Betriebsausflug nach Eltville

Alte Stadtansicht und Buchpresse (übrigens ist die Mechanik der Buchpresse die gleiche wie bei einer Weinpresse)

Im hessischen Rheingau liegt das hübsche Städtchen Eltville, das auf alle Fälle eine Reise wert ist. Es war Ziel unseres Betriebsausfluges und wir hatten dort eine gute Zeit. Wir buchten eine Führung durch die Kurfürstliche Burg und erfuhren:

Die Burg wird gerne für Trauungen und Empfänge gebucht. Stadtansichten von der Burg aus. Eltville kennzeichnet, dass weder Durchfahrtsstraße noch Bahnlinie die Stadt vom Rhein trennt.
  • Der Name Eltville stammt aus dem Lateinischen von „Alta Villa“ = Hoher Hof, höher gelegene Stadt.
  • Eltville, Gutenbergstadt – hier hatte Johannes Gensfleisch, der sich später Gutenberg nannte, elterliche Wurzeln und verweilte dort einige Zeit seines Lebens. Johannes Gutenberg ist der Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern und hat somit eines der ersten „schnellen Medien“ erschaffen. Hauptsächlich hat er im nahegelegenen Mainz gewirkt, doch in Eltville wurde der Buchdruck von einem seiner Schüler vorangetrieben. Davon erzählt auch die Ausstellung in der Burg.
  • Eltville, Rosenstadt – während des 30jährigen Krieges 1635 wurde die eigentliche Burg durch die Schweden zerstört. Die Burg wurde im Laufe der Jahre teilweise aufgebaut und restauriert und der Burggrabenen zu einem Garten umgestaltet. Dabei stellte man fest, dass das milde Klima Rosen wunderbar gedeihen ließ – manche Kletterrose wuchs über das dreifache ihrer normalen Wuchshöhe hinaus. 1871 gründete Carl Schmitt in Eltville eine Rosenschule. Seit 1988 gehört Eltville zu dem erlesenen Kreis der Deutschen Rosenstädte und Rosendörfer. Hier prägen Rosen das Stadt- und Landschaftsbild. Jedes Jahr Anfang Juni gibt es Veranstaltungen zum Thema Rosen in Eltville.
  • Eltville, Weinstadt – Im Rheingau beschert das milde Klima und der Lößboden die Möglichkeit, hervorragende Weine herzustellen. So auch in Eltville. Hier ist die größte deutsche Wein- und Sektkelterei, vormals M&M, jetzt Rotkäppchen-Mumm, ansässig. Hier kann man Führungen und Verkostungen buchen.
Der Burggraben

Wir erfuhren noch viel mehr, was Ihr in verschiedenen Internet-Plattformen nachlesen könnt. Die Hitze ließ uns „dürsten“ – deshalb ging es anschließend in ein gut ausgesuchtes Lokal zum Mittagessen (und -trinken).

Der Riesling ist der klassische Anbau-Wein im Rheingau und in Rheinhessen.

Mit dem Restaurant „Altes Holztor Trattoria Da Pino“ traf unsere Kollegin eine gute Wahl: Wir saßen draußen regen- und windgeschützt, das Essen war lecker und für jeden war etwas dabei, die Preise moderat und die Bedienung sehr freundlich. Einige unserer Kollegen mussten anschließend nach Hause, eine kleine Auswahl blieb und schaute sich noch das Rheinufer an. Bevor es mit der Bahn zurück ging, teilten wir uns zu fünft eine Flasche wunderbaren Rieslings.

Das mit der Bahnfahrt ist nochmal ein anderes Kapitel: Normalerweise braucht man von Maintal via Frankfurt nach Eltville 1,5 Stunden. Bedingt durch Sturmschäden, einem Zugunglück und den daraus resultierenden Umleitungen waren wir auf der Hinfahrt gute 2 Stunden und auf der Rückfahrt knappe 3 Stunden unterwegs. Das hat unserer Stimmung keinen Abbruch getan, wir hatten gute Gespräche und viel gelacht. Unser Betriebsausflug war einfach schön und es kam bestimmt nicht zu einem Saufgelage. Es hat eher die Gemeinschaft gestärkt.

Zum Thema Betriebssausflüge habe ich folgendes gefunden:

„Betriebsausflüge haben einen tieferen Sinn. Nicht nur stärken sie das Verhältnis der Mitarbeitenden zum Unternehmen, auch das Verhältnis der Mitarbeitenden untereinander kann durch Betriebsausflüge verbessert werden. Ist das Arbeitsklima bereits auf einem hohen Niveau, können Betriebsausflüge dabei helfen, die Interaktion der Teammitglieder untereinander auf eine neue Ebene zu bringen. Denn wer sich gut kennt, spielt sich auch im Arbeitsalltag besser in die Hände und optimiert damit den Workflow. Wer den Workflow optimiert, arbeitet effizienter und bringt in letzter Konsequenz dem Unternehmen wirtschaftlichen Erfolg.“

Event-Partner.de

Selbstbemächtigung = Gemeinsamkeiten schaffen

Mal eben im Garten

Ich habe die Neigung, alles auf einmal erledigen zu wollen. So kam es mir gelegen, dass ich das Wochenende für mich hatte, da mein Gatte unterwegs war. Den Haushalt erledigte ich zunächst nur rudimentär und war morgens bis abends im Garten. Ok, gestern Nacht buk ich doch noch das Brot, spülte, putzte das Klo und ging noch mal mit dem Staubsauger durch die untere Etage und dann stellte ich völlig erschöpft fest, dass mein Bett noch nicht bezogen war. Bin ich verrückt? Nee, erledigt und glücklich, dass das Meiste erledigt war! Und nachts taten mir sämtliche Knochen weh.

„Jetzt ist aber gut!“, dachte ich und erholte mich beim Bürokram am Schreibtisch. Manchmal flutscht es einfach! Gleich hole ich mir ein Eis beim Costa. Aber erst muss ich noch gießen.

Ist in diesem Fall Selbstbemächtigung ein Ausdruck von Irrsinn? Glaube ich nicht. Bin tief zufrieden, erschöpft und glücklich. Ich mache solche Aktionen ja nicht ständig.

Selbstbemächtigung = es flutschen lassen

Fröhlichen Muttertag!

Für mich ist jeder Tag ein Muttertag, denn egal wie erwachsen meine Kinder schon sind, schlägt mein „Mutterherz“ immer für sie. Die Liebe ist da, einfach immanent. Dabei lebe ich mein Leben in innerer Freiheit.

Als Tochter/Sohn ist das etwas anderes. Da ist auch eine Liebe zur Mama, da fällt es mir aber viel schwerer, geduldig und liebevoll zu sein und ihre „Fehler“ zu übersehen, zu  vergessen und zu verzeihen. Da sind alte Gefühle im Spiel von Enttäuschung und Ohnmacht. Meine Mutter ist ein Kind ihrer Zeit, sie hat nicht anders gekonnt, als so zu „erziehen“ wie es ihre eigenen Prägungen und die damalige Gesellschaft zugelassen haben. Glücklicherweise war ich mir ihrer Liebe meistens sicher.

Tochter/Sohn zu sein, bedeutet harte Arbeit, nämlich die alten „Trigger“ zu erkennen und loszulassen. Trigger sind hier die Gefühle, die in bestimmten Situationen hochkommen und die uns „überreagieren“ lassen. Jahrelang, wenn wir uns nicht auf Ursachenforschung begeben.

Und dann sehe ich, wie meine Kinder manchmal auf mich reagieren … es schießt sich der Kreis. ☺️ Da muss ich mal etwas kritischer hinschauen.

Familie ist dafür da, sich gegenseitig zu halten, zu spiegeln und zu korrigieren.

Familie sollte immer das Nest sein, wo sich alle sicher fühlen, trotz Kritik, Frozzeleien und Ärgernisse. In Liebe. Und die Mutter hält meist alles zusammen.

Selbstbemächtigung = der Mutter und sich selbst verzeihen

Ostern III

Jesus Christus, Gottes Sohn, ist am dritten Tag nach seiner Kreuzigung auferstanden. So steht es um neuen Testament der Bibel und darum feiern wir Ostern. Ostern ist der wichtigste Feiertag der Christenheit: Hoffnung auf eine Wiederbelebung nach dem Tod. Die Toten schlafen und werden, wenn sie auf Gott vertrauen, auferweckt.

In anderen (östlichen) Religionen glaubt man an die Reinkarnation, d.h. der Wiedergeburt nachdem die Seele den Körper verlassen hat. Reinkarnation bedeutet „wieder ins Fleisch kommen“. D.h. man wird als Mensch, Tier oder Pflanze wiedergeboren und erlebt somit Wachstum der Seele. „Karma“ erschwert noch das Ganze, denn nach dieser Lehre büßt man für seine Misstetaten im nächsten Leben.

Überhaupt ist in vielen Religionen das Prinzip des Strafens und Belohnens ein wunderbares Mittel, um die Menschen gefügig zu halten. In der christlichen Kirche gibt es das auch in vielen Ausprägungen: Man spricht vom Fegefeuer und vom bösen Teufel. Oder man darf nicht auferstehen, wenn man „böse“ gelebt hat.

Was ist aber „böse“? Als ich Kind war, war es schon „böse“, wenn man „Widerworte“ gegeben hat. Wie oft stand ich im Kindergarten in der Ecke und wusste gar nicht, wie mir geschah. „Ungehorsamheit“, „ein anderer Lebensentwurf“ „ein anderer Glaube“ … wurden seit jeher bestraft. Leider war und ist das in vielen Religionen noch gang und gäbe. „Böse“ ist abhängig von den Werten einer Gesellschaft. Liberalisiert diese sich, wie in unserer westlichen Welt, wird der Ruf nach Belohnung und Bestrafung leiser. Allerdings gibt es noch sehr viele Relikte aus grauen Vorzeiten, wo das alte System greift (Schulnoten, Gewalt als Erziehungsmittel, Cybermobbing bei Andersdenkenden usw.).

Es gibt ein uns angeborenes Wissen, was richtig und falsch ist ähnlich der 10 Gebote im Alten Testament der Bibel: Nicht stehlen, töten, Ehe brechen, neiden, den Feiertag heiligen usw. Je nach Religion, Werten und Zeitgeist einer Gesellschaft werden die Gebote interpretiert und gelebt.

Jesu Leben und Wirken, alles was er gesagt und getan hat, geschah mit Liebe im Herzen. Nicht „Auge um Auge, Zahn um Zahn“, nein ein Grundverständnis für alle Eigenarten des Lebens: Nachsicht, Langmut, Verzeihen Rücksicht, Toleranz – Liebe, die keine Bedingungen knüpft, letztendlich Liebe und Nachsicht zu und mit uns selbst.

Die Liebe war auch im alten Testament vertreten, doch war sie ein zartes Pflänzchen, in einer Zeit voller Krieg, Drama und Leid. Leider tickt die Welt (und somit wir) oft noch ganz ähnlich wie vor vielen tausend Jahren.

Mag man an Auferstehung oder Reinkarnation glauben oder nicht, Jesu Wirken zeigt den Weg aus dem Dilemma: Man kann immer wieder neu aus den alten Verstrickungen und Dramen heraustreten und ein liebevolles Leben führen. Jeder, der das für sich entdeckt und lebt, wirkt sich auf das gesamte Kollektiv aus. Jeder positive Gedanke, jedes freundliche Wort, jedes Verzeihen und jede Wertschätzung, macht die Welt heller. Wir sollten unsere Eigenwirkung für die Welt nicht unterschätzen. Ebenso wirken sich auch die vielen negativen Gefühle wie Neid, Hass und Gier auf das Weltgeschehen aus.

Paradiesische Zustände Stellt Euch mal vor, wir alle würden ein liebevolles Leben führen. Jeder würde auf sein Gefühle hören und seinen Neigungen entsprechend leben – ohne Bewertung durch andere. Stellt Euch vor, wir könnten verzeihen und andere hätten die Chance, Fehler gutzumachen. Stellt Euch vor, wir ließen unkommentiert zu, dass jemand eine andere Meinung hat und wir könnten ruhig und ohne Unterbrechung unsere Ansicht darlegen. Und wir dürften unsere Meinung ändern, ohne Gesichtsverlust. Wir würden unseren Kindern ein liebevolles Vorbild sein und ohne drakonischen Strafen mit ihnen leben. Wir würden anderen den Vortritt lassen können, die Natur ehren, die Umwelt schützen. Wir würden schauen, dass die Güter auf der Welt gut verteilt sind und dass niemand hungern müsste. Wir würden die Meinung der Alten achten und aus Schaden lernen. Wir würden forschen, kreativ sein und jeder Einzelne bereicherte die Welt mit seinen Gaben. Wir hätten Spaß und keiner müsste Harfe auf einer Wolke klimpern und Halleluja rufen. Was für friedvolle Aussichten!

Warum haben wir damit nicht längst schon angefangen?

Selbstbemächtigung = sich für die Liebe entscheiden

Gemmo-Therapie

Gemmo = Knospen In der Gemmotherapie nutzt man die Kraft der Bäume. Man sammelt einige Knospen, die noch nicht ganz aufgebrochen sind und lässt diese ausziehen und verarbeitet sie genauso weiter wie die Auszüge von anderen Heilpflanzen.

Süßkirsche – es ist draußen zwar noch etwas frisch, aber das stört die Bienen nicht. Es summt und brummt im Baum und es duftet wunderbar. Das ist eine Wohltat für meine Seele.
Noch schnell ein paar Knospen pflücken, bevor alle erblüht sind. Eigentlich müssten sie für meine Zwecke noch etwas verschlossener sein. Ich wage es trotzdem.
In den Knospen steckt jegliche Information im embryonalen Zellgewebe. D.h. wenn man die Knospen verwendet, wird die Heilkraft vom gesamten Baum genutzt: von der Rinde, den Blättern und Stielen, der Früchte und Kerne. Für ein Gemmomazerat benötigt man nur eine kleine Menge an Knospen.
Die Wirkung der Kirsche ist entgiftend, entzündungshemmend, schlaffördernd. Sie ist reich an Vitamin C, Kalium und Folsäure. Sie kann bei Schlafstörungen, Rheuma, Erkältungen, Bluthochdrock, Gicht, Demenz helfen. Blätter, Stängel und Rinde wirken stärker als die Früchte.
Schönes Färbchen, nach ca. zwei Stunden.
Meine anderen Gemmo-Präparate: Süßkirsch-Tinktur (Ethanol), Schwarzpappel-Salbe (Sonnenblumenöl + Bienenwachs), Apfel-Tinktur (Wodka), Fichten-/Lärchen-Oxymel (Apfelessig + Honig), Haselnuss- Gemmospray (Wodka + Glycerin), Haarwasser (Douglasie + Holunder + Wodka + Wasser + Mandelöl + äth. Rosmarinöl), Schwarzpappel (Wodka).

Selbstbemächtigung = Kraft aus der Natur schöpfen

Frühlingskräuter sammeln

Bei meinem letzten Spaziergang habe ich ein paar Kräutlein gefunden, die ich Euch zeigen möchte:

Giersch (Aegopodium podagraria)

„Drei, drei, drei – bist beim Giersch dabei.“ Alte Regel, welche bedeutet, dass man den Giersch aufgrund seines dreieckigen Stängels und den drei mal drei angeordneten Blättern bestimmen kann. Der Giersch ist ein Doldenblütler, den man mit anderen giftigen Vertretern verwechseln kann. Da hilft die Regel enorm.

Gut ernten kann man ihn im Frühjahr und Frühsommer. Man verwendet ihn als Salatbeigabe ähnlich wie Petersilie oder man dünstet ihn wie Spinat, stellt ein Pesto her oder bereitet damit ein Smothie zu. Wer Giersch im Garten hat, freut sich nicht wirklich: Durch seine unterirdischen Wurzelaustriebe kann er schnell wuchern. Da hilft nur eines: aufessen, als Tee trocknen oder eine Jauche für den Garten herstellen und damit andere Schädlinge vertreiben oder als Dünger verwenden.

Inhaltsstoffe: Giersch ist sozusagen ein Superfood – er enthält eine hohe Konzentration an Vitamin C, Kalium und Eisen, sowie anderen Vitaminen und Mineralien. Als sekundäre Pflanzenstoffe enthält er u.a. ätherische Öle und Flavonoide. Anwendung: Giersch regt den Stoffwechsel an, entgiftet, entwässert, und entsäuert. Der Giersch kommt zum Einsatz, wenn „das Zipperlein plagt“, also bei Rheuma, Arthritis und Arthrose. Und er hilft auch bei einer Entwurmung, bei Erkältungen, Zahnweh, Verspannungen.

Taubnesseln (Lamium)

Taubnesseln gibt es in den verschiedenen Sorten (Goldnessel, Bastard-Taubnesseln, weiße und purpurfarbene Taubnesseln). Jede hat ähnliche Wirkungen. Taubnesseln sind nicht mit der Brennnessel verwandt. Sie sind ungiftig.

Inhaltsstoffe: Vitamine B + C, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Kalium, Kieselsäure, Zink. Anwendung: Frauenleiden als „Kraut der lächelnden Mutter“ (reguliert Menstruation und Weißfluss), Blutungen, Hämorrhoiden, Blasenentzündung, Husten, Halsweh, Verdauungsstörungen – innerlich + äußerlich. Wirkweise: astringierend, auswurffördernd, schleimlösend, abschwellend, entzündungshemmend,
blutreinigend, blutstillend

Brennnessel (Urtica)

Die Brennnessel brennt dank ihrer Brennhaare. Die Signaturenlehre lehrt, dass Eigenschaften und Aussehen einer Pflanze Ähnliches heilen können. Wenn’s brennt (wie z.B. bei einer Blasenentzündung, oder einem Rheumaschub), kann sie Linderung verschaffen.

Inhaltsstoffe: Flavonoide, Kalium, Caffeoyläpfelsäure, ungesättigte Fettsäuren Anwendung: bei Nieren- und Blasenproblemen, Hauterkrankungen, Nesselsucht, Rheuma, Arthrose, Arthritis, Darmbeschwerden, Schuppen, fettiger Kopfhaut. Auf der psychischen Ebene wirkt sie wie ein Antidepressivum, da sie das Durchsetzungsvermögen stärkt (Signaturenlehre: Die Pflanze setzt auch gerne durch). Wirkweise: entzündungshemmend, blutstillend, blutreinigend, stoffwechselanregend, stuhlfördernd, auswurffördernd, schleimlösend.

Bin noch am überlegen, ob ich sie trocknen oder direkt als Salat weiter verarbeiten soll.

Selbstbemächtigung = Geschenke der Natur sehen, verstehen und annehmen

Kartoffelsalbe

gegen Schwielen, Risse und trockene Haut

Meine zweite „Fuhre“ Salbe dieses Jahr. Ich habe viele Töpfchen aus der ersten Produktion (s.u.) verschenkt und eine durchweg positive Resonanz erhalten: Nach dem Waschen und Pflegen die Salbe auftragen und Socken anziehen. Über Nacht einwirken lassen: Die Haut wird „butterzart“. Warum überhaupt die Füße pflegen? https://monika-rauch.com/2023/03/08/soweit-unsere-fuesse-tragen/

Die Kartoffel ist ein äußerst nährstoffreiches Powerpaket. Sie enthält ungefähr 20% Kohlenhydrate, 2%Eiweiß, 2% Ballaststoffe, 1% Mineralstoffe/ Spurenelemente wie (Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen), sowie Vitamine (Vitamine C, A, B) und Wasser. Zudem enthält sie Flavonoide und Anthocyane. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die der Abwehr von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen und als Farb- und Lockstoffe dienen.

Kartoffeln sind Nachtschattengewächse und Nachtschattengewächse sind giftig! Die Früchte, die sich am Blattwerk ausbilden, sowie das Blattwerk selbst, bilden Glykoalkaloide aus, hauptsächlich das Nervengift Solanin. Wenn Kartoffeln unbedeckt liegen bleiben, werden sie grün. Die grünen Stellen sollten großzügig weggeschnitten werden, denn auch hier hat sich das Solanin gebildet. Auch in den Schalen ist das Gift enthalten, allerdings niedriger dosiert. Glykoalkaloide können zu Erbrechen und Durchfall, zu neurologischen Störungen, ja sogar zum Tod führen. Dafür muss man aber einige Kilo ungeschälter Kartoffeln essen. Das Solanin bleibt auch bei Hitze stabil, d.h. man kann es nicht wegkochen.

By the way: Eßbar ist nur die unterirdisch wachsende Knolle. Die grünen Früchte, die sich aus den Blüten bilden, tragen Samen in sich, aus welchen man theoretisch neue Kattoffelsorten züchten kann. Üblicherweise wird die Kartoffel über Knollen vermehrt.

Die Kartoffel als Heilmittel

Neben den vielen leckeren Gerichten, hat die Kartoffel auch noch eine hohe Heilwirkung. Das liegt zum einen an den Inhaltsstoffen und zum anderen an ihrer langen Wärmespeicherzeit. Kartoffelwickel z.B. werden aus gekochten, zerdrückten Kartoffeln bereitet. Durch ihre Wärme und Wirkstoffe helfen sie gegen Halsweh, Ohrenschmerzen, Husten und Heiserkeit. Frische rohe Kartoffelscheiben können Migräne, Sonnenbrand und Verspannungen lindern. Die Wirkung ist schleimlösend, beruhigend und entzündungshemmend.

Kartoffelsalbe – Rezept

  • Rohe Kartoffelschalen in einem Trägeröl (Olivenöl, Sonnenblumenöl) ca. 2 Stunden warm (bei ca. 70°C) ausziehen lassen.
  • Absieben und filtern.
  • Kartoffelöl erwärmen und 10 – 15% Bienenwachs unterrühren und ca. 10 % Sheabutter. Z.B. benötigt man bei 100 ml Öl ca. 15 g Bienenwachs und 10 g Sheabutter.
  • In Gläser einfüllen.
  • Pro Glas einige Tropfen ätherische Öle hinzufügen. Ich habe mich für Lavendel (zur Beruhigung), Salbei (zum Desinfizieren und gut gegen Schweißbildung) und Zitrone (wegen des belebenden Geruchs) entschieden.
  • Abkühlen lassen, danach verschrauben und etikettieren.
  • Unbedingt auf saubere Utensilien achten, d.h. alle Gerätschaften sind mit kochendem Wasser oder mit Alkohol desinfiziert. Bei sauberer Handhabung hält sich die Salbe ein Jahr und länger. Das liegt am Bienenwachs und an den ätherischen Ölen.
Über die Kartoffelsalbe habe ich im Internet einiges gelesen. Ich fand das sehr interessant, weil ich gerade im Winter und Frühjahr unter sehr trockener Haut an Händen, Ellenbogen, Knien und Füßen leide. Bei der Menge habe ich etwas übertrieben und musste meinen gesamten Töpchen-Vorrat aufbrauchen. Die Salbe duftet hervorragend und lässt sich gut einmassieren.

Für das Erweichen der Haut ist hauptsächlich das Solanin verantwortlich. Solanin wirkt, indem es die Mitochondrien (kleine Teilchen in den Zellen, die u.a. für die Umwandlung von Nahrung zu Energie zuständig sind) durchlässiger macht und dadurch Kalzium ins Cytoplasma (Zelleninhalt) gelangt. Diese hohe Konzentration sorgt für das langsame Absterben von Zellen. Das, so schätze ich als Laie, bewirkt den Weichmacher-Efekt. Gleichzeitig gelangen die anderen Wirkstoffe in tiefere Hautschichten und stabilisieren diese.

Kleingedrucktes Bei diesem Rezept handelt es sich um Volksmedizin. Ich gebe hier keinen wissenschaftlichen Bericht ab. Ich habe die Salbe für meine Bedarfe so kreiert, dass es für mich stimmig ist. Ein Heilversprechen gebe ich nicht ab. Bei stärkeren gesundheitlichen Problemen oder beim Auftreten von allergischen Reaktionen, das Mittel absetzen und Rücksprache mit Arzt oder Heilpraktiker halten. Die Salbe ist nicht zum Verzehr geeignet.

Selbstbemächtigung = Wissen erweitern

Kraft in Töpfen

In Töpfen Gemüse ziehen, wie geht das? Das habe ich nämlich dieses Jahr vor. Mit Blumen und Kräutern klappt es ja auch, also warum nicht mit Gemüse? Ich lese mich etwas in die Materie ein, sicherlich gibt es spezielle Züchtungen für Blumentöpfe und Hochbeete. Bis dahin säe ich ein und bereite vor.

Es ist erst Ende Februar und es regt sich schon was in meinen Blumentöpfen, schaut selbst:

Kräuter

Früher tauschte ich die Erde aus und setzte neue Pflänzchen. Heute sammele ich die Samen und lasse die Stauden wieder kommen. Im Supermarkt kaufte ich ein paar Biopflänzchen, die werden dorthin gesetzt, wo Platz ist. Vielleicht entwickelt sich später auch noch etwas aus dem Samen, die auf und in der Erde ruhen?

Die Kräuter stehen geschützt auf der Loggia, Ich hoffe, sie kommen gut durch die kältere Zeit.

Samen

Unten kommt die Minze, den Samen für Blutampfer und Basilikum hebe ich auf.

Blumen und Zwiebeln

Die Primeln sind vom letzten Jahr und sie kommen tatsächlich wieder! Die meisten Frühblüher sind Zwiebelpflanzen.

Dieses Jahr möchte ich mich intensiver mit meinem Garten beschäftigen. Bisher gab es nur Blumen, Rasen, Erdbeeren, einige Obstbüsche, ein paar Kräuter, Kartoffen und Tomaten. Jetzt schaue ich, wohin es mich treibt. Mein Hochbeet, alle Töpfe und freie Stellen werden mit Gemüse bepflanzt. Ich habe einen Kompost angelegt und möchte noch ein zweites Hochbeet bauen (lassen). Außerdem hab‘ ich, glaube ich, verstanden, wie wichtig das Mulchen ist. Bin absolut neugierig, lernwillig und habe ein offenes Ohr für Eure Tipps.

Selbstbemächtigung = Möglichkeiten austesten

Winterkräuter: Pesto und Butter

Einige zarte und junge Blättchen der Wildkräuter kann man bereits im Januar in den Speiseplan mit einbauen. Besonders gut geht das mit der Vogelmiere, sie duftet frisch und schmeckt sehr fein. Die anderen Kräutlein dosiere ich eher sparsam, sie haben eine leicht bittere Note, was ja gut für Leber und Galle ist.

Für das Wildkräuter-Pesto schreddere ich zunächst Mandeln, Haselnüsse mit Olivenöl. Dann kommen Knoblauch, Kräuter, Hartkäse und etwas Salz hinzu – mixen und fertig. Zum Aufbewahren gibt man das Pesto in ein Schraubglas, oben muss eine Schicht Öl schwimmen, das schützt vor Schimmel. Das Pesto schmeckt sehr lecker zu Nudeln und Reis. Es passt auch gut als Marinade für Fisch und Fleisch. 😋
Die Butter wird mit Vogelmiere, Knoblauch, einer kleinen Menge der anderen Kräuter und Salz verknetet. Kräuterbutter passt gut zu frischem (warmem) Brot, Kartoffeln, Grillgemüse, Fisch, Fleisch.

Bitte achtet darauf, beim Sammeln von Wildkräutern nur das zu nehmen, was Ihr zu 100 % kennt. Bitte nicht auf Vermutung sammeln oder verarbeiten. Es gibt viele eßbare Kräuter, oder welche, die man zur Heilunterstützung verwenden kann. Und im Gegensatz dazu gibt es die Giftpflanzen, die man auch kennen sollte. Wie im echten Leben überall, gilt es, verantwortungsvoll mit Pflanzen umzugehen.

Selbstbemächtigung = Geschenke der Natur annehmen