2020 bauten wir einen Raum des Schuppens in eine kleine Sommerküche um, mit Teilen unserer alten Küche. Wir waren damals gezwungen, unten zu „hausen“, weil es mehrere Wochen dauerte, bis die neue Küche im Haus fertig war.
In der Mitte ist noch die alte Küche im Originalzustand aufgebaut,rechts unten stehen die alten Möbel zur Aufbereitung bereit.Die alten Möbel wurden gesäubert, geschliffen, geölt und eingepasst.
Das war richtig klasse, denn unsere Leben spielte sich fast nur noch im Garten ab. Und das Wetter spielte mit. Letztes Jahr war das nicht so dolle mir dem Wetter, doch jetzt …. tataaaa:
Gestern habe ich das Geschirr und Besteck gespült, die Schränke ausgewischt und das erste Mal seit langem draußen gekocht.
Es gab Bohnen-Eintopf … bei der Hitze etwas ungewöhnlich, ich wollte mich ja nicht gleich überfordern!😄
Schuppen: links die Küche, in der Mitte das Plumpsklo, rechts Schuppen für Gartengeräte, Dünger, Samen etc. Sommerküche: Schränke für unser ausrangiertes Besteck und Geschirr, Spüle, Kühlschrank, Gasherd und darauf steht der Eintopf.Der Sitzplatz ist schön im Schatten – gleich neben der Küche. Kaffee ist auch schnell gekocht.
Die Pandemie hat manchmal auch etwas Gutes bewirkt, nämlich, dass wir gezwungen waren, uns auf uns selbst zu reduzieren.
Uns, d.h. meinem Mann und mir, war nicht langweilig, wir genossen die Erde und die Sonne und die Gäste, die einzeln oder zu zweit (je nach Lage) bei uns im Garten zu Besuch waren. Ich würde sagen, die Pandemie mit all ihren Einschränkungen hat uns in diesem Sinne beruhigt und geerdet.
Eigentlich wollte ich ja nur kurz berichten, wie sehr ich mich freue, dass die Sommerküche wieder aktiviert wurde … Ok, ist etwas ausführlicher geworden.😇
Selbstbemächtigung = sich im Einklang mit der Natur bringen
Ein Tagesausflug führte uns dieses Mal nach Rheinland-Pfalz in das Freilichtmuseum Bad Sobernheim. Nachdem wir den Eintritt gezahlt hatten, waren wir ca. 3 Stunden unterwegs und haben längst nicht alles gesehen. Der Eintritt ist übrigens für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei. Mehr Infos auf der Website des Museums: https://www.freilichtmuseum-rlp.de/
Ein kleiner Kräutergarten und viele Gemüse- und Blumenbeete, die neben den Häusern und Gehöften angelegt sindAußenansichtenGefährteBackhausFeuerholzSchreinerei WebstuhlFriseurKaufmannsladenNeueres Gefährt PostUniformenWeinkellerStilles ÖrtchenHandwerk und ArbeitVom Teich zur WassermühleEssenszubereitungDie gute StubeSchlafenKapelleTanz- und TrausaalGaststubeWohnen und Leben
Unterwegs gibt es einige Möglichkeiten zum Einkehren und für Kinder gibt es mindestens einen Spielplatz. Unser Fazit: Ein liebevoll gestaltetes Museum mit Liebe zum Detail, eingebettet in hügeliger Landschaft. Eine klare Empfehlung wenn man in der Nähe ist.
Selbstbemächtigung = sich für die Geschichte unserer Vorfahren interessieren
Zutaten: Kidneybohnen, Haferflocken, Lupinenschrot, Zwiebeln, Knoblauch, Petersilie (oder andere Kräuter), (Ei), Senf, Salz, Pfeffer, Paprika – verkneten, formen und in Olivenöl ausgebacken. Bei den Zutaten und Mengen kann man seiner Phantasie freien Lauf lassen. Saftig und lecker!
Ich liebe es, mit Lebensmitteln zu experimentieren. Es kommen zwar weder Spinnenbeine noch Krötengift ins Essen, doch solche gefährlichen Lebensmittel wie Kräuter und Gemüse sind durchaus dabei. Meine Männer beäugen mein Kochen schon etwas misstrauisch, aber meistens schmeckt’s ihnen dann doch. Manchmal gibt’s auch Schelte, naja nicht alles gelingt immer.
Ich gebe es zu: Ich mag gerne Fleisch essen. Ich weiß aber, dass es nicht überlebenswichtig ist und dass Umwelt und Tiere wegen des übertriebenen Konsums in den Industrieländern leiden. Wir sind direkt mit Fleisch gemästet worden und haben uns, wie in anderen Lebensbereichen auch, abhängig gemacht. Glücklicherweise setzt gerade eine Trendwende ein, die zu einem bewussteren Konsum oder Verzicht führt. Ich finde es gar nicht so leicht, auf fleischlos umzusteigen und hoffe, dass ich so nach und nach meine „Sucht“ überwinde. Die Klopse kommen schon mal gut an, auch bei meinen Männern.
Alte Stadtansicht und Buchpresse (übrigens ist die Mechanik der Buchpresse die gleiche wie bei einer Weinpresse)
Im hessischen Rheingau liegt das hübsche Städtchen Eltville, das auf alle Fälle eine Reise wert ist. Es war Ziel unseres Betriebsausfluges und wir hatten dort eine gute Zeit. Wir buchten eine Führung durch die Kurfürstliche Burg und erfuhren:
Die Burg wird gerne für Trauungen und Empfänge gebucht. Stadtansichten von der Burg aus. Eltville kennzeichnet, dass weder Durchfahrtsstraße noch Bahnlinie die Stadt vom Rhein trennt.
Der Name Eltville stammt aus dem Lateinischen von „Alta Villa“ = Hoher Hof, höher gelegene Stadt.
Eltville, Gutenbergstadt – hier hatte Johannes Gensfleisch, der sich später Gutenberg nannte, elterliche Wurzeln und verweilte dort einige Zeit seines Lebens. Johannes Gutenberg ist der Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern und hat somit eines der ersten „schnellen Medien“ erschaffen. Hauptsächlich hat er im nahegelegenen Mainz gewirkt, doch in Eltville wurde der Buchdruck von einem seiner Schüler vorangetrieben. Davon erzählt auch die Ausstellung in der Burg.
Eltville, Rosenstadt – während des 30jährigen Krieges 1635 wurde die eigentliche Burg durch die Schweden zerstört. Die Burg wurde im Laufe der Jahre teilweise aufgebaut und restauriert und der Burggrabenen zu einem Garten umgestaltet. Dabei stellte man fest, dass das milde Klima Rosen wunderbar gedeihen ließ – manche Kletterrose wuchs über das dreifache ihrer normalen Wuchshöhe hinaus. 1871 gründete Carl Schmitt in Eltville eine Rosenschule. Seit 1988 gehört Eltville zu dem erlesenen Kreis der Deutschen Rosenstädte und Rosendörfer. Hier prägen Rosen das Stadt- und Landschaftsbild. Jedes Jahr Anfang Juni gibt es Veranstaltungen zum Thema Rosen in Eltville.
Eltville, Weinstadt – Im Rheingau beschert das milde Klima und der Lößboden die Möglichkeit, hervorragende Weine herzustellen. So auch in Eltville. Hier ist die größte deutsche Wein- und Sektkelterei, vormals M&M, jetzt Rotkäppchen-Mumm, ansässig. Hier kann man Führungen und Verkostungen buchen.
Der Burggraben
Wir erfuhren noch viel mehr, was Ihr in verschiedenen Internet-Plattformen nachlesen könnt. Die Hitze ließ uns „dürsten“ – deshalb ging es anschließend in ein gut ausgesuchtes Lokal zum Mittagessen (und -trinken).
Der Riesling ist der klassische Anbau-Wein im Rheingau und in Rheinhessen.
Mit dem Restaurant „Altes Holztor Trattoria Da Pino“ traf unsere Kollegin eine gute Wahl: Wir saßen draußen regen- und windgeschützt, das Essen war lecker und für jeden war etwas dabei, die Preise moderat und die Bedienung sehr freundlich. Einige unserer Kollegen mussten anschließend nach Hause, eine kleine Auswahl blieb und schaute sich noch das Rheinufer an. Bevor es mit der Bahn zurück ging, teilten wir uns zu fünft eine Flasche wunderbaren Rieslings.
Das mit der Bahnfahrt ist nochmal ein anderes Kapitel: Normalerweise braucht man von Maintal via Frankfurt nach Eltville 1,5 Stunden. Bedingt durch Sturmschäden, einem Zugunglück und den daraus resultierenden Umleitungen waren wir auf der Hinfahrt gute 2 Stunden und auf der Rückfahrt knappe 3 Stunden unterwegs. Das hat unserer Stimmung keinen Abbruch getan, wir hatten gute Gespräche und viel gelacht. Unser Betriebsausflug war einfach schön und es kam bestimmt nicht zu einem Saufgelage. Es hat eher die Gemeinschaft gestärkt.
Zum Thema Betriebssausflüge habe ich folgendes gefunden:
„Betriebsausflüge haben einen tieferen Sinn. Nicht nur stärken sie das Verhältnis der Mitarbeitenden zum Unternehmen, auch das Verhältnis der Mitarbeitenden untereinander kann durch Betriebsausflüge verbessert werden. Ist das Arbeitsklima bereits auf einem hohen Niveau, können Betriebsausflüge dabei helfen, die Interaktion der Teammitglieder untereinander auf eine neue Ebene zu bringen. Denn wer sich gut kennt, spielt sich auch im Arbeitsalltag besser in die Hände und optimiert damit den Workflow. Wer den Workflow optimiert, arbeitet effizienter und bringt in letzter Konsequenz dem Unternehmen wirtschaftlichen Erfolg.“
Eine Woche Urlaub im Mai, aber wohin? Wir haben uns für eine Tour mit unserem Youngtimer entschieden. Als grobes Ziel war die Deutsche Alpenstraße anvisiert. Das ist hauptsächlich die B308, die von Lindau am Bodensee bis in die Gegend von Salzburg führt. Wir sind zunächst über Dieburg/Hessen durch den Odenwald am Neckar entlang gefahren – das ist eine sehr idyllische Strecke. Im Stuttgarter Raum wurde es hektisch, eine Stadt nach der anderen, viele Baustellen und krasse Tempolimits (Baden-Württemberg). Irgendwann fuhren wir genervt auf die A81 bis zur Ausfahrt Engen. Von dort haben wir den Aachtopf besucht.
Der Aachtopf
Deutschlands größte Quelle: Hier entspringt die Aach, die in den Bodensee mündet. Allerdings ist das meiste Wasser von der Donau geklaut. Einige Kilometer weiter verschwindet Wasser der Donau im vulkanischen Gestein und kommt im Aachtopf wieder zum Vorschein.
Überlingen am Bodensee
2021 fand die Landesgartenschau in Überlingen statt, also braucht man gar nicht zur Insel Mainau fahren, der Botanische Garten tut’s auch. Wir fanden ein Hotel mit Blick auf den Bodensee. Weil sich das Wetter verschlechtern sollte, buchten wir das Zimmer für einige Tage, als Zuflucht sozusagen. Das Hotel Schäpfle können wir nur empfehlen: schöne Zimmer, regionale Küche und sehr aufmerksames Personal.
St.-Nikolaus-Münster
Was für ein Prunk! Eigentlich sollte ein Tempel/eine Kirche ein Rückzugsort für Gebet und Meditation sein. Ein imposantes Zeitzeugnis ist es allemal.
Bauernmarkt in Überlingen
Samstags ist Marktag rund um den Münster: Landwirtschaftliche Produkte aus der Region und einige Fressbuden treffen auf malerischen Hintergrund.
Pfahlbauten Unteruhldingen
Das Pfahlbaumuseum und ein angeschlossenes Forschungsinstitut werden von einem ambitionierten Verein seit 1922 betrieben. Viele Phalbau-Fundstellen befinden sich rund um den Bodensee unter Wasser oder im feuchten Moor und sind somit schwer zugänglich. Daher hat es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, diese Kulturgüter durch Ausstellungen von Originalfunden, Rekonstruktionen und Informationstafeln sichtbar zu machen. Archäologische Funde und Nachbauten von Pfahlhäusern aus der Stein- und Bronzezeit werden hier eindrücklich präsentiert.
Von Lindau nach Immenstadt
Das gute Wetter wollte genutzt werden: Zunächst quälten wir uns die dichtbefahrene B31 von Überlingen nach Lindau. Und dann wurde es schön: Wir fuhren die Alpenstraße mit kleinen Abweichungen über den Oberjochpass, einem kleinen Stück in Österreich. In Immenstadt machten wir eine Rast und vertraten uns die Füße. Danach ging es wieder zurück. Die Strecke ist wunderschön und gut ausgebaut.
Kreuz und quer bis ins Ötztal
Wir klapperten einige kleine Pässe ab und landeten schließlich im Ötztal in einem Explorer-Hotel. Das sind sehr minimalistisch eingerichtete Hotels mit frischem Flair und einem einem moderaten Preis-Leistungs-Verhältnis. Uns hat’s sehr gut gefallen, obwohl wir als Dinos den Altersschnitt leicht angehoben haben. Unser treues GefährtPässe, das Hotel und mein persönlicher Fahrer. Schaut mal auf die Benzinpreise, sie sind 30 bis 40 % günstiger als in Deutschland.
Über den Kühtaisattel zurück ins Allgäu
Idyllische Landschaften wechseln sich mit tristen kahlgefahrenen Skiorten ab. Im Winter ist’s bestimmt schön hier, wenn der Schnee alles bedeckt.Schnee auf 2017 HöhenmeternAm Walchensee vorbei in die Jachenau
Dieser See hat uns total überrascht mit seinem karibischen Blau! Hier möchte ich mal länger hin, wenn es warm ist. So denken wohl viele, denn in der Saison ist die Jachenstraße mautpflichtig und es hat unzählige gebührenpflichtige Parkplätze. Trotzdem, dieses Wasser möchte ich unbedingt beschwimmen! Auch die Jachenau ist wunderschön: Eine schmale Landstraße, mit saftig grünen Wiesen, dem Flüsschen Jachen und wenigen kleinen Dörfern. Rausgekommen sind wir in Bad Tölz, das auch einen Besuch wert ist. Wir sind aber weitergefahren, da wir ein anderes Ziel hatten.Saftige WiesenMurnau ist eine bayrische Kleinstadt am Staffelsee. Hier fanden wir in einer kleinen Pension Quartier.Alpenländische Kulinarik,: Deftiges Essen (hier Spinatpressknödel mit Sauerkraut) und natürlich Bier. In Murnau gibt es das ortsansässige Griesbräu.😋Über kleine Landstraßen Richtung Autobahn
Unser Urlaub hat nur sechs Tage gedauert, wir haben viel gesehen und konnten meist offen fahren, trotz Regenvorhersagen. Wir hatten eine Menge Spaß, weil wir uns auf kleine Abenteuer einlassen konnten: Fremdes Terrain erkunden, Hotels suchen, offen fahren, lustige Tagebücher drehen (wird noch verlinkt), verschiedene Biere kosten … Es war schön, einfach das zu tun, was uns gerade in den Sinn kam. Wir sind langsam durch die Lande gefahren, natürlich nicht als Verkehrshindernis. Die Sonne schien fast immer und wir waren gut druff. Ein schöner Urlaub!
Gemmo = Knospen In der Gemmotherapie nutzt man die Kraft der Bäume. Man sammelt einige Knospen, die noch nicht ganz aufgebrochen sind und lässt diese ausziehen und verarbeitet sie genauso weiter wie die Auszüge von anderen Heilpflanzen.
Süßkirsche – es ist draußen zwar noch etwas frisch, aber das stört die Bienen nicht. Es summt und brummt im Baum und es duftet wunderbar. Das ist eine Wohltat für meine Seele.Noch schnell ein paar Knospen pflücken, bevor alle erblüht sind. Eigentlich müssten sie für meine Zwecke noch etwas verschlossener sein. Ich wage es trotzdem. In den Knospen steckt jegliche Information im embryonalen Zellgewebe. D.h. wenn man die Knospen verwendet, wird die Heilkraft vom gesamten Baum genutzt: von der Rinde, den Blättern und Stielen, der Früchte und Kerne. Für ein Gemmomazerat benötigt man nur eine kleine Menge an Knospen.Die Wirkung der Kirsche ist entgiftend, entzündungshemmend, schlaffördernd. Sie ist reich an Vitamin C, Kalium und Folsäure. Sie kann bei Schlafstörungen, Rheuma, Erkältungen, Bluthochdrock, Gicht, Demenz helfen. Blätter, Stängel und Rinde wirken stärker als die Früchte. Schönes Färbchen, nach ca. zwei Stunden.Meine anderen Gemmo-Präparate: Süßkirsch-Tinktur (Ethanol), Schwarzpappel-Salbe (Sonnenblumenöl + Bienenwachs), Apfel-Tinktur (Wodka), Fichten-/Lärchen-Oxymel (Apfelessig + Honig), Haselnuss- Gemmospray (Wodka + Glycerin), Haarwasser (Douglasie + Holunder + Wodka + Wasser + Mandelöl + äth. Rosmarinöl), Schwarzpappel (Wodka).
Bei meinem letzten Spaziergang habe ich ein paar Kräutlein gefunden, die ich Euch zeigen möchte:
Giersch (Aegopodium podagraria)
„Drei, drei, drei – bist beim Giersch dabei.“ Alte Regel, welche bedeutet, dass man den Giersch aufgrund seines dreieckigen Stängels und den drei mal drei angeordneten Blättern bestimmen kann. Der Giersch ist ein Doldenblütler, den man mit anderen giftigen Vertretern verwechseln kann. Da hilft die Regel enorm.
Gut ernten kann man ihn im Frühjahr und Frühsommer. Man verwendet ihn als Salatbeigabe ähnlich wie Petersilie oder man dünstet ihn wie Spinat, stellt ein Pesto her oder bereitet damit ein Smothie zu. Wer Giersch im Garten hat, freut sich nicht wirklich: Durch seine unterirdischen Wurzelaustriebe kann er schnell wuchern. Da hilft nur eines: aufessen, als Tee trocknen oder eine Jauche für den Garten herstellen und damit andere Schädlinge vertreiben oder als Dünger verwenden.
Inhaltsstoffe: Giersch ist sozusagen ein Superfood – er enthält eine hohe Konzentration an Vitamin C, Kalium und Eisen, sowie anderen Vitaminen und Mineralien. Als sekundäre Pflanzenstoffe enthält er u.a. ätherische Öle und Flavonoide. Anwendung: Giersch regt den Stoffwechsel an, entgiftet, entwässert, und entsäuert. Der Giersch kommt zum Einsatz, wenn „das Zipperlein plagt“, also bei Rheuma, Arthritis und Arthrose. Und er hilft auch bei einer Entwurmung, bei Erkältungen, Zahnweh, Verspannungen.
Taubnesseln (Lamium)
Taubnesseln gibt es in den verschiedenen Sorten (Goldnessel, Bastard-Taubnesseln, weiße und purpurfarbene Taubnesseln). Jede hat ähnliche Wirkungen. Taubnesseln sind nicht mit der Brennnessel verwandt. Sie sind ungiftig.
Inhaltsstoffe: Vitamine B + C, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Kalium, Kieselsäure, Zink. Anwendung: Frauenleiden als „Kraut der lächelnden Mutter“ (reguliert Menstruation und Weißfluss), Blutungen, Hämorrhoiden, Blasenentzündung, Husten, Halsweh, Verdauungsstörungen – innerlich + äußerlich. Wirkweise: astringierend, auswurffördernd, schleimlösend, abschwellend, entzündungshemmend, blutreinigend, blutstillend
Brennnessel (Urtica)
Die Brennnessel brennt dank ihrer Brennhaare. Die Signaturenlehre lehrt, dass Eigenschaften und Aussehen einer Pflanze Ähnliches heilen können. Wenn’s brennt (wie z.B. bei einer Blasenentzündung, oder einem Rheumaschub), kann sie Linderung verschaffen.
Inhaltsstoffe: Flavonoide, Kalium, Caffeoyläpfelsäure, ungesättigte Fettsäuren Anwendung: bei Nieren- und Blasenproblemen, Hauterkrankungen, Nesselsucht, Rheuma, Arthrose, Arthritis, Darmbeschwerden, Schuppen, fettiger Kopfhaut. Auf der psychischen Ebene wirkt sie wie ein Antidepressivum, da sie das Durchsetzungsvermögen stärkt (Signaturenlehre: Die Pflanze setzt auch gerne durch). Wirkweise: entzündungshemmend, blutstillend, blutreinigend, stoffwechselanregend, stuhlfördernd, auswurffördernd, schleimlösend.
Bin noch am überlegen, ob ich sie trocknen oder direkt als Salat weiter verarbeiten soll.
Selbstbemächtigung = Geschenke der Natur sehen, verstehen und annehmen
gehört zur Familie der Raublattgewächse. Es ziert viele Gärten mit seinen blauen, rosa oder weißen kleinen Blüten. Es kommt an Beeträndern, als Füllpflanze oder in kleinen Gruppen gesetzt gut zur Geltung. Die Hauptblütezeit ist im März/April.
Als Gartenzierpflanze wurden Vergissmeinnichte ab circa 1830 in England und Deutschland gezüchtet. Das sogenannte Garten-Vergissmeinnicht hat seinen Ursprung im Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica). Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden etliche Sorten.
Wikipedia
Im Vergissmeinnicht sind Gerbsäure, Kalium und Alkaloide enthalten. Die Alkaloide sind so gering dosiert, dass die Blüten unbedenklich sind als Dekoration für Süßspeisen, in Salaten oder in Kräuterbutter. Kraut, Stengel und Blüten kann man als Tee oder für Umschläge verwenden.
Als Heilpflanze wirkt es leicht adstringierend, beruhigend, tonisierend und entzündungshemmend. Daher kann es bei entzündlichen Augen, Darmerkrankungen oder leichten Hautiritationen angewendet werden, wenn kein anderes Heilmittel da ist.
In der Mythologie steht die Pflanze in vielen Ländern für Treue und ewige Liebe. Im chinesischen heißt es auch das „Nicht-Vergessen-Kraut“ und in Deutschland wurde ein Sträußchen an zahlungsunwillige Kunden verschickt.
Wie das Vergissmeinnicht zu seinem Namen kam
In der griechischen Mythologie glaubte Zeus allen Pflanzen einen Namen gegeben zu haben, daraufhin rief ein kleines blaues Blümchen: „Vergiss mein nicht!”. Der oberste der Götter machte es sich daraufhin einfach und gab der kleinen Pflanze genau diesen Namen.
Es gibt zu dieser Pflanze auch eine Legende, die aus dem Mittelalter stammt. Darin pflückte ein Ritter einen Strauß Blumen für seine Geliebte, dabei fiel er ins Wasser und seine schwere Rüstung zog in hinab. Bevor er ertrank, warf er noch schnell seiner Jungfrau die Blumen zu und rief: „Vergiss mein nicht!”
pflanzenfreude.de/vergissmeinnicht
Die Forsythie (Forsythia intermedia Zabel)
gilt als „Zeigerpflanze“ des phänologischen Kalenders. Die blühende Forsythie läutet den „Erstfühling“ und somit das „Nutzgartenjahr“ ein. Ab etwa Ende März kann es losgehen im Garten: Erbsen, Möhren, Radieschen, Erbsen und Möhren, Zwiebeln und Knoblauch können ins Freiland ausgebracht werden. Die Forsythie ist in allen Teilen giftig. Ursprünglich kommt sie aus China.
Die Hyazinthe (Hyacinthus)
gehört zur Familie der Spargelhewächse (Asparagaceae). Sie vermehrt sich über Zwiebel und Samen. Als Beetpflanze lockt sie im Frühling Hummeln, Bienen und weitere Insekten in den Garten. Ursprünglich stammt sie aus dem vorderen Orient und kam im 16. Jahrhundert als Modepflanze in die Europäischen Gärten. Die Pflanze ist in allen Teilen leicht giftig.
Hyazinthe, Waldhyazinthe, Traubenhyazinthe
Wie kam die Hyazinthe zu ihrem Namen? Der junge Hyacinthus übte mit seinem Freund Apollo (der Gott des Lichts, der Reinheit und des Frühlings) das Diskuswerfen. Der Jüngling Zephyr war eifersüchtig und lenkte die von Apollo geworfene Diskusscheibe gegen den Kopf von Hyacinthus. Dieser erlag seinen Verletzungen. Apollo war so untröstlich über den Tod seines Freundes, dass seine Tränentropfen eine neue Blume wachsen ließen.
Eine entfernte Verwandte: Die Traubenhyazinthe (Perlhyazinthe, Weinbergsträubel, Bauernbübchen, Bergmännchen)
Primel (Primula)
bedeutet auf Latein „die Erste“. Das weist darauf hin, dass sie sich als eine der ersten Blüher in der Natur/im Garten zeigt. Ursprünglich kommt sie überall auf der nördlichen Halbkugel, insbesondere in China, vor. Es gibt über 500 Primel-Sorten, wovon die meisten Kulturformen sind. Primeln werden von Schmetterlingen und Faltern bestäubt. Einige Sorten enthalten das Toxin Primin und sind giftig. Eine gesundheitliche Gefahr geht besonders von behaarten Primelarten aus. Bei Kontakt wird das Toxin übertragen, das heftige Allergien auslösen kann.
Die Kulturformen, die bei uns vorkommen sind meist Kissenprimeln, Kugelprimeln, Etagenprimeln. Sie mögen es halbschattig und stellen in Kübeln gepflanzt hübsche Leuchtpunkte dar. Wenn sie verblüht sind, bekommen sie bei mir ein Plätzchen im Garten. Viele danken das und blühen ein zweites Mal im Sommer und schlagen im Frühjahr wieder aus. (Fotos: M. Rauch und Pixabay)
Unsere heimische Primelarten sind die Echte Schlüsselblume (Primula Veris, Primula officinalis), die Hohe bzw. Waldschlüsselblume (Primula elatior) und die Stängellose Schlüsselblume (Primula vulgaris). Sie stehen unter Naturschutz und dürfen nicht in der freien Natur gepflückt werden. Man findet sie auf trockenen Wiesen und an Waldrändern. Sie blüht von März bis Mai und sollen die Natur für den Sommer aufschließen. Die Schlüsselblume hat eine große Heilwirkung. Für die Medizin wird sie Sie aus südlichen Ländern (z.B. aus der Türkei) eingeführt. Wurzeln und Blüten enthalten Flavanoide und Saponine. Sie wirken schleimlösend auf die Bronchien und sind bei Erkältungskrankheiten wie hartnäckigem Husten, Bronchitis, aber auch bei Migräne, Neuralgie und Nervosität hoch wirksam. Die Schlüsselblume ist ungiftig.
Die Schlüsselblume – nur guggen, nicht pflücken! (Fotos: Pixabay)
Wie die Schlüsselblume zu ihrem Namen kam: Petrus, der Wächter des Himmelstores, sollen einer Legende zufolge, seine Schlüssel geradewegs hinunter auf die Erde gefallen sein. Dort, wo der goldene Schlüsselbund auf den Boden traf, wuchs eine kleine gelbe Schlüsselblume. Und, mit etwas gutem Willen, kann man klar erkennen, dass die Blütendolde wie ein Schlüsselbund ausschaut. Eine noch ältere Legende erzählt, dass der Urmutter Freya die Schlüssel entglitten seien.
Nach und nach werde ich über unsere bekannten Gartenblüher berichten oder etwas ergänzen. Immer mal reinschauen lohnt sich also!
So oft bin ich schon diese Wege gelaufen. Und trotzdem erscheinen die Motive jedesmal in einem anderen Licht. Eine andere Tageszeit, Jahreszeit, das Wetter, ein veränderter Blickwinkel … und schon betrachtet man eine Sache in „einem anderen Licht“.
Rausgehen, sich bewegen, die Farben einwirken lassen, das Licht,Wind, der mich umstreicht … das alles ist Balsam für meine Seele. So bin ich froh, dass ich meinen „Leih-Hund“ habe, der mich zwingt, zu verharren, die Welt zu erschnuppern, zu schauen und langsam zu tun. Letztendlich lehrt er mich, geduldig zu sein.
WalnussbaumGemeine GartenenteFür alle Bedürfnisse ist gesorgt. Apfelbaum Weiden vom Weitem„Komm schon!“Wetterauer BodenwelleBlick nach WestenAlter Kirchturm
Kleine Schmuseeinheiten mit Rusty und zwei Stunden in der Natur – was für ein toller Start ins Wochenende!