Einfach loslaufen

Wanderung von Bergen-Enkheim über den Berger Hang nach Maintal-Bischofsheim, Hochstädter Hartig, bis nach Dörnigheim

Wir (mein Mann und ich) haben beschlossen,  unsere Deutschland- bzw. RMV-Tickets intensiver zu nutzen. Also blieb das Auto zuhause und wir fuhren mit den „Öffentlichen“ von Maintal-Dörnigheim nach Bergen-Enkheim Ost und wanderten von dort zurück nach Hause.

Entlang am Hang

Pflanzen

An Bischofsheim vorbei in Richtung Hochstadt

Auf der Hartig

Die meiste Zeit über liefen wir durch die Natur im hellen Sonnenschein. Als wir zuhause waren, taten die Füße zwar etwas weh, aber wir waren hoch zufrieden.

Das Mittagsschläfchen zog sich dann doch bis zum Abend. Schön war’s! Danach gab’s den ersten Tee mit Haselkätzchen:

Inhaltsstoffe von Haselkätzchen sind: Flavonoide – Diese sekundären Pflanzenstoffe wirken antioxidativ und können positive Effekte auf die Gesundheit haben. Tannine – Gerbstoffe, die für einen leicht bitteren Geschmack sorgen und in unterschiedlichen Konzentrationen vorkommen.
Ätherische Öle – Sie sind in geringen Mengen vorhanden und verleihen den Haselkätzchen ihr Aroma.
Vitamine und Mineralstoffe – Enthalten sind kleine Mengen an Vitaminen wie Vitamin C sowie Mineralstoffe wie Kalium und Kalzium.

Es war ein guter Tag, obwohl wir nur die Wanderschuhe anzogen, Wasser und Bananen einpackten und loszogen. Es war ganz einfach: Die Sonne beleuchtete die Natur, wir bewegten uns und waren ein Teil von ihr.

Sonne, Bewegung und Natur bewirken viel:

  • Stresslevel sinkt und sorgt für Entspannung.
  • Stärkung des Immunsystems
  • Guter Schlaf
  • Laune verbessert sich
  • Depressionen lindern  sich
  • Stärkung des Gedächtnisses, der Konzentration und der Orientierung
  • Muskeln werden aufgebaut und Knochen gestärkt.
  • Glückshormone fließen

Selbstbemächtigung = einfach sein

Ich befehle meine Wege

Mein letzter Beitrag ist schon etwas her. Heute war ich auch in der grünen Mitte unterwegs. Und schaut doch mal wie sich das Licht verändert!  Obwohl ich im Dezember zu einer ähnlichen Zeit unterwegs war,  ist es heuer viel heller.

Infos über die Grüne Mitte findet Ihr auch hier: https://monika-rauch.com/2024/12/08/ab-durch-die-gruene-mitte-2/

Wenn ich die Bilder anschaue – und sie wirken  in mir nach –  muss ich an ein Lied aus dem evangelischen Gesangbuch denken:

Befiehl du deine Wege
und was dein Herze kränkt
der allertreusten Pflege
des, der den Himmel lenkt.
Der Wolken, Luft und Winden
gibt Wege, Lauf und Bahn
der wird auch Wege finden,
da dein Fuß gehen kann.

Paul Gerhard um 1650

Ich gehe meiner Wege und werde ruhiger, besonders wenn ich draußen bin. Es klären sich die Gedanken, ich nehme die Schwingung der Natur in mich auf und vertraue darauf: Das, was mir gerade Sorgen bereitet, wird sich klären.

So gehe ich zuversichtlich in die neue Woche mit der Februarsonne im Herzen und der Gewissheit: Alles ist gut so wie es gerade ist.

Selbstbemächtigung

Ab durch die (grüne) Mitte

Ein Spaziergang in der Wintersonne

Ich musste einfach raus,  hatte einen regelrechten Lufthunger. Kennt Ihr das auch?

Was ist die Grüne Mitte?
Die Grüne Mitte ist ein etwa zwei Quadratkilometer großes Gebiet, das zwischen den Stadtteilen Bischofsheim, Dörnigheim und Hochstadt liegt.

Die Grüne Mitte hat eine wichtige Funktion als Naherholungs- und Freizeitgebiet für die Stadtteile. Sie ist aber auch durch ihre Wegstruktur eine attraktive Verbindung für Radfahrerinnen und Radfahrern und zu Fuß um in die anderen Stadtteile zu gelangen. Die Landwirtschaft nutzt viele Flächen als Weideland oder mäht die Wiesen als Grünfutter. Das Gebiet zeichnet sich durch eine attraktive, abwechslungsreiche Landschaft aus. Es befinden sich dort Streuobstwiesen, eine Flugsanddüne, Feuchtgrünland, Seen, Bachläufe und vieles mehr, außerdem ist sie ist ein Rückzugsgebiet für Vögel und andere Tiere und es wachsen dort seltene Pflanzen.

Quelle: http://www.maintal.de

Schaut selbst:

Nach der Runde fuhr ich nach Hause  und legte mich gleich ins Bett – ein Sonntag eben.

Euch wünsche ich einen guten Start in den nächsten Tag oder die nächste Woche oder das nächste Projekt oder so!

Selbstbemächtigung =  draußen sein

Beim Spanier in Hanau

Wir gehen gerne zum „Cedo“. Dort gibt es leckeres Essen und man fühlt sich wie im Spanienurlaub.

Rotwein & Tapas, z.B. Aioli, Oliven, gebratene Paprika

1971 wurde in Hanau das „Centro Espanol Demokratico Obrero“, kurz „Cedo“, gegründet – der spanische Arbeiterverein, dessen Vereinslokal als der „Spanier“ schlechthin gilt – bis heute. Das Lokal war und ist Kult. Seit der Gründung wurde am Erscheinungsbild und bei der Speisekarte wenig verändert. Es ist rustikal dort mit einfachem, leckerem Essen, ohne Schnickschnack und mit netten Menschen.

1971 regierte der Diktator Franco. Die spanischen Arbeiter, die hierher als Gastarbeiter kamen, nutzten die demokratischen Freiheiten und organisierten sich in Vereinen, die teilweise politisch orientiert waren.

Heute steht Cedo für die spanische Kultur in Hanau. https://www.cedo-hu.de/asociaci%C3%B3n-verein

Selbstbemächtigung = sich informieren und den Hintergrund (=Geschichte/n) erforschen

Gemüsebrühe aus Gemüseabfällen

Als ich mein Gemüsechilie zubereitete, ist einiges an Gemüseabfällen angefallen. Diese habe ich gewaschen, grob zerkleinert und mit je einem Büschel Bohnenkraut und Isop, Salz, Muskatnuss und etwas Sonnenblumenöl gewürzt. Dann ließ ich alles für gut eine Stunde köcheln, siebte und füllte es ab. Eine Flasche steht im Kühlschrank und ist einige Tage haltbar. Die Gläser mit Brühe habe ich eingefroren.

Gemüseabfälle aus: Mangoldblättern, Isop, Bohnenkraut, Schalen, Grünes und Strünke von Karotten und Sellerie, Lauchzwiebeln, Porree, weichen Tomaten, Knoblauch, Zwiebeln, Paprikaresten … ergeben einen aromatischen Sud. Damit habe ich z.B. Bulgur gekocht. Nach dem Kochen wandert das ausgekochte Gemüse in den Kompost.

In unserer Sommerküche lebt es sich natürlicher als in der normalen Küche im Haus. Einiges vom Gemüse kommt direkt aus dem Garten, die meisten organischen Abfälle landen im Kompost und das Waschwasser wird in die Blumenkübel gegossen. Insgesamt produzieren wir ungefähr 1/3 des sonstigen Mülls. Das ist schon ein guter Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Und wir sind kreativer beim Kochen, so entstand die Idee, die Gemüseabfälle sinnvoll zu verwerten, nämlich als Gemüsebrühe.

Selbstbemächtigung = nachhaltig wirtschaften

Hexenküche: Bratlinge

Schnell gemacht mit natürlichen Zutaten

Zutaten: Kidneybohnen, Haferflocken, Lupinenschrot, Zwiebeln, Knoblauch, Petersilie (oder andere Kräuter), (Ei), Senf, Salz, Pfeffer, Paprika – verkneten, formen und in Olivenöl ausgebacken. Bei den Zutaten und Mengen kann man seiner Phantasie freien Lauf lassen. Saftig und lecker!

Ich liebe es, mit Lebensmitteln zu experimentieren. Es kommen zwar weder Spinnenbeine noch Krötengift ins Essen, doch solche gefährlichen Lebensmittel wie Kräuter und Gemüse sind durchaus dabei. Meine Männer beäugen mein Kochen schon etwas misstrauisch, aber meistens schmeckt’s ihnen dann doch. Manchmal gibt’s auch Schelte, naja nicht alles gelingt immer.

Ich gebe es zu: Ich mag gerne Fleisch essen. Ich weiß aber, dass es nicht überlebenswichtig ist und dass Umwelt und Tiere wegen des übertriebenen Konsums in den Industrieländern leiden. Wir sind direkt mit Fleisch gemästet worden und haben uns, wie in anderen Lebensbereichen auch, abhängig gemacht. Glücklicherweise setzt gerade eine Trendwende ein, die zu einem bewussteren Konsum oder Verzicht führt. Ich finde es gar nicht so leicht, auf fleischlos umzusteigen und hoffe, dass ich so nach und nach meine „Sucht“ überwinde. Die Klopse kommen schon mal gut an, auch bei meinen Männern.

Selbstbemächtigung = sich bewusst gesund ernähren

Fermentiertes Rotkraut

Fementation – eine alte Methode, mit Hilfe von Milchsäurebakterien, Lebensmittel haltbar zu machen.

Wir kennen die Fermentation aus vielen Bereichen: Joghurt und Käse, Sauerteig, Sauerkraut, Essig, Alkohol … Das alles sind Lebensmittel, die sich durch Milchsärebakterien verändern und dadurch länger haltbar sind. Die Milchsäurebakterien befinden sich in der Luft oder „sitzen“ bereits auf/in den Lebensmitteln. Durch günstige Lebensbedingungen, wie z.B. Salz, Zucker, Wärme, Kälte vermehren die sich rasch und tun ihr Werk.

Fermentiertes ist gesund, weil durch das Verfahren Vitamine erhalten bleiben und die Speisen leichter verdaulich sind, was mit dem sauren Milieu zu tun hat.

Hier habe ich Rotkraut gesalzen und gestampft, so dass Zellwasser austreten konnte. Das Gemüse muss vollständig mit Salzlake bedeckt sein, damit nichts schimmelt. Daher halte ich das Gemüse mit einem Glasgewicht unten. Jetzt gärt es für eine Woche bei Zimmertemperatur, später wird es kühl gestellt.

Wann ist das eingelgte Gemüse fertig? Der Umwandlungsprozess dauert ungefähr 10 bis 20 Tage. Je länger es aufbewahrt wird, umso mehr säuert es nach. Nach einiger Zeit ist aber der Gärungsprozess abgeschlossen. Verzehrfertig ist das Gemüse, sobald es uns schmeckt! Das kann nach einigen Tagen oder nach Wochen der Fall sein. Je länger der Prozess dauert, umso weicher und verdaulicher wird die Rohkost.

Zubereitung von fermentiertem Gemüse: Damit die wertvollen Inhaltsstoffe und die Milchsäurebakterien erhalten bleiben, ist es ratsam, das Gemüse kalt zu essen oder nur leicht zu erwärmen. Es gibt allerdings Gemüse, das erhitzt werden muss, weil es roh leicht giftig ist – dazu zählen Bohnen (!) und evtl. Auberginen. Es passt gut zu allen Mahlzeiten, wo eine leichte Säure erwünscht ist. Z.B. zu Gegrilltem, in Suppen oder im Salat. Bei dem Rotkohl kann man z.B. einen Salat zubereiten aus je einem Teil rohem und fermentiertem Gemüse.

Haltbarkeit: Je nach Gemüseart ist Fermentiertes mindestens ein halbes Jahr genießbar, meistens aber wesentlich länger.

Dies ist mein erster Versuch!

Selbstbemächtigung = von unseren Vorfahren lernen

Wunderbares Hagebuttenöl

Hagebutten sind die (Schein-)Früchte aller Rosenarten. Am gehaltsvollsten sind die Früchte der Wildrose (Hundsrose), die als Hecken Felder und Gärten begrenzen oder an Waldrändern auftreten.

Schalen und Kerne der Hagebutten beinhalten viel Vitamin C sowie andere Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Durch ihre besondere Zusammensetzung ist die Hagebutte bei Arthrose und Rheuma und bei Hauterkrankungen wie z.B. bei Neurodermitis und bei Narben wirksam. Die Frucht wirkt innerlich und äußerlich angewendet.

Dieses Jahr gab es eine reiche Ernte an Hagebutten. Einen Teil davon trocknete ich für Pulver oder Tee (siehe Blog: https://monika-rauch.com/2021/12/30/puelverchen/). Einen anderen Teil verarbeitete ich frisch zu Öl und Salbe.

Ölherstellung

1. Die gesäuberten Hagebutten im Mixer mit Mandelöl (oder einem anderen hochwertigen Öl) pürieren. Möglichst auch die Kerne zerkleinern. Darauf achten, dass das Öl nicht heißläuft. 2. Die Masse im Topf erwärmen bei ca. 70°C (nicht frittieren!). Für ca. 1 Stunde und ggf. einem Tag abgedeckt ausziehen lassen. 3. Abfiltern Mit einem Metallsieb das Grobe und anschließend nochmals durch ein Baumwolltuch fein abfiltern. Das Baumwolltuch nutzen, um das gesamte Öl auszupressen. 4. Das Öl in dunkle Flaschen füllen, die Haltbarkeit kann mit einigen Tropfen Vitamin E-Öl verlängert werden.

Salbenherstellung

Das Hagebuttenöl erwärmen, Bienenwachs und etwas Sheabutter einrühren. Als Faustformel gilt: etwas ein Zehntel bis ein Fünfzehntel der Flüssigkeit an Bienenwachs plus 1 – 2 Teelöffel Sheabutter. D.h. bei 100ml Öl, sollte man 10 bis 15 g Bienenwachs verwenden.
Dann in Behälter einfüllen und für den Duft einige Tropfen ätherisches Öl einrühren. Ich wählte „Rose“, weil die Hagebutte die Frucht der Rose ist.

Was bei pflanzlichen Ölen unbedingt beachtet werden soll

Die Verschlüsse der Tigel und Fläschchen sollten erst nach vollständiger Abkühlung geschraubt werden. Bis alles kalt ist, lege ich ein Küchenpapier auf die Behälter. Wenn man die Behälter warm zuschraubt, besteht die Gefahr, dass Kondenswasser auf das Öl bzw. die Salbe geht und das könnte dazu führen, dass das Fett schneller verdirbt. Die Salbe ist ziemlich lange haltbar, weil Bienenwachs ein gutes Konservierungsmittel ist. Das Öl kann schneller verderben. Wichtig bei Ölen und Salben ist die Verwendung von sauberen und trockenen Gerätschaften. Zum Schluss werden die Tigel und Behälter beschriftet mit Inhaltsstoffen und Datum.

Meine Erfahrung

Das Öl ist mein Zaubermittel! Ich tupfe es auf meine neurodermitischen Stellen, die werden gut in Schach gehalten und verschwinden, tagelang – bis zum nächsten Schub. Der Juckreitz ist weg! Und das Beste: Ich verteilte die Ölreste regelmäßig auf Hals und Dekolleté. Nach einiger Zeit verblassten meine braunen (Alters-)Flecke am Hals. Meine Hoffnung ist, dass die Flecke eines Tages vollständig verschwinden. Mittlerweile hole ich das Öl bei jedem Hautproblem. Auch Narben werden dadurch weicher.

Selbstbemächtigung = herausfinden, was heilt

Pülverchen

Was mache ich nur mit den vielen Orangenschalen und Hagebutten?

Orange macht glücklich

Trocknen Am besten geht das im Ofen oder auf der Heizung. Oder im Dörrautomat. Wenn die Schalen noch weich sind, können sie auch aufgefädelt und an einem trockenen Platz aufgehängt werden.

Zerbröseln und zerkleinern Was für eine Heidenarbeit!

Die Hagebutten wurden zunächst gemörsert. Dabei versuchte ich, die kleinen „Juckhäarchen“ rauszufiltern. Anschließend kamen Kerne und Schalen in die Mühle. Ich musste gut darauf achten, dass die Mühle nicht heißlief. Es hat lange gedauert, bis ich mit der Körnung zufrieden war.

Bereits unsere Vorfahren wussten seit Jahrtausenden um die Haltbarmachung von Naturprodukten durch Trocknung und Pulverisierung. Ist die mühsame Prozedur abgeschlossen, kann man das Pulver schnell nutzen.

Die Orangenschalen ließen sich nicht gut auseinanderbrechen, das anschließende Zermahlen ging dann aber einfacher.

Wo kann man die Pülverchen einsetzen? Zum Verfeinern von Dressings und Soßen oder als Vitaminspender übers Müsli, in Smoothies und in den Tee. Auch möchte ich demnächst Kräuterbonbons herstellen … Ich werde es ausprobieren.

Die Schalen der Orangen und der Hagebutten enthalten die Farbstoffe Carotinoide. Diese sorgen für die Orange- und Gelbfärbung von Nahrungsmitteln. Immunsystem, Verdauung und Stoffwechsel werden durch sie stimuliert. Auch sagt man ihnen eine krebsvorbeugende Wirkung nach, vor allem im Bereich der Lungen. Pflanzenfarbstoffe werden für die Abwehr von Fraßfeinden gebildet und für ihren Stoffwechsel sowie zur Unterstützung der Photosynthese. Diese Mechanismen kann man mitessen und sie zeigen beim Menschen Wirkung.

Schalen und Kerne der Orangen und Hagebutten beinhalten zudem viel Vitamin C, Kalium und eine große Palette an anderen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Ätherische Öle in den Früchten sorgen für Wohlbefinden, Beruhigung und somit für den Abbau von Stress.

Die enthaltenen Antioxidantien sind chemische Verbindungen, die die Oxidation anderer Substanzen verlangsamen bzw. verhindern. Sie neutralisieren sogenannte „freie Radikale“ und sollen somit zu einem verminderten Krankheits­risiko beitragen. „Oxidativer Stress“ bedeutet, dass die Körperzellen durch Oxidation belastet werden, d.h. die Zellen altern, sterben ab oder sind tumoranfällig.

Also liebe Leute, verwertet die Schalen und Kerne der Früchte! Sie sind teilweise gehaltvoller als das Fruchfleisch selbst. Fruchtschalen werden durch die Trocknung haltbar gemacht und können gerade in der kalten Jahreszeit unser Immunsystem boostern! Man kann sie auch als Tinkturen oder Ölauszüge ansetzen. Eurer Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt. 😃

Selbstbemächtigung = Pülverkens für die Gesundheit nutzen

Gartenarbeiten im Winter

Gartenarbeit im Winter – da ruht doch alles?

Es gibt tatsächlich Einiges zu tun! So habe ich die letzten Wochen Kleinigkeiten im Garten erledigt. Ich weiß, ich bin spät dran dieses Jahr. Da glaube ich gern Marie von „Wurzelwerk“, dass es auch im Winter Wachstum gibt. Es wächst halt ein bisserl langsamer. Auf YouTube habe ich zwei Garten-Kanäle abonniert, die, wie ich finde, gute Tipps liefern. Unten findet Ihr die entsprechenden Links.

Was auch jetzt noch getan werden kann:

  • Den Rasen vom Laub befeien und kalken – hilft gegen Vermosung.
  • Blätter „vermulchen“ – Mulch ist gut als Schutz vor Kälte/Hitze und Bodenkorrosion und zugleich düngen die Blätter, d.h. durch ihren Verfall werden Nährstoffe freigesetzt, die in den Boden gelangen.
  • Beim letzten Rasenmähen verwendeten wir das gesamte zerkleinerte Laub mit dem Rasenschnitt als Mulch für die Beete und Töpfe.
  • Einen Igelschutz herrichten – bietet nicht nur Igeln, sondern auch Insekten und Kleinstlebewesen, Unterschlupf.
Unser Rasen bekommt wenig Sonne ab und ist im Winter sehr nass und lehmig – vielleicht kann man ihn noch drainagieren? Mir war die Arbeit körperlich zu schwer. Ich mache mich mal kundig, wer mir wie helfen kann. Die Topfblümchen werden mit Blättern gemulcht. Unten Links ist das Igelhäuschen. Vielleicht findet noch ein Tierchen Unterschlupf.
  • Weihnachtsbaum in einen größeren Behälter umtopfen
Bin gespannt, ob der Baum anwächst, es waren fast alle Wurzeln gekappt. Von unten nach oben habe ich geschichtet: Tonscherben für die Drainage, Laub, wegen der Nährstoffe und Pilze, Lehm, Blumenerde und Sand. Alles wurde gut angedrückt und mit einem Gießring versehen. Als Abschluss + Schutz verwendete ich Rindenmulch. Anschließend wurde der Baum tüchtig gegossen – „Nordmanntannen saufen wie die Kamele“, so spricht der Gartencoach. (Ich sollte noch einen Untersetzer besorgen.)
Weihnachtsdekoration
  • Vogelstationen bauen
„Upcycling“ Für die Häuschen gehen Tetrapacks oder andere festere Behälter.
  • Hochbeet „bestücken“ und winterfit machen
Leider werden die Bretter schon marode. Es wird zeitnah repariert. Zur Entlastung schob ich dort die Erde weg. Das Beet wurde gereinigt, mit Erde aufgeschüttet und mit mineralstoffreichem Urgestein untermischt. Der Lauch kümmerte den Sommer über vor sich hin. Vielleicht tut sich noch was im Winter? In die Reihen kamen Knoblauch, Zwiebel, Feldsalat, Portulak. Eine Abdeckung aus Jute schützt vor Kälte und Saaträuber.
  • Frühbeet sichern und einsäen
Das Frühbeet steht jetzt unter der Außentreppe. Den Boden legte ich mit dicker Pappe aus. Die Pflanzkästen wurden mit einer Mischung aus Blumenerde, Sand und Urgestein befüllt. Eingesät habe ich Batavia, Feldsalat, Spinat, Radies. Etwas Stroh dient als Wärmeschutz. Unter die schützende Treppe kamen die Container mit Lauch und Geranien, Astern.
  • Kartoffeln setzen
Meine gekeimten Kartoffeln setze ich in einen Blumenbehälter: Als Drainage dient „nicht klumpendes“ Katzenstreu. Darüber kommt eine Schicht Laub als Dünger, mit einer dünnen Schicht Blumenerde. Die Kartoffeln werden aufgelegt und mit Erde bedeckt. Später, wenn das Grün heraustreibt, kommt je nach Wachstum Erde oben drauf. Das nennt man „häufeln“. Den Bottich stelle ich an einen sonnigen Platz am Haus, bei Kälte schütze ich mit einem Flies und versetze den Behälter unter die Außentreppe.
  • Blumenzwiebeln in die Erde bringen
Wie reizvoll ist es doch, wenn im Frühling die ersten Zwiebelblumen blühen! So hab‘ ich noch ein paar Zwiebeln* und Knollen* im Garten verteilt. Zierlauch und Narzissen müssen ca. 10 cm tief in die Erde, Hyazinthen nur 5 cm.
Das Saatgut* besorgte ich im Gartencenter, die Zwiebeln* waren auf einen Euro pro Beutel heruntergesetzt. Wer setzt auch jetzt noch Zwiebel?

Wichtig fürs Keimen und Überleben der Pflanzen

  • Keine Staunässe! Für Abfließen des überschüssigen Wassers sorgen: Löcher im Topfboden, Untersetzer, für Drainage sorgen mit Tonscherben, Basalt, Lavasteinen etc. (ggf. Sand unter die Erde mischen)
  • Gut gießen! Der Tod des Wintergemüses ist das Austrocknen
  • Flies/Jute als Kälteschutz
  • manche Pflanzen benötigen eine leichte Düngung
  • Gefrorenes Gemüse nicht ernten! Sonst bleibt es schlapp. Lieber warten mit dem Ernten, bis die Pflanze sich alleine regeneriert hat, z.B. an einem milden Wintertag.
  • Den Boden vor Erosionen schützen! Das geht mit Gründünger, Blättern, Stroh, Kompost.
  • Aufs Umgraben weitestgehend verzichten! Ausnahme: sehr schwere Lehmböden. Früher hat man den Garten im Herbst oder Frühjahr umgegraben, das war Gesetz. Heute weiß man, dass das eher schadet als nutzt. Denn das natürliche Zusammenspiel des Bodens und der kleinen Lebewesen darin wird unterbrochen. Der Boden kann als Folge davon abgetragen werden und austocknen/aushungern. Aus dem gleichen Grund sollte man den Boden nicht „blank“ lassen, das kommt in der freien Natur ja auch nicht vor.

Ich habe schon länger einen Garten, aber außer Kräutern, Blumen und „Schau“-Kartoffeln, -Tomaten, -Erdbeeren für meine Kinder hatte ich nie die Muße, Gemüse zu pflanzen. Wenn, dann machte ich so ziemlich alle Fehler, die man machen kann. Ich bin also eine blutige Anfängerin und werde dokumentieren, was gelingt und was nicht.

Mein Anliegen ist es, mich ein Stück weit selbst zu versorgen und dabei ökologisch und nachhaltig zu arbeiten. Da ich berufstätig bin, muss ich schauen, wie ich das zeitsparend schaffe. Und Spaß sollte die Sache sowieso machen.

Update nach ca. 20 Tagen:

Es wächst! Feldsalat, Portulak, Batavia, Spinat und Radies sind draußen, Kartoffeln und Knoblauch sprießen ebenso. Die meisten Tage waren mild und regnerisch. Momentan bewegen sich die Temperaturen Richtung Null, dafür scheint die Sonne.

Update/März

Schaut mal, meine Kartoffeln: Sie stehen geschützt unter der Außentreppe und werden bei Kälte mit einem Juteflies abgedeckt. Bei milden Temperaturen mache ich das Flies runter. Sobald das Kraut etwas höher wächst, „häufele“ ich etwas Erde darüber, dass die Kartoffel mehr Standfestigkeit erlangt.

Selbstbemächtigung = „natürlich“ leben

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