Wenn ich es schaffe, gehe ich raus an die frische Luft. Besonders in der dunklen Jahreszeit hilft ein Spaziergang gegen trübe Gedanken, auch wenn die Sonne nicht scheint.
Die Tage war ich unten am Main und habe ein paar Eindrücke gesammelt:
Keine Champignons Feder = Engelsbotschaft 👼 FrauenhainEicheWeideMainuferweg Alte Kirche in Maintal-Dörnigheim
Fluss des Lebens
Wie schön Du bist, Du Fluss des Lebens. Ruhig, tief und wild bist Du im Kern des Wesens.
Hier reißt Dein Strudel herunter, da plätscherst Du fröhlich und munter.
Dein Wasser trüb oder klar - in Dir lauert manchmal Gefahr.
Auch nährst Du Tiere und Pflanzen und Menschen am Ufer tanzen.
So tauch' ich ins Wasser und geb' mich dahin - Du Fluss des Lebens erweist mir Gewinn.
Selbstbemächtigung = Leben fließen lassen
Die Bilder sind in Maintal-Dörnigheim entstanden und die Texte entstammen meiner Feder.
Auf ca. 830 m Seehöhe befindet sich im Nordosten Kretas diese fruchtbare Hochebene, wo seit Jahrhunderten Kartoffeln, Getreide und Obst angebaut wird. Um kein kostbares Ackerland zu vergeuden, kleben die ca. 20 Dörfer am Rand der Ebene an den Berghängen und so kann man eine bequeme Rundreise von Ort zu Ort machen. Es gibt viel Landschaft, und einige Sehenswürdigkeiten, z.B. die Geburtshöhle von Göttervater Zeuss. Wir sind nur durch die Dörfer gegondelt und haben geschaut. Wo die Touri-Massen waren, haben wir uns schön ferngehalten.
Über 4000 Windmühlen förderten einst das Wasser zu den Feldern. Heute übernehmen das meistens Elektropumpen. Glücklicherweise werden viele der teilweise verrotteten Mühlen restauriert.
Malerische Tavernen flankieren den Rundweg am Rande der Hochebene.
Natur, Schafe und der einzige Süßwassersee von Kreta.
Kapelle am Wegesrand
Olivenöl-Manufaktur
Auf dem Weg zur, bzw. von der Hochebene haben wir eine Olivenöl-Manufaktur entdeckt. Es ist ein Familienunternehmen, das ein kleines Museum im Fabrikationsgebäude eingerichtet hat. Ein junger Mann aus der Familie hat uns einiges erklärt, zudem stehen Tafeln mit Erklärungen und kleine Leinwände mit Filmen neben den Geräten.
Auf der einen Seite stehen die modernen Maschinen, die im Winter im Einsatz sind. Und auf der anderen Seite sieht man die traditionellen Geräte.
Früher wie heute: Die Oliven werden im November/Dezember geerntet, gereinigt und mit Kern gepresst. Die Masse wird bis max. 36°/38°C erwärmt und mittels Zentrifugalkraft ausgeschleudert und gesiebt. Das Wasser wird weiter verwendet, die trockene Maische dient als Brennmaterial und das Olivenöl kann genutzt werden – entweder in Reinform oder es findet sich in kosmetischen Produkten wieder.
Natürlich gibt es auch einen Shop. Da wir mit kleinem Gepäck reisen, können wir nicht viel mitnehmen – nur ein paar Oliven und Landwein für abends.😉
Selbstbemächtigung = die Welt staunend betrachten und lernen
Das Kräutergeschäft Botano in Kousés auf Kreta ist etwas ganz Besonderes.
Nirgends blühen und duften die Kräuter so intensiv wie bei Kousés auf Kreta. Sagt Yannis Giannoutsos und muss es wissen: Er sammelt Salbei, Thymian, Lorbeer und Co. seit Jahrzehnten.
Als ich diesen Artikel las, dachte ich mir: Da muss ich hin! Also jagten wir unseren kleinen Nissan 1,5 Stunden gen Süden ins kleine Dorf Kousés zum Kräuterhandel Botano.
Bei der Auswahl ging mein Herz auf, und meine Nase ebenso, denn es duftet dort herrlich! Im Geschäft gibt es Tees, Gewürze, Mischungen, Kräutersalze und -zucker, Tinkturen, ätherische Öle, Olivenöl, Seifen und noch viel mehr. Leider war der Besitzer Yannis nicht zugegen. Er hatte aber einige sehr kompetente Frauen eingestellt, die mich gut beraten konnten, um meine Borreliose im Griff zu bekommen (darüber gibt es einen Extra-Blog). Alle Kräuter wirken recht vielfältig und sie stärken immer das Immunsystem.
Meine Ausbeute: Kretischer Bergtee (mein Lieblingstee), Zistustee, ein Pröbchen mit Immuntee, Beifuß-Tinktur, Oreganoöl, Seife, weiße und schwarze Pfefferkörner, Piment, verschiedene Würzmischungen, Muskatnüsse.
So einen Laden, das ist ein Träumchen. Gerne mache ich (unbezahlte) Werbung für Botano: https://botano.gr/de
Selbstbemächtigung = heilsame Pflanzen entdecken und nutzen
Ein Tagesausflug führte uns dieses Mal nach Rheinland-Pfalz in das Freilichtmuseum Bad Sobernheim. Nachdem wir den Eintritt gezahlt hatten, waren wir ca. 3 Stunden unterwegs und haben längst nicht alles gesehen. Der Eintritt ist übrigens für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei. Mehr Infos auf der Website des Museums: https://www.freilichtmuseum-rlp.de/
Ein kleiner Kräutergarten und viele Gemüse- und Blumenbeete, die neben den Häusern und Gehöften angelegt sindAußenansichtenGefährteBackhausFeuerholzSchreinerei WebstuhlFriseurKaufmannsladenNeueres Gefährt PostUniformenWeinkellerStilles ÖrtchenHandwerk und ArbeitVom Teich zur WassermühleEssenszubereitungDie gute StubeSchlafenKapelleTanz- und TrausaalGaststubeWohnen und Leben
Unterwegs gibt es einige Möglichkeiten zum Einkehren und für Kinder gibt es mindestens einen Spielplatz. Unser Fazit: Ein liebevoll gestaltetes Museum mit Liebe zum Detail, eingebettet in hügeliger Landschaft. Eine klare Empfehlung wenn man in der Nähe ist.
Selbstbemächtigung = sich für die Geschichte unserer Vorfahren interessieren
Was kann man mit Garten-Äpfeln so alles anfangen? Sie sind schön sauer und etwas mürbe. Und ungespritzt. Fragt mich nicht, wie die Sorte heißt. Es ist eine alte Apfelsorte, vom Geschmack ähnlich wie ein Boskopf.
Also: Die Äpfel werden gewaschen und die faulen Stellen entfernt. Die Schale wird auf der Heizung oder im Dörrautomat getrocknet. Unter der Schale sitzen die meisten Vitamine, daher konserviere ich sie. Später geben sie zudem meinen Kräutertees eine säuerliche Note. Die Äpfel selbst sind im Brotkuchen „gelandet“ (siehe vorherigen Beitrag). Ach ja, da es sich hier um eine alte Apfelsorte handelt, hebe ich die Kerne auf. Vielleicht ziehe ich daraus ein paar Bäumchen. Wer weiß?
Wohin in einer Woche Herbstferien? Wir wollten ein schönes Hotel mit einem kleinen Wellnessbereich, eine schöne ruhige Gegend, viel frische Luft und wenn’s geht, ganz viel Sonnenschein.
Wir entschieden uns für Ahornach im Ahrntal gleich hinter der Österreichischen Grenze.
Offiziell gehört dieser Teil des Landes zum nördlichen Italien. Südtirol bildet zusammen mit der Provinz Trentino die Region Trentino-Südtirol. Im Herzen sind die „Ur-Südtiroler“ unabhängig. Die Region ist autonom und geniesst besondere Rechte. Die ursprünglichen Sprachen sind Deutsch und Laddinisch, allerdings müssen die Kinder in den Schulen auch Italienisch lernen. Es gibt deutsche oder italienische Schulen. Mittlerweile leben hier, durch staatliche Siedlungspolitik betrieben, viele italienisch-stämmige Menschen. Mir gefällt die Mischung aus italienischer Lebensart und südtiroler Eigensinn. Die Menschen begrüßen sich (und uns) mit einem freundlichen „Griaßt Eich!“. Und mir gefällt die Küche bzw., was sie hervorbringt.
Wir sind via Brennerpass und Fernpass ins Land eingereist. Das sind Fotos, die ich während der Fahrt schoss. Über dem Talkessel von Sand in Taufers liegt auf 1.344 m das sonnige Ahornach.Hier gibt es viel zu entdecken. Viele Wandewege kreuzen hier. Es geht auf und ab und man kann schon einige Höhenmeter überwinden. Wir sind zunächst „moderat“ gelaufen. Und am nächsten Tag moderat und das 4 Stunden lang.Einheimisches ViehzeugsIn den alpinen Gebirgsregionen ist das Tragen von Kuhglocken nahezu Pflicht (also für die Kühe). Das hat verschiedene Gründe: 1. Wiederfinden auf unübersichtlichen Weiden 2. Schutz vor Krankheiten und Geistern 3. Schutz vor Bären und und Wölfen 4. aus Tradition, weils so schön heimelig klingt.Kühe muhen und Schafe blöken. Ich versuche es ihnen gerne nach, um ein schönes Foto zu bekommen, wenn sie dann mal gelangweilt aufschauen.Alles nebeneinander: Ein kleines Kapellchen, zwei Zwerge und zur Sicherheit noch ein Kruzifix. Mystischer WaldSchöne Augenblicke. Auf der Bank hat die Sonne unsere müden Knochen gewärmt. Heimelig
Wenn Ihr mehr über Südtirol erfahren möchtet, hab‘ ich hier eine gute Erklärung gefunden: „Südtirol – Klexikon – das Kinderlexikon“ https://klexikon.zum.de/wiki/S%C3%BCdtirol
Selbstbemächtigung = das Land wahrnehmen und für die Schönheit dankbar sein.
Nach und nach kaufe ich mir ein paar Farbkleckse zu meinem unifarbenen Geschirr. Morgens gibt’s Kaffee, mittags Tee und abends Espresso aus dem schönen Geschirr. Ich bin ganz verzückt, obwohl es doch nur ein paar Kleinigkeiten sind.
Es sind oft die kleinen Dinge, die uns die schönsten Momente schenken.