Wir entschieden uns zu einem abgespeckten Urlaub in einem sehr einfachen Hotel. Es ist ein Studio mit einer Kochplatte, einem Kühlschrank, einem Schrank, einem winzigen Bad, wo man eng mit dem Duschvorhang verbunden ist und einem kleinen Balkon mit einem schönen Blick Richtung Meer.
Blick von unserem HotelSchöner EingangGleich am ersten Abend boten die Hotelbesitzer ein griechisches Barbeque mit anschließendem Tanz an. Eigentlich waren wir müde und uneigentlich lernten wir viele nette Hotelgäste kennen und tanzten mit. Das war Lebensfreude pur! Übrigens: Griechische Männer tanzen gerne und viel!
Das Hotel ist ein kleiner Familienbetrieb und alle sind super freundlich und bemüht. Das ist total schön. Allerdings sind wir in einer Ballermanngegend gelandet. Glücklicherweise etwas oberhalb der grölenden Masse, hier ist es etwas beschaulicher.
Das leibliche Wohl
Frühstück Vorspeise, hier Tzaziki und Salat mit SchafskäseViel GemüseMit Reis gefüllte Tomaten und eine frisch gefangene DoradeZum Nachtisch wird Obst oder Gebäck gereicht.Uso und griechischer KaffeeUnsere Mahlzeiten gestalten wir recht griechisch: Spätes einfaches Frühstück mit Instantkaffee auf unserem Balkon, gegen 16.00/17.00 Uhr wird warm gegessen und abends gibt’s eine Kleinigkeit oder nichts. Beim Essen schauen wir, wohin die Kreter gehen und hatten bisher immer Glück. Zum Nachtisch bekommt man oft eine kleine Süßigkeit kredenzt und ich liebe den griechischen Kaffee und mein Mann den Ouzo.
Ausflüge
Mit dem Auto klappern wir die Insel ab und ich halte nach schönen Plätzen und mir fremden Pflanzen Ausschau (Blog über die Tabakpflanze: https://monika-rauch.com/2022/07/24/tabak/ )
So trocknen also Tomaten. Leicht überladenes TourischiffTagesausflug nach Elounda, das ist im Nordosten der Insel.
Bei der Hitze gehen wir natürlich gerne an den Strand. Durchschnittstemperatur ist so um die 30°C und das Meer ist glasklar und sauber, also herrlich!
Strandtag am Cheldoni Beach, im Norden der Insel. Hier gibt’s eine Taverne mit super Service, genügend Schatten, Toiletten, eine Dusche, einige Einheimische und viel Ruhe.Der Voulisma Beach im Westen der Insel ist kein Geheimtipp mehr. Er sieht zwar klasse aus, leider war keine Liege weit und breit zu bekommen und der schmale Strand wirkte leicht überfüllt.Einen Ort weiter, in Pachia Ammos, geht es beschaulicher zu: Wenig Touris, hohe Wellen, schöne Tavernen. Hier haben wir fantastisch gespeist.
Selbstbemächtigung = sich an einfachen Dingen erfreuen
Gerne ziehe ich durch die Lande: morgens, wenn die Luft noch frisch und klar ist oder abends, wenn es ruhiger wird und kühler. Ich bin dankbar für den reich gedeckten Tisch, den die Natur bereit hält. Kräuter, Gemüse und Früchte wirken sich auf unsere Gesundheit positiv aus und helfen uns, im seelischen Gleichgewicht zu bleiben.
Goldfelberich/Gilbweiderich wirkt blutstillend. Fingerhut ist stark giftig,Finger weg! (Dessen Extrakt wirkt in geringen Dosen bei Herzschwäche.) Giersch schmeckt gut als Gemüse und hilft bei Entzündungen und Erkältungskrankheiten. Pastinake unterstützt bei Magen-Darm-Beschwerden, Nierenleiden, Unruhezuständen.
Einige wenige klinische Untersuchungen bestätigen die Wirkungen der Heilpflanzen (siehe unten: ESCOP, HMPC, Kommission E). Allerdings werden oft nur einzelne Inhaltsstoffe untersucht, nicht aber die Kombination/das Zusammenspiel derselben. Klinische Forschungen über Heilpflanzen gibt es häufiger im Baltikum, in Russland und im Balkan. Wir in Deutschland tun uns schwerer, unser Heilpflanzenwissen mitForschungen zu vertiefen. Ich vermute, dass bei uns Traditionen im Allgemeinen keinen großen Stellenwert haben. Wir versuchen alles wissenschaftlich zu belegen (was seine Berechtigung hat) und lassen das Leben und dessen Mysterium nicht zu uns durchdringen. Das hat manchmal zur Folge, dass wir unseren Ursprung und unsere Wurzeln, das Wissen unserer Ahnen und somit unsere Entwicklung nicht anerkennen und leben. Manchmal sind wir von unserer Natur/von unserem Inneren abgetrennt und es fehlt was ganz Entscheidendes. Vielleicht schreibe ich darüber einen Extra-Blog.
Rosen – große Liebe https://monika-rauch.com/2022/07/01/rosen/Rotklee, enthält einen höheren Anteil an Phytohormonen als Soja, hilft bei Beschwerden der Menstruation, der Prostata, der Wechseljahre. Apfel hilft bei Durchfall, zur Zahnreinigung gegen Entzündungen und Demenz. „An apple a day keeps the doctor away.“Weißklee hilft bei Erkältungen, Verdauungsproblemen, Kopfschmerzen, Vergiftungen. Kamille beruhigt bei Entzündungen der Haut und der Verdauungsorgane. Süßkirschen können bei Bluthochdruck, Gicht und Demenz hilfreich sein. Der Hundsrose und ihrer Frucht, der Hagebutte, ist sogar ein altes Kinderlied gewidmet: “Ein Männlein steht im Walde”. Sie helfen bei Hauterkrankungen, Erkältungen, Rheuma, Gicht.Lavendel beruhigt, die Ziererbse blüht schön pink, die Wurzel des Alantes wirkt bei Appetitlosigkeit, Bronchitis, Darmentzündung, Gallenbeschwerden, Reizhusten, bei Ekzemen, schlecht heilenden Wunden, gegen Würmer. Hornklee findet Anwendung bei Schlafstörungen, Unruhezuständen, starker Nervosität, Angst, Herzschwäche, Hautentzündungen, Krämpfen. Die Kugeldistel sieht schön aus und ist eine Bienenweide. Sie kann bei Nieren- und Leberleiden helfen. Das rote Mädesüß ist mit unserem Mädesüß verwandt und kommt aus Amerika. Es wächst bei mir als Zierstaude im Garten.Obstsorten: Brombeere Die Frucht ist gut bei Verdauungsbeschwerden, Hämorrhoiden, Zahnfleischentzündungen; die Blätter wirken bei Durchfall. Himbeeren haben einen hohen Gehalt an Vitamin C und helfen bei Durchfall und Entzündungen des Magen-Darm-Traktes und einem geschwächten Immunsystem. Holunder im Garten ersetzt den Apotheker, er hilft bei Erkältungen, Entzündungen, Eisenmangel, Nieren-/Blasenproblemen, Stress,Hautinfektionen, Insektenstichen, Geschwüren Pflaume (übrigens: Mirabellen, Renekloden, Zwetschgen sind Kreuzungen der Pflaume) unterstützt den Körper bei Erkältungen, Entzündungen, Eisenmangel, Nieren-/Blasenproblemen, Stress, Hautinfektionen, Insektenstichen, Geschwüren. Traube hilft bei Gicht-, Rheuma- und Arthroseschmerzen, sie unterstützt die Gewichtsreduktion und schmeckt lecker.„Nasse Füße“ Diese Pflanzen wachsen gern in der Nähe zu Gewässern. Mädesüß hat eine starke Heilwirkung. Man nennt es auch Wiesen-Aspirin. https://monika-rauch.com/2022/07/03/maedesuess/ Fast nur heilsame Pflanzen: Fingerkraut wirkt bei Durchfall, Regelschmerzen, Entzündungen. Die kleine Braunelle ist stark antiviral, daher gut bei Herpes. Sumpfschachtelhalm ist für Tiere giftig und sollte nicht mit dem heilsamen Ackerschachtelhalm verwechselt werden. Johanniskraut ist ein starkes Mittel bei depressiven Verstimmungen und wirkt hautberuhigend bei Sonnenbrand und Mückenstichen. Die wilde Karde soll bei Hautkrankheiten, Magen-Darm-Beschwerden, Borreliose helfen. Letzteres ist umstritten. Odermennig ist gut bei Durchfall und Hautkrankheiten.
Was ist die ESCOP, HMPC und die Kommission E? Um hier eine Hilfestellung zu geben, verfassen verschiedene Institutionen Monographien. In den Monographien der ESCOP, HMPC und der Kommission E werden alle Informationen zu Studien, Tagesdosierung sowie Nebenwirkungen zusammengefasst.
Disclaimer Die beschriebenen Heilwirkungen beruhen auf Überlieferungen, sowie eigenen Erfahrungen und werden seit Jahrhunderten so angewendet. Bei schweren Symptomen/Krankheitsverläufen bitte einen Arzt konsultieren! Hilfreich ist oft eine Kombination aus einer schulmedizinischen Behandlung und einer phytotherapeutischen.
Selbstbemächtigung = Heilung durch die Natur erfahren
Ein Tagesausflug führte uns dieses Mal nach Rheinland-Pfalz in das Freilichtmuseum Bad Sobernheim. Nachdem wir den Eintritt gezahlt hatten, waren wir ca. 3 Stunden unterwegs und haben längst nicht alles gesehen. Der Eintritt ist übrigens für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei. Mehr Infos auf der Website des Museums: https://www.freilichtmuseum-rlp.de/
Ein kleiner Kräutergarten und viele Gemüse- und Blumenbeete, die neben den Häusern und Gehöften angelegt sindAußenansichtenGefährteBackhausFeuerholzSchreinerei WebstuhlFriseurKaufmannsladenNeueres Gefährt PostUniformenWeinkellerStilles ÖrtchenHandwerk und ArbeitVom Teich zur WassermühleEssenszubereitungDie gute StubeSchlafenKapelleTanz- und TrausaalGaststubeWohnen und Leben
Unterwegs gibt es einige Möglichkeiten zum Einkehren und für Kinder gibt es mindestens einen Spielplatz. Unser Fazit: Ein liebevoll gestaltetes Museum mit Liebe zum Detail, eingebettet in hügeliger Landschaft. Eine klare Empfehlung wenn man in der Nähe ist.
Selbstbemächtigung = sich für die Geschichte unserer Vorfahren interessieren
Meistens habe ich nach der Arbeit nur noch das Bedürfnis, mich auszuruhen. So auch an diesem Abend. Da ich aber länger nicht in Rodheim war, habe ich mich überwunden und bin zu meiner Mutter gefahren. Nach einem Kaffee war ich wieder fit und habe mir Rusty geschnappt:
„Ich freue mich soo. Ich liebe es, auf weichem Boden zu laufen!“Streuobstwiesen WegeRusty wartet geduldig auf mich und schnuppert derweil.AbendhimmelEin Kirschbaum mitten im FeldEin paar Kirschen müssen getestet werden.Habt ihr schon mal einen Baum umarmt und dessen Kraft gespürt? Dieser Baum lud mich ein.Die Früchte sind schon gut ausgebildet.
Es hat sich gelohnt, dass ichgefahren bin. Nach dem Laufen war ich geerdet und der Hund glücklich. Als ich zurückkam, wurde ich bekocht und eine Runde Skibbo haben wir auch noch gespielt. Ein schöner Feierabend!
Alte Stadtansicht und Buchpresse (übrigens ist die Mechanik der Buchpresse die gleiche wie bei einer Weinpresse)
Im hessischen Rheingau liegt das hübsche Städtchen Eltville, das auf alle Fälle eine Reise wert ist. Es war Ziel unseres Betriebsausfluges und wir hatten dort eine gute Zeit. Wir buchten eine Führung durch die Kurfürstliche Burg und erfuhren:
Die Burg wird gerne für Trauungen und Empfänge gebucht. Stadtansichten von der Burg aus. Eltville kennzeichnet, dass weder Durchfahrtsstraße noch Bahnlinie die Stadt vom Rhein trennt.
Der Name Eltville stammt aus dem Lateinischen von „Alta Villa“ = Hoher Hof, höher gelegene Stadt.
Eltville, Gutenbergstadt – hier hatte Johannes Gensfleisch, der sich später Gutenberg nannte, elterliche Wurzeln und verweilte dort einige Zeit seines Lebens. Johannes Gutenberg ist der Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern und hat somit eines der ersten „schnellen Medien“ erschaffen. Hauptsächlich hat er im nahegelegenen Mainz gewirkt, doch in Eltville wurde der Buchdruck von einem seiner Schüler vorangetrieben. Davon erzählt auch die Ausstellung in der Burg.
Eltville, Rosenstadt – während des 30jährigen Krieges 1635 wurde die eigentliche Burg durch die Schweden zerstört. Die Burg wurde im Laufe der Jahre teilweise aufgebaut und restauriert und der Burggrabenen zu einem Garten umgestaltet. Dabei stellte man fest, dass das milde Klima Rosen wunderbar gedeihen ließ – manche Kletterrose wuchs über das dreifache ihrer normalen Wuchshöhe hinaus. 1871 gründete Carl Schmitt in Eltville eine Rosenschule. Seit 1988 gehört Eltville zu dem erlesenen Kreis der Deutschen Rosenstädte und Rosendörfer. Hier prägen Rosen das Stadt- und Landschaftsbild. Jedes Jahr Anfang Juni gibt es Veranstaltungen zum Thema Rosen in Eltville.
Eltville, Weinstadt – Im Rheingau beschert das milde Klima und der Lößboden die Möglichkeit, hervorragende Weine herzustellen. So auch in Eltville. Hier ist die größte deutsche Wein- und Sektkelterei, vormals M&M, jetzt Rotkäppchen-Mumm, ansässig. Hier kann man Führungen und Verkostungen buchen.
Der Burggraben
Wir erfuhren noch viel mehr, was Ihr in verschiedenen Internet-Plattformen nachlesen könnt. Die Hitze ließ uns „dürsten“ – deshalb ging es anschließend in ein gut ausgesuchtes Lokal zum Mittagessen (und -trinken).
Der Riesling ist der klassische Anbau-Wein im Rheingau und in Rheinhessen.
Mit dem Restaurant „Altes Holztor Trattoria Da Pino“ traf unsere Kollegin eine gute Wahl: Wir saßen draußen regen- und windgeschützt, das Essen war lecker und für jeden war etwas dabei, die Preise moderat und die Bedienung sehr freundlich. Einige unserer Kollegen mussten anschließend nach Hause, eine kleine Auswahl blieb und schaute sich noch das Rheinufer an. Bevor es mit der Bahn zurück ging, teilten wir uns zu fünft eine Flasche wunderbaren Rieslings.
Das mit der Bahnfahrt ist nochmal ein anderes Kapitel: Normalerweise braucht man von Maintal via Frankfurt nach Eltville 1,5 Stunden. Bedingt durch Sturmschäden, einem Zugunglück und den daraus resultierenden Umleitungen waren wir auf der Hinfahrt gute 2 Stunden und auf der Rückfahrt knappe 3 Stunden unterwegs. Das hat unserer Stimmung keinen Abbruch getan, wir hatten gute Gespräche und viel gelacht. Unser Betriebsausflug war einfach schön und es kam bestimmt nicht zu einem Saufgelage. Es hat eher die Gemeinschaft gestärkt.
Zum Thema Betriebssausflüge habe ich folgendes gefunden:
„Betriebsausflüge haben einen tieferen Sinn. Nicht nur stärken sie das Verhältnis der Mitarbeitenden zum Unternehmen, auch das Verhältnis der Mitarbeitenden untereinander kann durch Betriebsausflüge verbessert werden. Ist das Arbeitsklima bereits auf einem hohen Niveau, können Betriebsausflüge dabei helfen, die Interaktion der Teammitglieder untereinander auf eine neue Ebene zu bringen. Denn wer sich gut kennt, spielt sich auch im Arbeitsalltag besser in die Hände und optimiert damit den Workflow. Wer den Workflow optimiert, arbeitet effizienter und bringt in letzter Konsequenz dem Unternehmen wirtschaftlichen Erfolg.“
Eine Woche Urlaub im Mai, aber wohin? Wir haben uns für eine Tour mit unserem Youngtimer entschieden. Als grobes Ziel war die Deutsche Alpenstraße anvisiert. Das ist hauptsächlich die B308, die von Lindau am Bodensee bis in die Gegend von Salzburg führt. Wir sind zunächst über Dieburg/Hessen durch den Odenwald am Neckar entlang gefahren – das ist eine sehr idyllische Strecke. Im Stuttgarter Raum wurde es hektisch, eine Stadt nach der anderen, viele Baustellen und krasse Tempolimits (Baden-Württemberg). Irgendwann fuhren wir genervt auf die A81 bis zur Ausfahrt Engen. Von dort haben wir den Aachtopf besucht.
Der Aachtopf
Deutschlands größte Quelle: Hier entspringt die Aach, die in den Bodensee mündet. Allerdings ist das meiste Wasser von der Donau geklaut. Einige Kilometer weiter verschwindet Wasser der Donau im vulkanischen Gestein und kommt im Aachtopf wieder zum Vorschein.
Überlingen am Bodensee
2021 fand die Landesgartenschau in Überlingen statt, also braucht man gar nicht zur Insel Mainau fahren, der Botanische Garten tut’s auch. Wir fanden ein Hotel mit Blick auf den Bodensee. Weil sich das Wetter verschlechtern sollte, buchten wir das Zimmer für einige Tage, als Zuflucht sozusagen. Das Hotel Schäpfle können wir nur empfehlen: schöne Zimmer, regionale Küche und sehr aufmerksames Personal.
St.-Nikolaus-Münster
Was für ein Prunk! Eigentlich sollte ein Tempel/eine Kirche ein Rückzugsort für Gebet und Meditation sein. Ein imposantes Zeitzeugnis ist es allemal.
Bauernmarkt in Überlingen
Samstags ist Marktag rund um den Münster: Landwirtschaftliche Produkte aus der Region und einige Fressbuden treffen auf malerischen Hintergrund.
Pfahlbauten Unteruhldingen
Das Pfahlbaumuseum und ein angeschlossenes Forschungsinstitut werden von einem ambitionierten Verein seit 1922 betrieben. Viele Phalbau-Fundstellen befinden sich rund um den Bodensee unter Wasser oder im feuchten Moor und sind somit schwer zugänglich. Daher hat es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, diese Kulturgüter durch Ausstellungen von Originalfunden, Rekonstruktionen und Informationstafeln sichtbar zu machen. Archäologische Funde und Nachbauten von Pfahlhäusern aus der Stein- und Bronzezeit werden hier eindrücklich präsentiert.
Von Lindau nach Immenstadt
Das gute Wetter wollte genutzt werden: Zunächst quälten wir uns die dichtbefahrene B31 von Überlingen nach Lindau. Und dann wurde es schön: Wir fuhren die Alpenstraße mit kleinen Abweichungen über den Oberjochpass, einem kleinen Stück in Österreich. In Immenstadt machten wir eine Rast und vertraten uns die Füße. Danach ging es wieder zurück. Die Strecke ist wunderschön und gut ausgebaut.
Kreuz und quer bis ins Ötztal
Wir klapperten einige kleine Pässe ab und landeten schließlich im Ötztal in einem Explorer-Hotel. Das sind sehr minimalistisch eingerichtete Hotels mit frischem Flair und einem einem moderaten Preis-Leistungs-Verhältnis. Uns hat’s sehr gut gefallen, obwohl wir als Dinos den Altersschnitt leicht angehoben haben. Unser treues GefährtPässe, das Hotel und mein persönlicher Fahrer. Schaut mal auf die Benzinpreise, sie sind 30 bis 40 % günstiger als in Deutschland.
Über den Kühtaisattel zurück ins Allgäu
Idyllische Landschaften wechseln sich mit tristen kahlgefahrenen Skiorten ab. Im Winter ist’s bestimmt schön hier, wenn der Schnee alles bedeckt.Schnee auf 2017 HöhenmeternAm Walchensee vorbei in die Jachenau
Dieser See hat uns total überrascht mit seinem karibischen Blau! Hier möchte ich mal länger hin, wenn es warm ist. So denken wohl viele, denn in der Saison ist die Jachenstraße mautpflichtig und es hat unzählige gebührenpflichtige Parkplätze. Trotzdem, dieses Wasser möchte ich unbedingt beschwimmen! Auch die Jachenau ist wunderschön: Eine schmale Landstraße, mit saftig grünen Wiesen, dem Flüsschen Jachen und wenigen kleinen Dörfern. Rausgekommen sind wir in Bad Tölz, das auch einen Besuch wert ist. Wir sind aber weitergefahren, da wir ein anderes Ziel hatten.Saftige WiesenMurnau ist eine bayrische Kleinstadt am Staffelsee. Hier fanden wir in einer kleinen Pension Quartier.Alpenländische Kulinarik,: Deftiges Essen (hier Spinatpressknödel mit Sauerkraut) und natürlich Bier. In Murnau gibt es das ortsansässige Griesbräu.😋Über kleine Landstraßen Richtung Autobahn
Unser Urlaub hat nur sechs Tage gedauert, wir haben viel gesehen und konnten meist offen fahren, trotz Regenvorhersagen. Wir hatten eine Menge Spaß, weil wir uns auf kleine Abenteuer einlassen konnten: Fremdes Terrain erkunden, Hotels suchen, offen fahren, lustige Tagebücher drehen (wird noch verlinkt), verschiedene Biere kosten … Es war schön, einfach das zu tun, was uns gerade in den Sinn kam. Wir sind langsam durch die Lande gefahren, natürlich nicht als Verkehrshindernis. Die Sonne schien fast immer und wir waren gut druff. Ein schöner Urlaub!
Bei meinem letzten Spaziergang habe ich ein paar Kräutlein gefunden, die ich Euch zeigen möchte:
Giersch (Aegopodium podagraria)
„Drei, drei, drei – bist beim Giersch dabei.“ Alte Regel, welche bedeutet, dass man den Giersch aufgrund seines dreieckigen Stängels und den drei mal drei angeordneten Blättern bestimmen kann. Der Giersch ist ein Doldenblütler, den man mit anderen giftigen Vertretern verwechseln kann. Da hilft die Regel enorm.
Gut ernten kann man ihn im Frühjahr und Frühsommer. Man verwendet ihn als Salatbeigabe ähnlich wie Petersilie oder man dünstet ihn wie Spinat, stellt ein Pesto her oder bereitet damit ein Smothie zu. Wer Giersch im Garten hat, freut sich nicht wirklich: Durch seine unterirdischen Wurzelaustriebe kann er schnell wuchern. Da hilft nur eines: aufessen, als Tee trocknen oder eine Jauche für den Garten herstellen und damit andere Schädlinge vertreiben oder als Dünger verwenden.
Inhaltsstoffe: Giersch ist sozusagen ein Superfood – er enthält eine hohe Konzentration an Vitamin C, Kalium und Eisen, sowie anderen Vitaminen und Mineralien. Als sekundäre Pflanzenstoffe enthält er u.a. ätherische Öle und Flavonoide. Anwendung: Giersch regt den Stoffwechsel an, entgiftet, entwässert, und entsäuert. Der Giersch kommt zum Einsatz, wenn „das Zipperlein plagt“, also bei Rheuma, Arthritis und Arthrose. Und er hilft auch bei einer Entwurmung, bei Erkältungen, Zahnweh, Verspannungen.
Taubnesseln (Lamium)
Taubnesseln gibt es in den verschiedenen Sorten (Goldnessel, Bastard-Taubnesseln, weiße und purpurfarbene Taubnesseln). Jede hat ähnliche Wirkungen. Taubnesseln sind nicht mit der Brennnessel verwandt. Sie sind ungiftig.
Inhaltsstoffe: Vitamine B + C, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Kalium, Kieselsäure, Zink. Anwendung: Frauenleiden als „Kraut der lächelnden Mutter“ (reguliert Menstruation und Weißfluss), Blutungen, Hämorrhoiden, Blasenentzündung, Husten, Halsweh, Verdauungsstörungen – innerlich + äußerlich. Wirkweise: astringierend, auswurffördernd, schleimlösend, abschwellend, entzündungshemmend, blutreinigend, blutstillend
Brennnessel (Urtica)
Die Brennnessel brennt dank ihrer Brennhaare. Die Signaturenlehre lehrt, dass Eigenschaften und Aussehen einer Pflanze Ähnliches heilen können. Wenn’s brennt (wie z.B. bei einer Blasenentzündung, oder einem Rheumaschub), kann sie Linderung verschaffen.
Inhaltsstoffe: Flavonoide, Kalium, Caffeoyläpfelsäure, ungesättigte Fettsäuren Anwendung: bei Nieren- und Blasenproblemen, Hauterkrankungen, Nesselsucht, Rheuma, Arthrose, Arthritis, Darmbeschwerden, Schuppen, fettiger Kopfhaut. Auf der psychischen Ebene wirkt sie wie ein Antidepressivum, da sie das Durchsetzungsvermögen stärkt (Signaturenlehre: Die Pflanze setzt auch gerne durch). Wirkweise: entzündungshemmend, blutstillend, blutreinigend, stoffwechselanregend, stuhlfördernd, auswurffördernd, schleimlösend.
Bin noch am überlegen, ob ich sie trocknen oder direkt als Salat weiter verarbeiten soll.
Selbstbemächtigung = Geschenke der Natur sehen, verstehen und annehmen
Wir starteten in Kobern-Gondorf bei Koblenz und fuhren flußaufwärts der Mosel entlang. Hübsche Fachwerk-Dörfer, Touri-Weinstädtchen, steile Weinhänge und viele Burgruinen bestimmen die Landschaft.
„Der Name „Mosel“ entstand aus dem lateinischen Wort „Mosella“, ursprünglich keltisch „Mosea“; er bedeutet „der kleinere Fluss östlich der Maas“. Die Mosel entspringt am Col de Bussang in den Vogesen 735 m über dem Meer. Sie ist der größte Nebenfluss des Rheins, in den sie nach einem Lauf von 544 km bei Koblenz (NN + 59 m) mündet.“ [Quelle: wasser.rlp-umwelt.de]
Kobern-Gondorf
Der Tatzlwurm ist ein Fabeltier, das als kleiner Verwandter der Drachen und Lindwürmer gilt.
Burg Eltz
Die Höhenburg aus dem 12. Jahrhundert liegt auf 129 m über NHN im Tal der Elz, einem linken Nebenfluss der Mosel, in der Gemeinde Wierschem.
Fluss ElzAuf Fels gebaut
Der Abstecher nach Wierschem und der halbstündige Fußmarsch vom Parkplatz aus lohnten sich: Eine echte Burg wie aus den schönsten Ritterbüchern! Leider sind die Burgtore im März noch verschlossen. Wir werden wieder kommen, keine Frage.
Cochem
Das erste, was man sieht, wenn man in Cochem reinkommt, ist die trutzige Burg. Und ich habe kein Foto gemacht. Cochem ist Kreisstadt und der größte Ort des rheinland-pfälzischen Landkreises Cochem-Zell. Hier wird für Touristen einiges geboten: Schifffahrten auf der Mosel, eine Bimmelbahn durch den Ort, die Burg, etliche Läden mit Tünnef, Weinverkauf, Hotels und Schunkelkneipen. Es hat aber auch lauschige Stellen, und gute Restaurants. Uns hat’s gefallen.
Nach dem Stadtbesuch fuhren wir noch ein Weilchen an der Mosel entlang und sind bei Bernkastel-Kues in Richtung Heimat abgebogen.
Es war ein schöner Tag, den wir abends bei unserer „Lieblings-Italienerin“ gemütlich abschlossen.
Einige zarte und junge Blättchen der Wildkräuter kann man bereits im Januar in den Speiseplan mit einbauen. Besonders gut geht das mit der Vogelmiere, sie duftet frisch und schmeckt sehr fein. Die anderen Kräutlein dosiere ich eher sparsam, sie haben eine leicht bittere Note, was ja gut für Leber und Galle ist.
Für das Wildkräuter-Pesto schreddere ich zunächst Mandeln, Haselnüsse mit Olivenöl. Dann kommen Knoblauch, Kräuter, Hartkäse und etwas Salz hinzu – mixen und fertig. Zum Aufbewahren gibt man das Pesto in ein Schraubglas, oben muss eine Schicht Öl schwimmen, das schützt vor Schimmel. Das Pesto schmeckt sehr lecker zu Nudeln und Reis. Es passt auch gut als Marinade für Fisch und Fleisch. 😋Die Butter wird mit Vogelmiere, Knoblauch, einer kleinen Menge der anderen Kräuter und Salz verknetet. Kräuterbutter passt gut zu frischem (warmem) Brot, Kartoffeln, Grillgemüse, Fisch, Fleisch.
Bitte achtet darauf, beim Sammeln von Wildkräutern nur das zu nehmen, was Ihr zu 100 % kennt. Bitte nicht auf Vermutung sammeln oder verarbeiten. Es gibt viele eßbare Kräuter, oder welche, die man zur Heilunterstützung verwenden kann. Und im Gegensatz dazu gibt es die Giftpflanzen, die man auch kennen sollte. Wie im echten Leben überall, gilt es, verantwortungsvoll mit Pflanzen umzugehen.