Borreliose – meine Erfahrungen

ZECKEN – Die Fotos sind von @Pixabay, herzlichen Dank!

Bekanntlich bin ich viel draußen im Garten oder beim Kräutersammeln. Über Zeckenbisse und Borreliose weiß ich schon ganz gut Bescheid, seitdem die Tochter meiner Freundin mit argen Schmerzen als Spätfolge einer Borreliose zu tun hat.

Borrelien, das sind Bakterien, werden hauptsächlich über Zecken übertragen, seltener über andere saugende Insekten, z.B. Mücken, Bremsen. Die Borrelien werden von einem funktionierendem Immunsystem meist gut abgewehrt. Nicht jeder Zeckenbiss führt unweigerlich zu einer Infektion! [Zeckenbisse können zudem Viren verbreiten die zu einer Hirnhautentzündung (FSME) führen können.]

Borreliose (Lyme-Borreliose Lyme-Krankheit, Lyme-Desease) hat viele Gesichter und verläuft sehr unterschiedlich. Vor allem Haut, Nervensystem, Gelenke, Muskeln, Herz können befallen sein. Die Symptome können Hautflecken und -schwellungen, Schmerzen, Krämpfe und Lähmungen sein. Zudem kann sich die Borreliose auch als depressive Verstimmungen oder als handfeste Depression bemerkbar machen. Auch Bluthochdruck kann sich infolge einer Infektion entwickeln. Borrelien verhalten sich recht „tückisch“. Eine nicht ausgeheilte Borreliose kann immer wieder zu einem Schub führen. Ähnlich wie Viren, „lauern“ die Borrelien zwischen Zellwänden und warten, dass es dem Wirt nicht so gut geht – dann vermehren die sich und es kommt zu den genannten Symptomen. Borrelien sind mit Blutuntersuchungen schwer auszumachen, man kann nach einer Infektion Antikörper im Blut feststellen. Manche Ärzte und Heilpraktiker haben sich auf die Dunkelfelddiagnose spezialisiert. Mit speziellen Mikroskopen kann man aktive Borrelien ausmachen. Nach meinem Urlaub habe ich einen Termin bei einer Heilpraktikerin, die spezialisiert ist.

Mich hat was am linken Unterschenkel erwischt, es war winzig klein und steckte wie eingesaugt in der Haut. Beim Herausziehen soll man das Tierchen vorsichtig heraushebeln, damit sich der Darminhalt nicht entleert. Bei mir ging das nicht, das Viech war nur stecknadelkopfgroß. Mit Taschenlampe und Pinzette bewaffnet habe ich es in Fragmenten rausbekommen. Desinfiziert habe ich den Einstich mit ätherischen Thymian- und Teebaumöl. Vor kurzem las ich einen Artikel über vielversprechende Studien bei der Behandlung von Borreliose mit ätherischen Ölen, besonders mit Oreganoöl. Die Nachbehandlung habe ich leider etwas vernachlässigt, das bereue ich jetzt. Nach ca. 10 Tagen hat sich ein Halbkreis um den Einstich gebildet, das nennt man Wanderröte und ist ein Kennzeichen einer Borrelieninfektion. Es sah bei weitem nicht so schlimm aus, wie die Fotos, die man im Netz findet. Aber es hat mich doch beunruhigt und deshalb konsultierte ich meine Ärztin, die mir ziemlich barsch eine 20tägige Antibiose verschrieb. Ich solle nicht ausschließlich mit Naturmitteln „herumdoktern“, Antibiotika wäre das Mittel der ersten Wahl. In mir hat sich alles gesträubt, das Zeugs einzunehmen.

Gespräche mit Freundinnen und einer Heilpraktikerin haben mich überzeugt, die Kur durchzuführen. 20 Tage lang täglich eine Tablette, die ich nachts nahm, für mich der beste Zeitpunkt. Zudem nahm ich noch Darmflora aufbauende Kapseln, weil ein Antibiotikum bekanntlich auch die „guten“ Darmbakterien killt. Die ersten Tage litt ich unter Durchfall und Erschöpfung. Ich arbeitete normal weiter, hatte aber mit Konzentrationsproblemen und Erschöpfung zu kämpfen. Außerdem hatte ich diffuse Schmerzen in Armen und Beinen.

Endlich Urlaub! Als ich in Griechenland ankam, musste ich nur noch 4 Tage das Antibiotikum nehmen.

Zunächst stattete ich mich mit einem Schultertuch, einer Flasche Sonnencreme LSF 50 und einem Hut, der über die Nase reichte, aus.

Es war die Hölle! Meine Arme taten so weh, dass ich nachts weinend aufwachte. Meine Haut brannte wie Feuer, obwohl ich 50er LSF nutzte und mich weitestgehend im Schatten aufhielt. An den Armen bildeten sich centgroße grünliche Flecken unter der Haut. Und dann bildete sich meine Kuperose im Gesicht so stark aus, dass ich eine rote Nase bekam mit Pusteln. Sah echt Scheiße aus und mein Gefühlsbarometer sackte auf Null. Ich bekam richtig Angst. Mein Leben war bedroht, so fühlte es sich an. Denn ich hatte das Gefühl, eins kommt zum anderen und wo ist das Ende?

Es waren wiederum Freunde, die mich via Sprachnachrichten per WhatsApp aufbauten und in „die Spur“ brachten. Auch mein Reisegefährte und Ehemann, unterstützte mich nach anfänglicher Ratlosigkeit. DANKE, Ihr Lieben!

Meine Freundin empfahl mir, unbedingt regelmäßig Zistrose/Cistus-Tee zu trinken. So suchte ich nach einem Kräuterladen auf Kreta und wurde fündig! Mein Mann kutschierte mich 1,5 Stunden direkt zu Botano und ich bekam eine gute Beratung und kaufte entsprechend ein. Zum Blog über den Kräuterladen: https://monika-rauch.com/2022/07/26/bester-kraeuterladen-auf-kreta/

Kräuter-Heilkraft

Die Teebeutel bastelte ich mir aus Küchenkrepp selbst, Cistustee soll 10 Minuten ziehen – den Bergtee muss man 10 Minuten köcheln lassen.

Kretischer Bergtee – schmeckt superlecker und fördert die Verdauung, was gut ist für die Ausleitung der Schadstoffe, die durch die Antibiose entstanden sind. Zudem wirkt der Tee stimmungsaufhellend und zugleich beruhigend, auch gut bei meiner derzeitigen Gemütslage. Kretischer Zistustee/Cistrose hat eine besonders gute Qualität: Seine rauen Blätter haben u.a. sehr viele Gerbstoffe, Polyphenole, Farbstoffe und Tannine. Seine Eigenschaften sind antibakteriell, antiviral, fiebersenkend, fungizid, krampflösend, verdauungsfördernd. So kann die Zistrose bei Grippe (Corona?), Borreliose, Magen-Darm-Beschwerden, Hautbeschwerden wie Aphten, Candida, Neurodermitis, bei Atemwegserkrankungen,
Rheuma, Arthrose usw. wirken. Zudem wirkt sie anregend für den Stoffwechsel und unterstützt bei der Ausleitung von Giftstoffen. Meine Dosis; 3 bis 5 Tassen Tee über den Tag verteilt trinken, etwas vom Tee mehrmals täglich im gereinigten Gesicht verteilen. Beifußtinktur (Artemisia anua) Neuere Forschungen befassen sich mit den Themen Krebs, Malaria und Borreliose. So soll Beifuss Krebszellen töten, das Artesiminin wirkt auf Krebszellen toxisch, ohne den gesunden Zellen zu schaden. Ebenso wird untersucht, in wie weit Beifuss bei Borreliose helfen kann. Bei Malaria existieren bereits Medikamente mit dem Wirkstoff Artesiminin. Meine Dosis: 30 – 40 Tropfen über den Tag verteilt. (Artikel über Beifuß: https://monika-rauch.com/2021/11/11/beifuss-artemisia-vulgaris-korbbluetler) Ätherisches Oreganoöl wirkt antibakteriell, antiviral und fungizid es fördert die Durchblutung, ist entzündungshemmend und schmerzstillend. Meine Dosis: 1 – 3 Tropfen täglich, langsam steigern. Mischtee Den werde ich zuhause testen, das war ein Geschenk des Geschäftes.

Zistrose, Oregano, Beifuß Griech. Bergtee (Fotos von @Pixabay, dankeschön!)

Seelenhygiene

Meine Sichtweise ist ganzheitlich. Ein optimal versorgter Körper ist bestimmt eine gute Voraussetzung, um gesund zu sein. Eine positive Sichtweise, Fröhlichkeit, Unbeschwertheit und Zufriedenheit jedoch führen garantiert zu mehr Heilung als das ausgeklügelste Fitness- und Ernährungsprogramm. Ich meine sogar, dass der Körper krank wird, um darauf hinzuweisen, dass bei uns seelisch etwas nicht im Lot ist.

Ich weiß schon seit einiger Zeit, dass bei mir etwas im Ungleichgewicht ist. Das macht sich bemerkbar, dass ich in bestimmten Situationen „angetriggert“ bin und immer wieder in Verhaltensweisen falle, die mir Energie rauben. Ich bin in negativen Gedanken und Gefühlen verstrickt und komme da erst raus, wenn ich mir bewusst werde, dass „es“ gerade passiert.

Als Erste-Hilfe-Maßnahme mache ich mentale Übungen, um meiner Selbst bewusst zu werden, z.B. „Meine Mitte weiß, wo … oben und unten … links und rechts … vorne und hinten … ist.“ Mein Ziel ist, mein Leben bewusst im Hier und Jetzt zu erfahren. Das sagt sich so leicht, denn ständig zermartern wir unser Hirn und analysieren: „Was war? Wieso ich, was hab‘ ich falsch gemacht? Was lief in meiner Kindheit schief? Was wird sein? Wie geht es weiter? …“ Diese Gedankenkonstrukte sind nicht reell, es sind nur Überlegungen, was war oder was sein wird. In der Regel sind sie sogar recht hinderlich, weil wir dazu neigen, Angst aufzubauen. Reell sind wir nur, wenn wir bewusst in der Gegenwart leben ohne Gedankengeratter und die daraus resultierenden Gefühle wie Ohnmacht, Bedürftigkeit, Wut, Angst.

Wie das funktioniert? Wenn das Gegrübele losgeht oder alte Gefühle hochkommen, nehme ich eine beobachtende Position ein – ohne Wertung. Nur das Jetzt ist wichtig, weil nur der Moment gerade geschieht. Ist eine Methode, die angelehnt ist an den Zen-Budhismus. Da ich gerade im Urlaub bin, übe ich mich in dieser Kunst. Ruhe und Klarheit stellen sich ein, wenn wir den Moment leben. Wenn ich auf das Jetzt fokussiert bin, kann ich kreativ sein und etwas entstehen lassen. Und ich hoffe, dass sich das positiv auf meinen Krankheitsverlauf ausüben wird.

Ernährung

Basische Kost mit viel Gemüse und Obst und noch mehr Olivenöl und wenig tierischen Fetten hilft jedem Körper zu gesunden. Krankheitserreger und Krebszellen fühlen sich eher wohl in saurem Milieu. Daher sollte der Anteil an pflanzlicher Kost immer höher sein als an tierischer. Genussmittel, wie Alkohol und Zucker, sollte man nur in Maßen zu sich nehmen. Zudem wird noch die Sublementierung von verschiedenen Vitaminen, (z.B. Vitamine C, D und B-Komplexe) empfohlen.

Hitze

Borrelien mögen keine Hitze, deshalb sind Saunagänge eine gute Unterstützung bei der Behandlung. Vielleicht tut’s aber auch die kretische Sommerhitze?

Mir geht es wieder gut! Bis auf leichte Schmerzen in den Oberarmen, haben sich alle Symptome zurückgebildet. Gleichzeitig mit dem Absetzen des Antibiotikums nahm und nehme ich die o.g. Heilmittel. Urlaubsruhe, Bewegung (schwimmen und laufen), sowie die kretische Kost unterstützen meine Heilung. Die Kuperose und die Hautflecke am Arm sind verschwunden. Ich habe die gereinigte Haut mit Olivenöl eingecremt und danach mit starkem Cistustee abgetupft. Das Hautbild war schon nach einigen Stunden wesentlich besser. Olivenöl ist reich an Antioxidantien, Linolsäure, Vitamin E, Chlorophyll – es schützt die Haut und regt die Zellerneuerung an.

Wie es weitergeht? Ich werde zunächst bei einer Heilpraktikerin,  die auf Borreliose spezialisiert ist, mittels Dunkelfelddiagnose schauen, in wie weit sich noch lebende Borrelien im Blut befinden. Bis zu dem Termin werde ich weiterhin die Kräuter zu mir nehmen und versuchen, im Jetzt zu bleiben. Ich werde berichten.

Disclaimer Ich schreibe hier über meine persönlichen Erfahrungen und über traditionelles Heilwissen. Ich versuche, Sachverhalte korrekt darzustellen, kann aber Fehler nicht ausschließen. Falls Du an Borreliose erkrankt bist, sprich Dich mit einem Arzt*in/Heilpraktiker*in ab, welche Behandlung am Besten passt.

Selbstbemächtigung = alle Möglichkeiten, sie sich zeigen, ausschöpfen

Kreta: Lasithi-Hochebene und Ölmanufaktur

Auf ca. 830 m Seehöhe befindet sich im Nordosten Kretas diese fruchtbare Hochebene, wo seit Jahrhunderten Kartoffeln, Getreide und Obst angebaut wird. Um kein kostbares Ackerland zu vergeuden, kleben die ca. 20 Dörfer am Rand der Ebene an den Berghängen und so kann man eine bequeme Rundreise von Ort zu Ort machen. Es gibt viel Landschaft, und einige Sehenswürdigkeiten, z.B. die Geburtshöhle von Göttervater Zeuss. Wir sind nur durch die Dörfer gegondelt und haben geschaut. Wo die Touri-Massen waren, haben wir uns schön ferngehalten.

Über 4000 Windmühlen förderten einst das Wasser zu den Feldern. Heute übernehmen das meistens Elektropumpen. Glücklicherweise werden viele der teilweise verrotteten Mühlen restauriert.

Malerische Tavernen flankieren den Rundweg am Rande der Hochebene.

Natur, Schafe und der einzige Süßwassersee von Kreta.

Kapelle am Wegesrand

Olivenöl-Manufaktur

Auf dem Weg zur, bzw. von der Hochebene haben wir eine Olivenöl-Manufaktur entdeckt. Es ist ein Familienunternehmen, das ein kleines Museum im Fabrikationsgebäude eingerichtet hat. Ein junger Mann aus der Familie hat uns einiges erklärt, zudem stehen Tafeln mit Erklärungen und kleine Leinwände mit Filmen neben den Geräten.

Auf der einen Seite stehen die modernen Maschinen, die im Winter im Einsatz sind. Und auf der anderen Seite sieht man die traditionellen Geräte.

Früher wie heute: Die Oliven werden im November/Dezember geerntet, gereinigt und mit Kern gepresst. Die Masse wird bis max. 36°/38°C erwärmt und mittels Zentrifugalkraft ausgeschleudert und gesiebt. Das Wasser wird weiter verwendet, die trockene Maische dient als Brennmaterial und das Olivenöl kann genutzt werden – entweder in Reinform oder es findet sich in kosmetischen Produkten wieder.

Natürlich gibt es auch einen Shop. Da wir mit kleinem Gepäck reisen, können wir nicht viel mitnehmen – nur ein paar Oliven und Landwein für abends.😉

Selbstbemächtigung = die Welt staunend betrachten und lernen

Urlaubsgrüße aus Kreta

Wir entschieden uns zu einem abgespeckten Urlaub in einem sehr einfachen Hotel. Es ist ein Studio mit einer Kochplatte, einem Kühlschrank, einem Schrank, einem winzigen Bad, wo man eng mit dem Duschvorhang verbunden ist und einem kleinen Balkon mit einem schönen Blick Richtung Meer.

Das Hotel ist ein kleiner Familienbetrieb und alle sind super freundlich und bemüht. Das ist total schön. Allerdings sind wir in einer Ballermanngegend gelandet. Glücklicherweise etwas oberhalb der grölenden Masse, hier ist es etwas beschaulicher.

Das leibliche Wohl

Ausflüge

Mit dem Auto klappern wir die Insel ab und ich halte nach schönen Plätzen und mir fremden Pflanzen Ausschau (Blog über die Tabakpflanze: https://monika-rauch.com/2022/07/24/tabak/ )

Bei der Hitze gehen wir natürlich gerne an den Strand. Durchschnittstemperatur ist so um die 30°C und das Meer ist glasklar und sauber, also herrlich!

Einen Ort weiter, in Pachia Ammos, geht es beschaulicher zu: Wenig Touris, hohe Wellen, schöne Tavernen. Hier haben wir fantastisch gespeist.

Selbstbemächtigung = sich an einfachen Dingen erfreuen

Und wohin geht bei Euch die Reise?

Distel Gedicht

Stolz hebst Du den Kopf empor.
Zeigst mir, was einst ich verlor:
Meine Wünsche, meine Sicht – auch wenn es gewaltig sticht.
Du nährst manch‘ Tierchen  gerne – Dornen halten Feinde ferne.

Stolz heb‘ ich den Kopf empor, hole zurück, was ich verlor: Meine Wünsche, meine Sicht. Mit Stacheln zu schützen und Seele zu leben – heilge Pflicht.

Selbstbemächtigung = sich leben

Monika Rauch

Pflanzenportrait:Fingerkraut

Kriechendes Fingerkraut/Gemeines Fünffingerkraut (Potentilla reptans) verwandt mit der Blutwurz – Heilwirkung: zusammenziehend (adstringierend), entzündungshemmend, krampflösend, schmerzstillend –  Blätter, Blüten und Stengel verwendbar – als Tee, Spülungen – Tinkturen verwendbar – bei Unterleibserkrankungen, Hals-Rachen-Entzündungen, Magen-Darm-Beschwerden, Krämpfen, zur Wundheilung, bei Menstruationsschmerzen, Blutungen, Entzündungen, Zahnweh.

Bei schweren Krankheitsverläufen bitte immer einen Arzt konsultieren!

Selbstbemächtigung = in der Natur Heilung erfahren

Pflanzenportrait:Echtes Mädesüß (Filipendula ulmaria)

Standort Es hat gerne „nasse Füße“, d.h. dort, wo es feucht ist, lässt es sich finden: Im Uferbereich an Seen, Flüssen, Bächen und Mooren und bei mir im Garten.

Wirkstoffe Mädesüß enthält Salicylsäure und wird als Wiesen-Aspirin bezeichnet. Zudem sind Ätherische Öle, Flavonoide, Gerbsäure, Kieselsäure,Vanillin, Zitronensäure und Schleimstoffe enthalten. Duft und Geschmack erinnern an Vanille und Honig.

Heilwirkung Es wirkt gegen Entzündungen, kann Schmerzen lindern und Fieber senken. Mädesüß hilft, innerlich und äußerlich angewendet, unterstützend bei Erkältungssympomen und Kopfschmerzen, Rheuma, Gicht, Gelenkschmerzen, Blasenentzündungen. Zudem kann es bei Sonnenbrand,  Mückenstichen, Ekzemen helfen.

Verwendung Blüten, Blätter, Wurzeln können frisch oder getrocknet als Tee, Tinktur, Oxymel, Ölauszug verwendet werden. Und es schmeckt sehr aromatisch in Tees oder Kräuterlimos!

Zu Hause habe ich zwei Mädesüßstauden gesetzt. Obwohl sie es gerne feucht mögen, sind die gut angegangen. Allerdings dauert es noch eine Weile, bis ich etwas mehr ernten kann. In meinem Kurzurlaub in der Rhön bekam ich sie dafür ausreichend „serviert“. Darüber freue ich mich und danke der Natur.

Selbstbemächtigung = Natur heilen lassen

Rosen

„Ein Mensch bemerkt mit bitterm Zorn, dass keine Rose ohne Dorn. Doch muss ihn noch viel erbosen, dass sehr viel Dornen ohne Rosen.” Eugen Roth (1895 – 1976)

Hundsrose (Rosa Canina) – Wildrose

Sie gilt als die Königin der Blumen – die Rose. Ursprünglich kommt die wilde Rose aus China und hat sich im Laufe der Zeit auf der ganzen Welt ausgebreitet.

Man unterscheidet zwischen Wildrosen und Kulturrosen. Wildrosen sind „unbehandelt“, sie haben keine gefüllten Blüten und bilden Hagebutten. Sie bieten Bienen und Hummeln ausreichend Nahrung. Kulturrosen sind das Ergebnis von Kreuzungen und Veredelungen. Mittlerweile gibt es über 30.000 Sorten und jede hat eine etwas andere Form, Größe und/oder Farbe. Die meisten Rosen haben – botanisch korrekt ausgedrückt – Stacheln, manchmal auch unter den Blättern. Ihre Blüten haben ätherische Öle, denen sie ihren typischen Duft verdanken. Daher findet man Rosenöle in vielen Kosmetikprodukten.

Als Heilpflanze dient sie als Mittel bei Leber-/ Gallenproblemen und psychisch bei Stress, Kummer, Angst und zur Beruhigung. Rosenblüten finden bei Durchfall, zur Wundheilung, bei Herpes und Akne Verwendung. Sie enthalten entzündungshemmende Gerbstoffe und Flavonoide. Früher war die Rose ein Nahrungsmittel.

Ihre Früchte, die Hagebutten, haben einen hohen Gehalt an Vitamin C und bieten somit einen starken Zellschutz. Sie helfen als Tee von innen und äußerlich wirken sie in Cremes, Ölen, Tinkturen.

Was man aus Hagebutten alles machen kann:

https://monika-rauch.com/2021/12/30/puelverchen

/https://monika-rauch.com/2022/06/04/hagebutten-ringelblumen-creme/

https://monika-rauch.com/2022/02/19/powermittel-gegen-verspannungen-augenringe-und-cellulite/

Heute wird sie vor allem wegen ihrer „Schönheit“ und ihres Duftes verehrt. Rosen werden als Zeichen der Liebe, Freundschaft, Versöhnung, Respekt, Dankbarkeit … verschenkt. Jede Farbe hat eine andere Bedeutung.

In der Kunst- und Kulturszene hat die Rose ihren festen Platz: Lieder, Gedichte und Gemälde drehen sich um die Rose. Oft wird der scheinbare Widerspruch zwischen ihrer Anmut und ihrer Gefährlichkeit aufgezeigt; so schön und doch so verletzend durch ihre Dornen (richtig: Stacheln) kann sie sein. Dabei haben die Stacheln durchaus einen Sinn – sie dienen vor allem als Fraßschutz und als Kletterhilfe beim Ranken.

Diese Dornen, die hätten wir manchmal gerne weggezüchtet und wünschten, dass einmal alles glatt ginge, dass alles „vollkommen“ sei – wie bei einer schönen Rose. Aber eine schöne Rose ist nicht nur perfekt, sie braucht einen Schutz.

Die Rose (Rosa) ist der Namensgeber der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Viele Heilpflanzen und Früchte gehören dazu wie: Erdbeeren, Äpfel, Aprikosen, Kirschen, Pflaumen Mirabellen, Birnen, Brombeeren, Himbeeren.

Ich liebe sie, die Rosen. Wenn ich richtig überlege, ist sie mir die kleine zarte Wildrose mit ihrem dezenten Duft und ihren Stacheln am liebsten. Sie ist perfekt, wie sie ist; wild und frei. Sie dient als Nahrung und trägt Früchte. Viel mehr als die Kulturrose, die so edel gezüchtet wurde, dass sie manchmal ohne Schnitt und Stütze nicht überleben kann.

Selbstbemächtigung = wild, frei und mit Stacheln sein

Einzug in die Sommerküche

2020 bauten wir einen Raum des Schuppens in eine kleine Sommerküche um, mit Teilen unserer alten Küche. Wir waren damals gezwungen, unten zu „hausen“, weil es mehrere Wochen dauerte, bis die neue Küche im Haus fertig war.

In der Mitte ist noch die alte Küche im Originalzustand aufgebaut,rechts unten stehen die alten Möbel zur Aufbereitung bereit.
Die alten Möbel wurden gesäubert, geschliffen, geölt und eingepasst.

Das war richtig klasse,  denn unsere Leben spielte sich fast nur noch im Garten ab. Und das Wetter spielte mit. Letztes Jahr war das nicht so dolle mir dem Wetter, doch jetzt …. tataaaa:

Gestern habe ich das Geschirr und Besteck gespült, die Schränke ausgewischt und das erste Mal seit langem  draußen gekocht.

Es gab Bohnen-Eintopf … bei der Hitze etwas ungewöhnlich, ich wollte mich ja nicht gleich überfordern!😄

Schuppen: links die Küche, in der Mitte das Plumpsklo, rechts Schuppen für Gartengeräte, Dünger, Samen etc. Sommerküche: Schränke für unser ausrangiertes Besteck und Geschirr, Spüle, Kühlschrank, Gasherd und darauf steht der Eintopf.
Der Sitzplatz ist schön im Schatten – gleich neben der Küche. Kaffee ist auch schnell gekocht.

Die Pandemie hat manchmal auch etwas Gutes bewirkt, nämlich, dass wir gezwungen waren, uns auf uns selbst zu reduzieren.

Uns, d.h. meinem Mann und mir, war nicht langweilig, wir genossen die Erde und die Sonne und die Gäste, die einzeln oder zu zweit (je nach Lage) bei uns im Garten zu Besuch waren. Ich würde sagen, die Pandemie mit all ihren Einschränkungen hat uns in diesem Sinne beruhigt und geerdet.

Eigentlich wollte ich ja nur kurz berichten, wie sehr ich mich freue, dass die Sommerküche wieder aktiviert wurde … Ok, ist etwas ausführlicher geworden.😇

Selbstbemächtigung = sich im Einklang mit der Natur bringen

Hexenküche: Bratlinge

Schnell gemacht mit natürlichen Zutaten

Zutaten: Kidneybohnen, Haferflocken, Lupinenschrot, Zwiebeln, Knoblauch, Petersilie (oder andere Kräuter), (Ei), Senf, Salz, Pfeffer, Paprika – verkneten, formen und in Olivenöl ausgebacken. Bei den Zutaten und Mengen kann man seiner Phantasie freien Lauf lassen. Saftig und lecker!

Ich liebe es, mit Lebensmitteln zu experimentieren. Es kommen zwar weder Spinnenbeine noch Krötengift ins Essen, doch solche gefährlichen Lebensmittel wie Kräuter und Gemüse sind durchaus dabei. Meine Männer beäugen mein Kochen schon etwas misstrauisch, aber meistens schmeckt’s ihnen dann doch. Manchmal gibt’s auch Schelte, naja nicht alles gelingt immer.

Ich gebe es zu: Ich mag gerne Fleisch essen. Ich weiß aber, dass es nicht überlebenswichtig ist und dass Umwelt und Tiere wegen des übertriebenen Konsums in den Industrieländern leiden. Wir sind direkt mit Fleisch gemästet worden und haben uns, wie in anderen Lebensbereichen auch, abhängig gemacht. Glücklicherweise setzt gerade eine Trendwende ein, die zu einem bewussteren Konsum oder Verzicht führt. Ich finde es gar nicht so leicht, auf fleischlos umzusteigen und hoffe, dass ich so nach und nach meine „Sucht“ überwinde. Die Klopse kommen schon mal gut an, auch bei meinen Männern.

Selbstbemächtigung = sich bewusst gesund ernähren

Betriebsausflug nach Eltville

Alte Stadtansicht und Buchpresse (übrigens ist die Mechanik der Buchpresse die gleiche wie bei einer Weinpresse)

Im hessischen Rheingau liegt das hübsche Städtchen Eltville, das auf alle Fälle eine Reise wert ist. Es war Ziel unseres Betriebsausfluges und wir hatten dort eine gute Zeit. Wir buchten eine Führung durch die Kurfürstliche Burg und erfuhren:

Die Burg wird gerne für Trauungen und Empfänge gebucht. Stadtansichten von der Burg aus. Eltville kennzeichnet, dass weder Durchfahrtsstraße noch Bahnlinie die Stadt vom Rhein trennt.
  • Der Name Eltville stammt aus dem Lateinischen von „Alta Villa“ = Hoher Hof, höher gelegene Stadt.
  • Eltville, Gutenbergstadt – hier hatte Johannes Gensfleisch, der sich später Gutenberg nannte, elterliche Wurzeln und verweilte dort einige Zeit seines Lebens. Johannes Gutenberg ist der Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern und hat somit eines der ersten „schnellen Medien“ erschaffen. Hauptsächlich hat er im nahegelegenen Mainz gewirkt, doch in Eltville wurde der Buchdruck von einem seiner Schüler vorangetrieben. Davon erzählt auch die Ausstellung in der Burg.
  • Eltville, Rosenstadt – während des 30jährigen Krieges 1635 wurde die eigentliche Burg durch die Schweden zerstört. Die Burg wurde im Laufe der Jahre teilweise aufgebaut und restauriert und der Burggrabenen zu einem Garten umgestaltet. Dabei stellte man fest, dass das milde Klima Rosen wunderbar gedeihen ließ – manche Kletterrose wuchs über das dreifache ihrer normalen Wuchshöhe hinaus. 1871 gründete Carl Schmitt in Eltville eine Rosenschule. Seit 1988 gehört Eltville zu dem erlesenen Kreis der Deutschen Rosenstädte und Rosendörfer. Hier prägen Rosen das Stadt- und Landschaftsbild. Jedes Jahr Anfang Juni gibt es Veranstaltungen zum Thema Rosen in Eltville.
  • Eltville, Weinstadt – Im Rheingau beschert das milde Klima und der Lößboden die Möglichkeit, hervorragende Weine herzustellen. So auch in Eltville. Hier ist die größte deutsche Wein- und Sektkelterei, vormals M&M, jetzt Rotkäppchen-Mumm, ansässig. Hier kann man Führungen und Verkostungen buchen.
Der Burggraben

Wir erfuhren noch viel mehr, was Ihr in verschiedenen Internet-Plattformen nachlesen könnt. Die Hitze ließ uns „dürsten“ – deshalb ging es anschließend in ein gut ausgesuchtes Lokal zum Mittagessen (und -trinken).

Der Riesling ist der klassische Anbau-Wein im Rheingau und in Rheinhessen.

Mit dem Restaurant „Altes Holztor Trattoria Da Pino“ traf unsere Kollegin eine gute Wahl: Wir saßen draußen regen- und windgeschützt, das Essen war lecker und für jeden war etwas dabei, die Preise moderat und die Bedienung sehr freundlich. Einige unserer Kollegen mussten anschließend nach Hause, eine kleine Auswahl blieb und schaute sich noch das Rheinufer an. Bevor es mit der Bahn zurück ging, teilten wir uns zu fünft eine Flasche wunderbaren Rieslings.

Das mit der Bahnfahrt ist nochmal ein anderes Kapitel: Normalerweise braucht man von Maintal via Frankfurt nach Eltville 1,5 Stunden. Bedingt durch Sturmschäden, einem Zugunglück und den daraus resultierenden Umleitungen waren wir auf der Hinfahrt gute 2 Stunden und auf der Rückfahrt knappe 3 Stunden unterwegs. Das hat unserer Stimmung keinen Abbruch getan, wir hatten gute Gespräche und viel gelacht. Unser Betriebsausflug war einfach schön und es kam bestimmt nicht zu einem Saufgelage. Es hat eher die Gemeinschaft gestärkt.

Zum Thema Betriebssausflüge habe ich folgendes gefunden:

„Betriebsausflüge haben einen tieferen Sinn. Nicht nur stärken sie das Verhältnis der Mitarbeitenden zum Unternehmen, auch das Verhältnis der Mitarbeitenden untereinander kann durch Betriebsausflüge verbessert werden. Ist das Arbeitsklima bereits auf einem hohen Niveau, können Betriebsausflüge dabei helfen, die Interaktion der Teammitglieder untereinander auf eine neue Ebene zu bringen. Denn wer sich gut kennt, spielt sich auch im Arbeitsalltag besser in die Hände und optimiert damit den Workflow. Wer den Workflow optimiert, arbeitet effizienter und bringt in letzter Konsequenz dem Unternehmen wirtschaftlichen Erfolg.“

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Selbstbemächtigung = Gemeinsamkeiten schaffen