Universalsalbe

Im Laufe der Zeit habe ich einige Salben aus verschiedenen Kräuter-Ölauszügen hergestellt. Jetzt hab ich die Salben erwärmt, vermischt und in kleine Töpfchen abgefüllt. Fertig ist die Universalsalbe für/gegen alles. Enthalten sind u.a. Bienenwachs, Sheabutter, ätherische Öle, Olivenöl, Schafgarbe, Cistrose, Weidenrinde, Fichtenzapfen, Kaffee, Labklettkraut, Propolis, Hagebutten … Hilfreich ist die Salbe bei Ekzemen, rauen Hautstellen, rheumatischen und arthritischen Schmerzen, Verspannungen. (Bei Kleinkindern wäre ich vorsichtig mit der Behandlung wegen der ätherischen Öle).

Selbstbemächtigung = Zeit nehmen zu verarbeiten

In diesen Artikeln steht mehr:

Neues aus der Hexenküche

Auszüge aus Zistrose und Oregano

Kostbares Hagebuttenöl

Es ist wieder soweit! Wo es etwas wilder ist, wachsen haufenweise die Früchte der wilden Rosen. Die Gartenrosen bilden teilweise auch Früchte, welche man ebenfalls verarbeiten kann.

Die Sache geht ziemlich leicht:

Die gesäuberten (frischen oder getrockneten) Früchte mit Mandelöl oder einem anderen hochwertigen Öl zerkleinern, ca. 2 Stunden warm (bei 60/70°C) ausziehen lassen, über Nacht abdecken, nochmals erwärmen, filtern, abfüllen und etikettieren! Das Öl ist länger haltbar als andere Ölauszüge (über ein halbes Jahr). Das liegt am hohen Gehalt an den Vitaminen C und E.

Ca. 150 ml gewonnen. Den Trester verwende ich für Breiumschläge auf rauen Hautstellen oder bei Schmerzen. Das Öl hilft bei Rheuma, Hautirritationen, Neurodermitis, Rosacea, Pigmentflecken. Aus dem Öl kann man auch eine Salbe oder eine Creme herstellen. Ich mag das Öl am liebsten pur.

Hier steht’s noch genauer: https://monika-rauch.com/2022/01/16/hagebuttenoel/

Mehr Möglichkeiten, die Hagebutten zu verarbeiten: https://monika-rauch.com/2021/12/30/puelverchen/

https://monika-rauch.com/2022/06/04/hagebutten-ringelblumen-creme/

Selbstbemächtigung = natürliche Ressourcen nutzen

Gewitter

So Thor seinen Hammer schwingt –  Fruchtbarkeit den Bauern bringt. Blitze leuchten in die Welt – tiefstes Dunkel wird erhellt. Regen tränkt das trockne Land – mit Segen.

Monika Rauch

Selbstbemächtigung = Mystik in den Alltag lassen

Jagdfieber

Kennt Ihr das auch? Ich scanne schon beim Autofahren die Wiesen und Wegeränder. Wenn ich dann begehrliche Objekte entdecke, muss mein Chauffeur auch schon mal drehen und halten.

Wenn mein Jagdinstinkt geweckt ist, gibt’s kein Halten mehr. Heute z.B. wollte ich nur mal kurz „guggen“ – mein Mann wartete dann geduldig die 1,5 Stunden und räumte derweil das Auto auf. Vielen Dank!!!

Auf der „Pirsch“ bewege ich mich langsam, dankbar und behutsam von Pflanze zu Pflanze. Die Kräuter meiner Wahl sammle ich so, dass noch genügend übrig bleibt. Ich nehme nur das, was ich gut kenne, um giftige Verwechsler auszuschließen. Wenn ich mir unsicher bin, versuche ich über eine PflanzenApp (PlantNet) herauszufinden, welches Gewächs ich gerade entdeckt habe. Zuhause (und manchmal vor Ort) recherchiere ich im Internet oder Büchern über Nutzen und Heilwirkung. Manchmal frage ich auch meine liebe Kräuterfrau und Lehrmeisterin. Ich schreibe meine Blogs, stelle die Bilder ein und erweitere so mein Wissen.

Pflanzen lehren mich, inne zu halten und behutsam zu sein. Sie zeigen mir auf, wie wunderbar die Natur ist und wie heilsam sie ist.

Zuhause werde ich die gesammelten Kräuter weiter verarbeiten:

  • Spitzwegerich, getrocknet aus Tee und als Alkoholauszug – wirkt gegen Mückenstiche und bei Husten
  • Echtes Johanniskraut, getrocknet als Tee oder ausgezogen in Öl (Rotöl) hilft äußerlich gegen leichte Verbrennungen und beruhigt innerlich bei Verstimmungen
  • Hagebutten getrocknet als wohlschmeckender Tee mit hohem Vitamin-C-Gehalt oder als Mandelöl-Auszug für die Haut
  • Odermennig als Tee bei Magen-Darm-Beschwerden (bitter)
  • Wiesenlabkraut als Tee oder Alkoholauszug bei Magen-Darm-Beschwerden, als natürlicher Cholesterinsenker, bei Harnwegsinfekten (bitter)
  • Echte Luzerne als Tee gegen gegen Arthritis, Harnwegsinfektionen, Nieren-, Blasen- und Prostatabeschwerden, als Cholesterinsenker (bitter)
  • Wegwarte als Tee/ Alkoholauszug bei Reizmagen, Leber- und Verdauungsstörungen, bei Hautunreinheiten ,(bitter)

Die bitteren Kräuter sind auch sehr gut geeignet zum Ausleiten von Giftstoffen, Schwermetallen, Medikamentenrückständen etc. Dafür kann eine 4- bis 6-wöchige Kur, mit einigen Tassen Tee über den Tag verteilt, geeignet sein.

Falls eine Kur sinnvoll erscheint, bitte sich selbst gut beobachten und einen Arzt oder Heilpraktiker zu Rate ziehen, besonders bei schweren Erkrankungen oder Allergien.

Selbstbemächtigung = achtsam und dankbar jagen

Ferien mit Herz in Südtirol

Bilder, Gedanken & Erkenntnisse

Schon letztes Jahr waren wir in Ahornach in Taufers im Hotel Moosmair und sind dieses Mal auch wieder dort untergekommen. Der Ort liegt rund 1400 Meter hoch, so dass man einen fantastischen Blick ins Tal und auf die Berge rings herum hat.

Wir sind nicht gerade das, was man passionierte Wanderer nennt. Eher ist unser Bewegungsapparat schon etwas in die Jahre gekommen. Trotzdem haben wir Lust, die Gegend per Pedes zu erkunden.

Am Ankunftstag strahlte die Sonne und wir wollten uns die gut 5 Kilometer Entfernung mit ca. 200 Metern Höhenunterschied zum Roanerhof etwas „einlaufen“. 200 Höhenmeter sind wirklich nicht viel, aber wir kamen schon ganz schön ins Schnaufen. Mein Körper fuhr von Null auf hundert hoch, mein Herz pumpte und ich musste immer wieder stehen bleiben, um nicht zu kollabieren. Aber, am Ziel angekommen, waren alle Strapazen vergessen. Wir genossen die herrliche Aussicht, die Sonne auf der Haut, das laue Lüftchen und natürlich ein Bierchen mit einer leckeren Flädlesuppe. Der Rückweg war etwas leichter, da es sanft bergab ging. Nach der Tour gab es ein paar Saunagänge und wir waren herrlich entspannt.

Ahornach (Acereto)

Bäuerliches Leben

Über die Einfachheit

Das kleine Museum unseres Hotels zeigt die Entwicklungsgeschichte vom Bauernhof zum Gasthof. Gleichzeitig vermitteln die Bilder und Ausstellungsstück e wie die Menschen im Ahrntal gelebt haben und heute noch leben und „ticken“.

Die Natur bestimmte das Leben: mit dem ersten Hahnenschrei aufstehen, die Tiere versorgen, die Felder bestellen, säen und ernten. Männer und Frauen teilten sich die Arbeit. Im Winter lebte man von den Vorräten, reparierte, flickte, webte, schnitzte und stickte und erzählte sich Geschichten. Es kehrte Ruhe ein und man tankte Kraft für das neue Jahr. Manchmal wurde das Essen knapp und das Holz reichte nicht, d.h. frieren, Krankheiten und Hunger gab es in manchen Jahren. Trotzdem haderte man nicht, sondern nahm die Herausforderungen an.

Ob der harten Arbeit könnte man meinen, die Menschen fühlten sich vom Schicksal gebeutelt und führten ein freudloses Dasein. Das Gegenteil war der Fall – die Menschen hier nahmen ihr „Los“ an und lebten gläubig und dankbar für das, was sie hatten. Eine einheimische junge Frau erzählte mir, dass ihre Großmutter gerne von früher erzählte. Zum Beispiel, wenn sie sich als Kind einmal so richtig satt essen konnte, dankbar lehnte sie sich zurück, rieb sich über den Bauch und war einfach zufrieden.

Der Frau oblag Kindererziehung und Haushaltsführung.
Hauptlebensmittel von damals: Getreide, Gewürze und Kräuter
Zufrieden sein, besonders nach einem reichhaltigen Essen? Ich esse mich immer satt, das ist normal. Und hier im Urlaub gibt es abends ein  Sechsgängemenue. Echt, das kann man mal machen, auf die Dauer macht das mir keinen Spaß mehr. Eigentlich fühle ich mich übersättigt und bin nicht zufrieden, sondern fühle mich eher schlecht. Ich denke, unsere gesamte Gesellschaft hat sich "überfressen" im wörtlichen und im übertragenen Sinn. Wir sind "bekifft" vom Konsum, dabei können wir uns nicht mehr richtig freuen oder dankbar sein. Wir ballern uns mit Äußerlichkeiten zu und dringen dabei nicht mehr zu unserem inneren Kern vor. Dabei werden wir immer unzufriedener, obwohl es uns doch so gut geht. Komische Entwicklung: Wir lenken uns von uns selber ab und verlieren uns dabei. Allerdings merken immer mehr Menschen, dass es so nicht weitergehen kann. Manche suchen ihre spirituelle Seite, essen bewusst anders, engagieren sich im Umweltschutz oder entscheiden sich für ein einfacheres abgespecktes  Leben.
Im Gestell wurde das Brot getrocknet, das man später hart kaute, in Milch aufweichte oder zu Mahlzeiten verarbeitete (Brotsuppe, süße Aufläufe).

Pragser Wildsee

Rund 40 Kilometer von Ahornach, am Tor zu den Dolomiten, liegt der See. Die Schönheit der Natur führt dazu, dass es hier in der Hauptsaison vor Touristen nur so wimmelt. Jetzt im Herbst ist es aber „überschaubar“.

Rein in Taufers – Knuttenalm

Der letzte Ort im Ahrntal Richtung Österreich ist Rein in Taufers. Hier hat es einige schöne Täler und unser Ziel war die Knuttenalm.

Brixen (Bressanone)

In Brixen ist’s schon eindeutig italienischer als im nördlichen Teil Südtirols: das Flair, das südländische Aussehen der Menschen, die Sprache und auch die Temperaturen sind um einige Grade höher.

Kloster Neustift

Das Augustiner Chorherrenstift Neustift gilt als eine der größten Klosteranlagen Tirols und ist bis heute Mittelpunkt von Bildung, Kunst und Weinkultur. Wir waren kurz dort, weil man im Laden sehr leckere Äpfel und andere Spezialitäten kaufen kann. Und in der kleinen Wirtschaft kann man es gut aushalten.

Rein in Taufers – Bachertal

An diesem Tag wollten wir eigentlich nur ein bisschen ebenerdig laufen und vielleicht Rast in einem der Almen machen. Unser Auto parkten wir am Langlaufzentrum und marschierten los. Schon nach 30 Minuten war die letzte Jausenstation erreicht. Das war etwas arg kurz, also entschieden wir uns, hoch zur Furtalm zu laufen. Sind ja nur ca. eine Stunde zu laufen. Die Tour dauerte dann doch länger, weil wir einmal falsch abgebogen sind und wieder zurück mussten. Unterwegs sind uns einige Rehe über den Weg gelaufen und auf der Furtalm war es sehr idyllisch. Alles in allem waren wir fast vier Stunden unterwegs.

Jetzt sind bereits viele Monate nach dem Urlaub vergangen und ich habe vergessen, den Blog abzuschließen und zu veröffentlichen. Gerade überlegen wir, wo wir dieses Jahr im Herbst Urlaub machen. Natürlich in Südtirol, vielleicht an einem anderen Ort …

Selbstbemächtigung = vom vergangenen Augenblick profitieren

Endlich Sonne

Nach einem milden November wurde es im Dezember doch kälter und lange Zeit war der Himmel trüb und verhangen. Das hatte sich auch auf meine Stimmung ausgewirkt. Kaum schien die Sonne, schnappte ich mir Rusty und machte einen langen Spaziergang. Gut, dass ich wasserundurchlässige Schuhe habe, denn die Wiesen sind recht feucht. Rusty war voller Lebensfreude, besonders als ich noch das eine oder andere Äpfelchen warf. Zwischendurch wälzte er sich im Gras und knatterte vor sich hin. Und ehrlich, am liebsten hätte ich es ihm nachgetan. Hab‘ mich aber gerade noch beherrschen können. Auch ohne, dass ich mich auf dem Boden gewälzt habe, tat mir die Natur sehr gut. Ich war rundum zufrieden.

Hab Sonne im Herzen...

Hab Sonne im Herzen,
ob’s stürmt oder schneit,
ob der Himmel voll Wolken,
die Erde voll Streit.

Hab Sonne im Herzen,
dann komme was mag:
das leuchtet voll Licht dir
den dunkelsten Tag!

Hab ein Lied auf den Lippen
mit fröhlichem Klang,
und macht auch des Alltags
Gedränge dich bang
hab ein Lied auf den Lippen,
dann komme was mag:
das hilft dir verwinden
den einsamsten Tag!

Hab ein Wort auch für andre
in Sorg und in Pein
und sag, was dich selber
so frohgemut lässt sein:
Hab ein Lied auf den Lippen,
verlier nie den Mut,
hab Sonne im Herzen,
und alles wird gut!

Cäsar Flaischlen (1864-1920)

Selbstbemächtigung = die Sonne ins Herz lassen

Rückzug

Natur zieht sich zurück - dunkle Zeit, stilles Glück.

Langsam wird es ruhiger: Pflanzen ziehen sich in ihre Wurzeln zurück, Tiere gehen in den Winterschlaf, Vögel fliegen in den Süden … und wir?

Selbstbemächtigung = Rhythmus der Natur leben

Mainpressionen

Am Main im November

Wenn ich es schaffe, gehe ich raus an die frische Luft. Besonders in der dunklen Jahreszeit hilft ein Spaziergang gegen trübe Gedanken, auch wenn die Sonne nicht scheint.

Die Tage war ich unten am Main und habe ein paar Eindrücke gesammelt:

Fluss des Lebens

Wie schön Du bist, Du Fluss des Lebens. 
Ruhig, tief und wild bist Du im Kern des Wesens.

Hier reißt Dein Strudel herunter, da plätscherst Du fröhlich und munter.

Dein Wasser trüb oder klar - in Dir lauert manchmal Gefahr.

Auch nährst Du Tiere und Pflanzen und Menschen am Ufer tanzen.

So tauch' ich ins Wasser und geb' mich dahin - Du Fluss des Lebens erweist mir Gewinn.



Selbstbemächtigung = Leben fließen lassen

Die Bilder sind in Maintal-Dörnigheim entstanden und die Texte entstammen meiner Feder.

Spätherbst-Gedichte

Einfach herrlich! Kennt Ihr das Gefühl, wenn man durch Wiesen und Felder läuft? Ich möchte mich ganz mit der Natur verbinden und habe das Gefühl, mich jetzt auf die Erde legen zu müssen. Mach‘ ich aber nicht. Warum eigentlich?

Blätter rascheln unter meinem Gewicht und Wind fegt frisch in mein Gesicht.

Ein kurzer Sonnenstrahl erhellt des Himmels Blau.
Ich knie mich hin, bin Schöpferin, bin Frau.
Hinter dem Tor ein Garten

Ich kann kaum erwarten

Bis ich die letzten Früchte seh'.

Am kahlen Baum noch rote Beeren, darunter brauner Klee.

In der Luft ein Hauch von Schnee.
Auf der Wiese springen Ziegen fröhlich hin und her.

Leben ist leicht - nicht schwer.
Wege geh'ich gern allein 
im Wind und Regen,
im Sonnenschein.

Gehe meinen Rhythmus
bleibe stehn,
muss mir die Welt ansehn.

Die Fesseln im Kopf, sie reißen entzwei,
egal, was von außen kommt, bin innen doch frei.

Selbstbemächtigung = Leben im Rhythmus

Die Fotos sind in Rodheim entstanden und die Texte in meiner Küche.