesto schreddere ich zunächst Mandeln, Haselnüsse mit Olivenöl. Dann kommen Knoblauch, Kräuter, Hartkäse und etwas Salz hinzu – mixen und fertig. Zum Aufbewahren gibt man das Pesto in ein Schraubglas, oben muss eine Schicht Öl schwimmen, das schützt vor Schimmel. Das Pesto schmeckt sehr lecker zu Nudeln und Reis. Es passt auch gut als Marinade für Fisch und Fleisch. 😋Die Butter wird mit Vogelmiere, Knoblauch, einer kleinen Menge der anderen Kräuter und Salz verknetet. Kräuterbutter passt gut zu frischem (warmem) Brot, Kartoffeln, Grillgemüse, Fisch, Fleisch.
Bitte achtet darauf, beim Sammeln von Wildkräutern nur das zu nehmen, was Ihr zu 100 % kennt. Bitte nicht auf Vermutung sammeln oder verarbeiten. Es gibt viele eßbare Kräuter, oder welche, die man zur Heilunterstützung verwenden kann. Und im Gegensatz dazu gibt es die Giftpflanzen, die man auch kennen sollte. Wie im echten Leben überall, gilt es, verantwortungsvoll mit Pflanzen umzugehen.
Rusty musste raus, das Wetter war schön und meine Freundin und ich hatten Redebedarf. Also sind wir am frühen Nachmittag losgezogen. Anfangs schien sogar die Sonne, so konnten wir etwas Vitamin D tanken.
Los geht’s in Richtung Osten: An der Rodheim Feuerwehr vorbei, den Schotterweg entlang und dann rechts abbiegen auf die „Alte Heerstraße“ Richtung Petterweil.Rusty schnüffelt Links abbiegen in Richtung Pfadfinder-Lager „Lilienwald“Durch den Alten Berg Richtung OkarbenPetterweil Richtung SilberbornteicheQuerfeldein mit Blick auf die Schäferwagen. Ich hab mal vorsichtig reingelugt, weder waren Schäfer, noch Schafe in Sicht.Irgendwo im Nirgendwo … Naturschutzgebiet und Feuchtbiotop vor dem „Alten Berg“ – nur noch 3 km nach Rodheim.
Wie gut, dass meine Freundin so eine Art lebender Kompass ist! Sie wusste immer, wo wir geografisch waren und natürlich weiß sie, welche Himmelsrichtung wo ist. Ohne sie wäre ich wahrscheinlich immer noch unterwegs. Obwohl … Rusty könnte es auch nach Hause schaffen.
Die Tour dauerte drei Stunden. Meine Füße schmerzten etwas, es wird wohl Zeit für mehr Bewegung und für neue Schuhe.
Nachdem wir wieder zuhause waren, bekam Rusty ein Leckerli und ich eine Couch, wo ich sofort einschlief.
Die Natur, auch wenn sie noch so karg war, das Laufen und die Unterhaltung haben mir richtig gut getan. Ich bin geerdet.
Der Januar ist noch ein Monat der Kälte und des Rückzugs. Selten war ich so müde, wie in diesem Jahr. Ob das an der Pandemie liegt? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass dieser Winter energieraubend war/ist. Nicht, dass ich unzufrieden wäre – ich bin mit mir im Reinen. Aber ich bin/war schlapp und energielos.
In den letzten Tagen wirkte vieles irgendwie gedämpft, eingehüllt, leiser, runtergefahren – „draußen“ in der Natur und „drinnen“ in uns. Das ist ein natürlicher Rhythmus, der hilft auszuruhen und zu regenerieren.
Seit einiger Zeit war ich endlich mal für länger in Rodheimbei meiner Mutter und ihrem Hund Rusty. Um sie zu entlasten, ging ich gleich dreimal am Tag Gassi.
Feuchte, kalte Luft einatmen, laufen und dabei den weichen Boden unter den Füßen spüren –Meine Energie, die ich seit einiger Zeit verloren glaubte, war wieder da.
Der Winter trägt bereits den Frühling in sich, trotz Kälte und Nebel. Als ich mich überwand, rauszugehen, wurde ich zusehends vitaler. Ich wurde mit Energie beschenkt. Das nennt man Erdung. Diese Energie ist übrigens für jeden da.
Selbstbemächtigung = Energie aus der Natur schöpfen
Bei unserer kleinen Sonntagsrunde sind wir ganz schön im Matsch geschliddert und die Schuhe waren hinterher ziemlich schmutzig. Beim Laufen kamen heute Erinnerungen aus meiner Kindheit hoch.
Als Kind bin ich gerne durch die Felder gestreift und kam manchmal ziemlich verdreckt nach Hause, sehr zur Freude meiner Mutter. Die Klumpen an den Schuhen konnte ich alleine gar nicht richtig abbekommen. Ich wurde, so weit ich mich erinnern kann, nie ausgeschimpft, wenn ich nach Hause kam. Es war klar, Kinder waren halt manchmal schmutzig – das bringt das Leben auf dem Land so mit sich. Manchmal grummelte meine Mama ein bisschen, sie hat mich aber immer gut versorgt: Abends lag ich frisch gewaschen im Bett und morgens ging ich mit sauberen Schuhen und Kleidern zur Schule. Dafür bin ich ihr nur dankbar.❤
Riedgraben
Der Riedgraben führt seit langem wieder ordentlich Wasser. Als Kind baute ich hier mit meiner Freundin kleine Häfen mit Bötchen aus Nussschalen und anderen Naturmaterialien.
Wenn ich so überlege, waren wir recht zufrieden mit dem, was sich uns bot. Viel Natur und Abenteuer, wenig Animation von außen.
Mit meiner Freundin gehe ich heute noch gerne auf Entdeckungsreise mit Rusty und meiner Kamera.
Selbstbemächtigung = Kindheitserinnerungen zulassen und dankbar sein
Was mache ich nur mit den vielen Orangenschalen und Hagebutten?
Orange macht glücklich
Trocknen Am besten geht das im Ofen oder auf der Heizung. Oder im Dörrautomat. Wenn die Schalen noch weich sind, können sie auch aufgefädelt und an einem trockenen Platz aufgehängt werden.
Zerbröseln und zerkleinern Was für eine Heidenarbeit!
Die Hagebutten wurden zunächst gemörsert. Dabei versuchte ich, die kleinen „Juckhäarchen“ rauszufiltern. Anschließend kamen Kerne und Schalen in die Mühle. Ich musste gut darauf achten, dass die Mühle nicht heißlief. Es hat lange gedauert, bis ich mit der Körnung zufrieden war.
Bereits unsere Vorfahren wussten seit Jahrtausenden um die Haltbarmachung von Naturprodukten durch Trocknung und Pulverisierung. Ist die mühsame Prozedur abgeschlossen, kann man das Pulver schnell nutzen.
Die Orangenschalen ließen sich nicht gut auseinanderbrechen, das anschließende Zermahlen ging dann aber einfacher.
Wo kann man die Pülverchen einsetzen? Zum Verfeinern von Dressings und Soßen oder als Vitaminspender übers Müsli, in Smoothies und in den Tee. Auch möchte ich demnächst Kräuterbonbons herstellen … Ich werde es ausprobieren.
Die Schalen der Orangen und der Hagebutten enthalten die Farbstoffe Carotinoide. Diesesorgen für die Orange- und Gelbfärbung von Nahrungsmitteln. Immunsystem, Verdauung und Stoffwechsel werden durch sie stimuliert. Auch sagt man ihnen eine krebsvorbeugende Wirkung nach, vor allem im Bereich der Lungen. Pflanzenfarbstoffe werden für die Abwehr von Fraßfeinden gebildet und fürihren Stoffwechsel sowie zur Unterstützung der Photosynthese. Diese Mechanismen kann man mitessen und sie zeigen beim Menschen Wirkung.
Schalen und Kerne der Orangen und Hagebutten beinhalten zudem viel Vitamin C, Kalium und eine große Palette an anderen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Ätherische Öle in den Früchtensorgen für Wohlbefinden, Beruhigung und somit für den Abbau von Stress.
Die enthaltenen Antioxidantien sind chemische Verbindungen, die die Oxidation anderer Substanzen verlangsamen bzw. verhindern. Sie neutralisieren sogenannte „freie Radikale“ und sollen somit zu einem verminderten Krankheitsrisiko beitragen. „Oxidativer Stress“ bedeutet, dass die Körperzellen durch Oxidation belastet werden, d.h. die Zellen altern, sterben ab oder sind tumoranfällig.
Also liebe Leute, verwertet die Schalen und Kerne der Früchte! Sie sind teilweise gehaltvoller als das Fruchfleisch selbst. Fruchtschalen werden durch die Trocknung haltbar gemacht und können gerade in der kalten Jahreszeit unser Immunsystem boostern! Man kann sie auch als Tinkturen oder Ölauszüge ansetzen. Eurer Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt. 😃
Selbstbemächtigung = Pülverkens für die Gesundheit nutzen
Während der kalten Jahreszeit bin ich oft in der Küche anzutreffen. Und dafür kaufe ich möglichst regional ein. Ich liebe es, frische Zutaten zu verwenden.
Ausbeute – Seit langer Zeit waren wir mal wieder auf dem Hanauer Wochenmarkt. Alkohol gibt es am Weinstand, dort kann man auch an Stehtischen einen Sekt oder Wein verkosten – sehr fein. Da der Marktplatz mit dem Weihnachtsmarkt besetzt ist, findet der Wochenmarkt rund um den Freiheitsplatz statt. Die Sonne schien, es waren einige Menschen unterwegs, aber nirgends war es überfüllt. Abendessen mitfrisch gebackenem Brot und Kräuterbutter (Schnittlauch, Isop, Bohnenkraut, Knoblauch) mit einem Gläschen Wein dazu … 😋 Unten rechts seht Ihr eine Steckrübe, das ist eine alte Gemüsesorte. Wir nannten es früher „unterirdische Kohlrabi“. Dazu gab es schlabberiges Wellfleisch. Ich hasste es. Aber jetzt werde ich versuchen, es nach meinem Geschmack zu kochen. Mal sehen, welche Ideen der „Chefkoch“ hat …Feldsalat mit Zwiebeln und Balsamicodressing, darüber werden warme gebratene Pilze gegeben. Meinen Feldsalat beziehe ich beim Gärtner Lapp bei uns um die Ecke. Der Salat ist schon gut vorgeputzt und sehr frisch.😋Brötchen für den Sonntag:600g Weizenmehl, 7g Trockenhefe (die Trockenhefe rühre ich mit warmem Wasser, etwas Mehl und 1 Teel. Zucker an und warte ca. eine halbe Stunde bis es blubbert), 1 Teel. Sauerteigansatz, 1 Eßl. Salz, Wasser, 1 Schuss Olivenöl – alles verrühren und mehrere Stunden warm stellen, zwischendurch kneten, über Nacht kalt stellen, Brötchen formen, etwas gehen lassen und insgesamt ca. 25 Minuten backen (5 Minuten ca. 250 °C + 20 Min. 180 – 200 °C in Dampfschwaden). Die Brötchen wurden sehr fest, aber aromatisch und saftig.Schnelles Bananenbrot Meine liebe Arbeitskollegin gab mir das Rezept, nachdem ich von ihr eine Scheibe dieses leckeren, saftigen Brotes abstauben durfte. Hinzu kommen Studentenfutter und Zimt nach gusto. Ich hatte weniger Zucker, aber mehr Eier im Rezept. Sabines Brot war eindeutig saftiger. Beim nächsten Mal halte ich mich genau an die Vorgaben.
Mein Wochenende beginnt immer mit einer Tasse Kaffee. Dann setze ich mich neben die Heizung und döse in den Morgen.
Auch wenn der Küchenkram manchmal recht viel ist, ist mir fast jeder Handgriff ein Vergnügen. Das könnte daran liegen, dass ich gerne Neues ausprobiere und dann gespannt bin, ob es was wird. Es ging schon einiges daneben, das verbuche ich dann als „Lernen“ bzw. als „Erfahrungen sammeln“.😊
Freitag ist Rodheimtag und dazu gehört ein ordentlicher Gassigang mit Rusty. Ich hatte erst keine rechte Lust, weil es leicht nieselte. Rusty fand es zunächst auch nicht so prickelnd. Anfangs bieb er immer wieder stehen und blickte sehnsuchtsvoll gen Heimat.
Es war leicht feucht, trotzdem hatten wir unseren Spaß. Ich ließ mich auf die Natur ein und Rusty folgte mir. Er wälzte sich in den nassen Blättern und jagte faulen Äppeln hinterher. In aller Ruhe schaute ich mich um und sog die Luft in mich ein.Als Kind spielte ich gerne in solchen Hütten. Das war sooo spannend weil verboten.Rodheim im schönsten Grau Hagebutten sind die Früchte der Rose. Sie sind sehr vitaminreich und „fangen“, bedingt durch ihre Zusammensetzung, „freie Radikale“. Freie Radikale sind, einfach erklärt, Stoffwechselprodukte, die die Körperzellen schädigen und anfällig für Krankheiten machen, sowie Alterungsprozesse vorantreiben.LöwenzahnSchneeballEfeuGreiskraut Im Winter sterben viele Pflanzen ab, nachdem sie ihre Samen abgeworfen haben oder die Kraft der Pflanzen geht in die Wurzeln, manche wachsen unter dem Laub langsam weiter und manche blühen sogar. Einige Früchte und Beeren bleiben lange an den Sträuchern und bieten Vögeln und anderen Tieren Nahrung.Die Rose darf nicht fehlen. Das linke Bild spiegelt den Reigen des Lebens: Leben- Tod – Wiedergeburt.
Ein Nieseltag ist doch gar nicht so schlimm! Sich überwinden und rausgehen bringt schon was. Wenn man genau hinguggt und sich erlaubt, langsam durch die Lande zu streifen, ist’s gar nicht langweilig. Ich bin immer wieder erfüllt von dem, was Landschaft und Natur zu bieten haben.